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02.09.2010, 16:24

Khedira wehrt sich gegen Mourinho-Kritik

"Ich nehme dreimal pro Woche Unterricht"

Nach seinen überzeugenden Leistungen bei der WM beginnt für Sami Khedira in diesem Spätsommer ein neuer Lebensabschnitt. Auf der einen Seite will der Nationalspieler seinen Platz im defensiven Mittelfeld neben Bastian Schweinsteiger und unter anderem gegen DFB-Kapitän Michael Ballack verteidigen, auf der anderen Seite muss er Fuß fassen bei Real Madrid. Dazu gehört ein Intensiv-Sprachkurs - sein neuer Trainer José Mourinho hatte sich zuletzt kritisch geäußert.

Sami Khedira
Steht dieser Tage mehr denn je im Fokus der Medien: Sami Khedira.
© imagoZoomansicht

Mourinho hatte Khedira und dessen Nationalmannschaftskollegen Mesut Özil in einem "AS"-Interview unzureichende Integration bei Real Madrid vorgehalten. Beide Spieler würden kein Spanisch und nur schlecht Englisch sprechen sowie sich am sozialen Leben der Real-Profis nicht beteiligen, so Mourinho.

Khedira nahm die Aussagen seines neuen Trainers gelassen hin. Im Vorfeld des EM-Qualifikationsauftakts in Brüssel gegen Belgien kündigte der 23-Jährige an, sich nach den Länderspielen noch intensiver um seine Fremdsprachenkenntnisse zu kümmern. Wobei sein Englisch bereits jetzt "akzeptabel" sei, so der ehemalige Stuttgarter im kicker-Interview. Er könne Mourinhos Anweisungen verstehen und sich auch mit den Teamkollegen verständigen.

Um die Landessprache in seiner neuen Wahlheimat zügig zu erlernen, will er nach seiner Rückkehr nach Madrid "dreimal in der Woche Unterricht nehmen". Soziale Isolation bei Real empfindet der Deutsch-Tunesier bislang keinesfalls. "Wir lachen mit den anderen und haben Spaß mit ihnen", so Khedira gegenüber dem kicker. Er sieht sich und Özil "auf dem besten Weg". Inzwischen wohnt der zwölfmalige Nationalspieler auch nicht mehr im Hotel, sondern hat sich ein Haus außerhalb von Madrid gemietet.

Gleichwohl gestand Khedira, dass seine neue Karrierestation die bislang größte Herausforderung für ihn sei: "Wenn man in einem neuen Land ist, die Sprache nicht kennt, komplett allein auf sich gestellt ist und vom ersten Testspiel an in den Medien kritisch beurteilt wird, dann kommen schon die Gedanken auf: Was mache ich eigentlich hier?" Mit den hohen Anforderungen bei Real habe er freilich auch gerechnet.

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Nationalelf: "Stammspieler nicht durch Glück"

Hoch sind die Anforderungen auch im deutschen Nationalteam. Dort muss Khedira seinen Stammplatz im defensiven Mittelfeld unter anderem gegen Kapitän Michael Ballack verteidigen, der aus Fitnessgründen für die Spiele in Belgien und gegen Aserbaidschan (Dienstag) nicht nominiert wurde.

Khedira sieht Ballack nicht als den einzigen Kontrahenten an. "Es gibt auch noch andere hervorragende Mittelfeldspieler in Deutschland. Aber ich schaue nur auf mich. Ich bin als Herausforderer in die WM gegangen und als Stammspieler zurückgekommen - nicht durch Glück, sondern weil ich Leistung gezeigt habe." Nun gelte es, sich wieder neu zu beweisen.

Bundestrainer Joachim Löw sieht Khedira neben Bastian Schweinsteiger derzeit "gesetzt". Michael Ballack habe aktuell nicht die Verfassung, um der Mannschaft weiterhelfen zu können.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 01.09., 18:07 Uhr
Mourinho kritisiert Özil und Khedira
Sie sprächen kein Wort spanisch und beherrschten nicht einmal das Englische: Real-Trainer Jose Mourinho hat in einem Interview seine deutschen Legionäre Mesut Özil und Sami Khedira kritisiert. Rückendeckung bekommen die beiden von Bundestrainer Joachim Löw.
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02.09.10
 
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zum Thema

weitere Infos zu Mourinho

Vorname:José
Nachname:Mourinho
Nation: Portugal
Verein:Real Madrid

weitere Infos zu Khedira

Vorname:Sami
Nachname:Khedira
Nation: Deutschland
Verein:Real Madrid
Geboren am:04.04.1987

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