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16.10.2018, 23:52

Bundestrainer schöpft Mut trotz Niederlage in Frankreich

Umbruch? Löw stellt sich hinter Kroos, Hummels und Neuer

Die angestrebte Rehabilitation ist zwar missglückt, dennoch konnte die deutsche Nationalelf der 1:2-Niederlage gegen Weltmeister Frankreich am Dienstagabend Positives abgewinnen. Allen voran Bundestrainer Joachim Löw lobte seine Mannschaft für die ansprechende Leistung wenige Tage nach der deutlichen 0:3-Schlappe in Amsterdam. Der 58-Jährige erklärte seine Umstellungen - wollte aber nicht von einem Umbruch sprechen.

Joachim Löw
Steckt mit der deutschen Nationalmannschaft in der Krise: Joachim Löw.
© imagoZoomansicht

Es war eine überzeugende erste Hälfte, die die deutsche Nationalmannschaft im Stade de France bot. Mit einer Dreierkette in der Defensive und einem quirligen Offensiv-Trio, das Timo Werner, Leroy Sané und Serge Gnabry bildeten, stellte der Weltmeister von 2014 seinen Nachfolger vor Probleme. "Die Mannschaft hat mit viel Mut gespielt und das Herz in die Hand genommen", lobte Löw am "ARD"-Mikrofon. Toni Kroos hatte die DFB-Auswahl mit ihrem ersten Nations-League-Tor in Führung gebracht und einen Handelfmeter verwandelt. Danach blieben die Gäste am Drücker, verpassten es jedoch, den zweiten Treffer nachzulegen. "Es hat so ausgesehen, als hätten wir in Holland 3:0 gewonnen. Und als ob wir nicht gegen den Weltmeister gespielt hätten", beschrieb Manuel Neuer die erste Hälfte.

Deutschland-Schreck Griezmann schlägt zu

Die mangelnde Chancenverwertung wurde allerdings mal wieder zum Verhängnis. Denn im zweiten Durchgang drehten die Franzosen auf und schlugen durch Deutschland-Schreck Antoine Griezmann zweimal zu. Dem Atletico-Star gelang es als erstem Spieler, in zwei Pflichtspielen gegen die DFB-Elf zwei Tore zu erzielten. Schon 2016 hatte der 27-Jährige Deutschland im EM-Halbfinale mit einem Doppelpack aus dem Turnier geschossen.

Umso ärgerlicher aus deutscher Sicht, dass der entscheidende Elfmeter für Frankreich aus einer äußerst strittigen Schiedsrichter-Entscheidung resultierte. Der Serbe Milorad Mazic hatte nicht gesehen, dass Blaise Matuidi Mats Hummels auf den Fuß getreten war und kein Foulspiel des Deutschen vorgelegen hatte.

DFB-Mannschaft jubelt nach dem 1:0
Toni Kroos (M.) bekommt nach dem zwischenzeitlichen 1:0 in Frankreich Glückwünsche seiner Teamkameraden.
© imagoZoomansicht

Auch Löw bedauerte den zweifelhaften Pfiff, war trotzdem um eine umfassendere Einordnung des Spiels bemüht. "Zunächst bin ich über das Ergebnis enttäuscht. Wir haben 1:2 verloren, das hätte nicht sein müssen. Auf der anderen Seite waren wir auf Augenhöhe mit dem Weltmeister und hätten normalerweise in der ersten Hälfte schon das zweite Tor machen müssen. Wir sind heute für ein gutes Spiel nicht belohnt worden."

Neuer: "Wir hatten einen klaren Plan"

Ähnlich sah das Gnabry. "Ich denke, dass wir in keiner Weise schlechter waren als Frankreich", sagte der Bayern-Profi, der den phasenweise selbstbewussten Auftritt auch mit Löws Umstellungen begründete. "Wir haben ein anderes System gespielt sonst." Und auch Neuer hielt fest: "Wir hatten einen klaren Plan, das hat man auch gesehen. Im Prinzip ist der auch aufgegangen, das Resultat spiegelt das Ergebnis aber nicht wider."

Löw: "Über allem steht die EM-Qualifikation"

Diesen Plan hatte Löw in Zusammenarbeit mit seinem Trainerteam erarbeitet und in nur einem vollen Trainingstag mit der Mannschaft einstudiert. "Heute war es wichtig, Veränderungen vorzunehmen", erklärte der Coach seine 3-4-3-Formation, die er mit insgesamt fünf Startelf-Veränderungen auf den Rasen gebracht hatte. Von einer grundsätzlichen Entwicklung, sogar von einem Umbruch wollte Löw aber nicht sprechen. "Man muss immer sukzessive einen Umbruch einleiten", sagte der Coach, der auch in Zukunft ähnlich variabel bleiben will. Zwar sollen dabei auch jüngere Spieler eine Rolle spielen, zugleich stellte sich Löw aber auch hinter die etablierten Kräfte in seiner Mannschaft. "Manuel Neuer, Mats Hummels und Toni Kroos" seien immer noch "klasse Spieler", die das "Spiel nicht verlernt haben". Ohnehin gehe es weniger um Personen und kurzfristige Ergebnisse, betonte Löw. "Über allem steht die EM-Qualifikation." Das Auftreten seines Teams trotz aller Kritik mache ihm aber "Mut für die Zukunft".

pau

UEFA Nations League, 2018/19, 4. Spieltag
Frankreich - Deutschland 2:1
Frankreich - Deutschland 2:1
Das Stade de France in Paris St. Denis

Frankreich traf am 4. Spieltag der Nations League auf Deutschland.
© imago

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