DFB gewinnt Ex-Kapitän - Neuer-Lob

Bei Zuschlag für 2024: Lahm wird EM-Organisationschef

Nationalelf - 16.08. 10:10

Erhält Deutschland am 27. September den Zuschlag für die Ausrichtung der EM 2024, wird Weltmeister Philipp Lahm (34) Chef der Turnierorganisation. Dies gab der DFB am Donnerstagmorgen bekannt und bestätigte damit eine kicker-Exklusivmeldung.

EM-Botschafter ist er schon: Philipp Lahm. © picture alliance

"Es war von Beginn meiner Tätigkeit als Botschafter für die EURO 2024 an mein Wunsch, langfristig Verantwortung zu übernehmen", wird Lahm in einer Mitteilung des DFB zitiert. "Die neue Aufgabe als Turnierchef bietet mir eine sehr interessante Möglichkeit dazu. Als Nationalspieler und zuletzt in meiner Rolle als EURO-Botschafter habe ich den DFB stets als sehr professionell kennengelernt. Deshalb freue ich mich, Teil dieses Teams zu werden. Gemeinsam mit dem Bewerbungsteam werde ich in den kommenden Wochen alles daran setzen, die EURO 2024 auch tatsächlich nach Deutschland zu holen."

Während seiner Tätigkeit wird Lahm dem DFB-Präsidium als kooptiertes Mitglied angehören und seine Erfahrung auch bei sportlichen Themen in die DFB-Gremien einbringen.

"Die Entscheidung, Philipp Lahm langfristig an den Verband zu binden, ist in enger Abstimmung und mit breiter Zustimmung des DFB-Präsidiums und Vertretern aus der Bundesliga gefallen. Philipp Lahm hat als Botschafter bislang einen hervorragenden und engagierten Job gemacht, und ich bin überzeugt, dass dies auch über den 27. September hinaus der Fall sein wird", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel.

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius hat Lahm bereits vor einem Jahr bei einem Treffen in Hamburg als Botschafter des DFB für die deutsche EM-Bewerbung gewinnen können. Schon damals präferierte Lahm ein langfristiges Engagement - wie er es in seiner erfolgreichen Karriere beim FC Bayern München und auch im Zusammenspiel mit Werbepartnern immer praktiziert hat.

Nach zahlreichen Gesprächen zwischen Curtius und Lahm erfolgte Anfang dieses Monats bei einem Treffen am Tegernsee die Zusage des Ehrenspielführers der Nationalmannschaft (seit Dezember 2017) für die neue Aufgabe, die ihm Curtius schmackhaft gemacht hatte und für die gemeinsam schlüssige Konzepte erarbeitet worden sind.

"Philipp Lahm brennt regelrecht für die Aufgabe", heißt es im Umfeld

Was kommt auf Lahm zu? Als Chef der Turnierorganisation wird er international erster Ansprechpartner der UEFA und national Kopf eines Teams, dessen exakte Struktur und personelle Aufstellung nach der Vergabe in enger Abstimmung mit der UEFA festgelegt wird. In dieser Funktion wird Lahm auch als kooptiertes Mitglied in das DFB-Präsidium einziehen.

Dort soll er, über das große Projekt "EM 2024" hinaus, auch bei anderen Themen seine Sport-Kompetenz einbringen. Im engsten Umfeld von Lahm heißt es: "Philipp brennt regelrecht für die neue Aufgabe und die Möglichkeit, langfristig Verantwortung beim DFB zu übernehmen. Zumal ihm die bisherige professionelle Zusammenarbeit gerade mit Curtius und seinem Bewerbungsteam beeindruckt hat."

Neuer: "Stets hochprofessionell"

In den Augen von Nationaltorwart Manuel Neuer ist die Entscheidung pro Lahm richtig. "Alles, was Philipp angepackt hat, hat er stets hochprofessionell gemacht", sagte Neuer am Rande des 4:1-Testspielsieges der Bayern beim HSV. "Also würde er auch ein guter OK-Chef sein."

Rainer Franzke

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