
| Vorname: | Joachim |
| Nachname: | Löw |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Deutschland |
Zunächst entschuldigte sich Bundestrainer Joachim Löw für die Verspätung, mit der die Pressekonferenz losging. Aber die Mannschaftssitzung sei etwas länger ausgefallen, weil man "seit 16 Jahren nicht mehr gegen Italien gewonnen hat" (2:0 am 21. Juni 1995 in Zürich). Insofern sei das nötig gewesen. Löw betonte, dass Tests gegen die so genannten Großen vor allem für die jungen Spieler wichtig sind, um "sich weiterzuentwickeln".
Als besonder erfreulich beschrieb er die Situation in der Defensive. Mit Holger Badstuber, Jerome Boateng, Marcel Schmelzer und Mats Hummels stehen jungen Spieler auf "hohem Niveau" zur Verfügung. Neben Kapitän Philipp Lahm und Per Mertesacker wollte er sich noch nicht festlegen, wer in der Verteidigung ins Team rückt. Ansonsten wird es in der Aufstellung wohl keine Überraschungen geben. Dortmunds Mario Götze darf sich Hoffnungen machen, während des Spiels eingewechselt zu werden und so zu seinem Debüt zu kommen. Löw möchte "die Möglichkeit nutzen, etwas auszuprobieren".
Im Sturm rückt Miroslav Klose in den Fokus, nachdem Mario Gomez verletzt absagen musste. Über die mangelnde Spielpraxis des Münchners macht sich Löw keine Sorgen, der Angreifer habe "eine unglaublich gute Form und fühlt sich körperlich gut". "Wenn es darauf ankommt, ist Miroslav immer in einer guten Form."
In Abwesenheit von Michael Ballack, hob der Coach nochmal hervor, dass man auf der Sechserposition mit Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger sehr gut besetzt sei. "Beide ergänzen sich hervorragend. Es gibt keinen Grund etwas zu ändern." Der zuletzt angeschlagene Khedira wird am Dienstagabend am Mannschaftstraining teilnehmen und ist wieder "voll belastbar". Was Ballack anbelangt, sei es erfreulich, "dass er wieder spielt". "Bringt er die Leistungen der letzten Jahre, ist er ein Thema. Es liegt an ihm. Letztendlich zählt die Qualität des Spielers und ob er unseren Vorstellungen vom Spiel der Nationalmannschaft entspricht."
Ohne Ballack wird erneut Lahm die Kapitänsbinde tragen. Der Münchner möchte für die "bittere Niederlage" bei der WM 2006 unbedingt Revanche bei Italien nehmen und war sich mit Bundestrainer Löw einig: "Ein Sieg ist das große Ziel."
"Auch wenn die Italiener bei der WM 2010 nicht so erfolgreich waren, verstehen sie es doch immer, sehr gut zu verteidigen, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Sie leben auch von ihrer großen individuellen Klasse", lobte Löw die Squadra Azzurra.