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02.08.2018, 22:35

Kapitän bezieht Stellung zur Verbandskrise

Neuer: "DFB muss der Mannschaft wieder ein Gesicht verpassen"

Fünf Wochen nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland hat sich Kapitän Manuel Neuer zu Wort gemeldet. Der Nationalkeeper forderte am Donnerstagabend für den Neustart "wieder ein Gesicht" für die DFB-Elf und "stolze" Spieler im Team. Auch zum Rücktritt Mesut Özils bezog Neuer Stellung.

Manuel Neuer
Äußerte sich zur Verbandskrise und Mesut Özils Rücktritt: DFB-Kapitän Manuel Neuer.
© imagoZoomansicht

"Es ist die Entscheidung jedes einzelnen Spielers. Die Gründe muss man für sich selbst suchen, und die hat er dann auch gefunden", sagte Neuer am Rande des Trainingslagers des FC Bayern in Rottach-Egern zu Özils Abschied aus der Nationalelf. Rassismus in der Mannschaft habe der Mittelfeldregisseur aber nicht erfahren. "Wir haben immer versucht, alle Spieler zu integrieren und alles getan, damit jeder mit einem guten Gefühl in die Spiele geht", so Neuer, der den Rücktritt Özils "nicht bewerten" wollte, die Thematik aber als "sehr anstrengend" bezeichnete.

Einen kleinen Fingerzeig gab Neuer aber doch ab, als er auf die Neuausrichtung der Nationalmannschaft zu sprechen kam. Man müsse "wieder die Spieler da haben, die wirklich stolz sind, für die Nationalmannschaft zu spielen und alles dafür geben, für das eigene Land zu spielen, damit man wieder in die Erfolgsspur kommt", so der 32-Jährige. "Es ist die Aufgabe der Verantwortlichen des DFB, die Mannschaft zu strukturieren und dieser wieder ein Gesicht zu verpassen."

Neuer rechnet mit Änderungen im DFB: "Es wird sich einiges tun"

Zu weiteren Personalien innerhalb des DFB äußerte sich Neuer nicht, gab aber an, dass er damit rechne, dass sich in der Nationalmannschaft wie im DFB "einiges tun werde". Neuer weiter: "Dann wird man abwarten müssen, wie dieser Neustart aussieht. Fakt ist, dass einiges geändert werden muss."

Das erste Länderspiel nach der WM steht für die deutsche Auswahl am 6. September in München gegen Weltmeister Frankreich an. "Wir wollen alles dafür geben, dass wir gerade gegen Mannschaften wie Frankreich dann wirklich ein anderes Gesicht zeigen", sagte Neuer. Ein Neustart glücke aber nicht auf Anhieb. "Das ist ein Prozess, es dauert sicher eine Zeit. Ich denke, dass die Verantwortlichen die Köpfe zusammenstecken werden und die für sich richtigen Entscheidungen treffen werden", formulierte der Nationaltorwart seine Erwartungen.

mib/dpa

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