Gladbacher profitiert von Kimmichs Versetzung

Ginter: "Wir haben uns auskontern lassen"

Nationalelf - 10.09. 12:10

In Gladbach spielt er in der Innenverteidigung, in der Nationalmannschaft kam Matthias Ginter nun gegen Frankreich und Peru zweimal von Beginn an als Rechtsverteidiger zum Einsatz. Der 24-Jährige profitiert dabei von der Versetzung Joshua Kimmichs auf die Sechserposition. Das eröffnet dem Gladbacher Verteidiger neue Perspektiven.

Die Versetzung von Joshua Kimmich eröffnet Matthias Ginter neue Perspektiven in der deutschen Nationalmannschaft. © picture alliance

Herr Ginter, die Aufgabe gegen Peru hätte sich die Mannschaft sicherlich etwas einfacher vorgestellt?

Das war ein hartes Stück Arbeit, das haben wir uns selbst ein bisschen zuzuschreiben. Weil wir es verpasst haben, gleich in Führung zu gehen, ich hatte ja auch eine große Chance. In solchen Spielen ist es wichtig, gleich das Tor zu machen und nachzulegen, das haben wir verpasst, deshalb hat es sich ein bisschen zäh angefühlt.

Fehlt Deutschland im Moment ein zuverlässiger Knipser?

Ich glaube, dass wir generell viele Spieler haben, die Tore schießen können, die das im Verein auch beweisen. Jetzt hat es halt mal nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben, aber ich glaube schon, dass wir genügend Qualität haben im Kader, um die Tore zu machen.

Die Versetzung von Joshua Kimmich ins Zentrum eröffnet Ihnen wieder ganz neue Chancen?

Ich glaube, es war für mich gut, wieder mal auf dieser Position zu spielen, nach zwei Jahren Pause, aber es war auch nicht die große Umstellung. Ich kenne die Abläufe und weiß, was ich zu tun habe. Ich war sehr froh, beide Spiele machen zu können. Jetzt gilt es wieder, im Verein Leistung zu bringen, um mich weiterzuentwickeln und zu empfehlen.

Haben wir am Sonntagabend die Fortsetzung der Problematik bei der WM erlebt, gegen einen tiefen und gut organisierten Gegner die Absicherung zu gewährleisten?

Das war schon manchmal so, dass sie uns gut ausgespielt haben, wenn wir vorne keinen richtigen Zugriff hatten. Dann wird es natürlich schwierig, wir haben uns beim Gegentor dann auskontern lassen. Ich glaube nicht, dass Peru so wahnsinnig viel herausgespielt hat, aber wenn wir mitgeholfen haben, dann war schon was drin für sie. Aber wenn wir in Zukunft gerade gegen solche Gegner gleich am Anfang treffen, wird es auch mehr Räume für uns geben und das Spiel sich leichter anfühlen.

Interview: Michael Pfeifer

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