Löw-Ballack: Klinsmann unterstützt seinen Nachfolger
Scolari lässt Ballack nicht gehen
Der Chelsea-Coach wird den Nationalmannschaftskapitän also nicht freistellen. "Er ist ein Spieler von Chelsea. Falls Joachim Löw mit ihm sprechen will, lade ich den Nationaltrainer ein, zu uns zu kommen, ein, zwei Tage mit uns zu verbringen und mit ihm zu sprechen", so Scolari. "Ballack kann jetzt nicht nach Deutschland reisen. Er erholt sich von einer Operation und wird von den Ärzten behandelt. Es ist nicht gut für Ballack und für Deutschland, wenn er jetzt fährt. Das ist zu diesem Zeitpunkt unmöglich."
Harald Stenger, Mediendirektor des DFB, bestätigte die Nachricht, dass "beim DFB ein Fax des FC Chelsea eingetroffen ist, in dem mitgeteilt wird, dass der Flug nach Deutschland vom Verein aus gesundheitlichen Gründen nicht erlaubt wird". Über die weitere Vorgehensweise will der DFB "über das Wochenende beraten".
Das Gespräch ist jedenfalls notwendig, denn zu einem Konsens sind Löw und Ballack am Donnerstag nicht gekommen. In dem Gespräch sei es nicht um inhaltliche Dinge gegangen, teilte der DFB mit. "Nach einer ersten Kontaktaufnahme von Joachim Löw am Donnerstagmittag hat sich Michael Ballack am Abend bei ihm telefonisch gemeldet. Es wurde vereinbart, sich so schnell wie möglich zu treffen und ein Vier-Augen-Gespräch zu führen", erklärte DFB-Mediendirektor Harald Stenger am Freitag. Über weitere Details gebe es derzeit "nichts zu sagen".
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Stimmen zum Konflikt Ballack-Löw
Klar Stellung bezogen hat inzwischen Löw-Vorgänger und Bayern-Coach Jürgen Klinsmann. "Die Situation ist recht einfach: Für diese Aussagen hat er sich beim Trainer und den Teamkollegen zu entschuldigen", befand Klinsmann, der davon ausgeht, "dass Michael den Fehler einsieht und eingesteht". Er glaubt aber an eine friedliche Einigung. "So wie ich Jogi kenne, wird er das gemeinsam mit Michael optimal lösen." Ob Ballack weiterhin Kapitän bleiben könne, wisse er nicht zu beurteilen. "Jogi ist der Chef und entscheidet." Nationalspieler Bastian Schweinsteiger forderte, "das Thema so schnell wie möglich aus dem Verkehr zu ziehen". Ihn interessiere einzig und allein, dass die Angelegenheit bis zum Länderspiel am 19. November in Berlin gegen England "geklärt" sei.
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