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12.11.2017, 12:15

Linksfuß debütiert und wird gelobt

Halstenberg: Eine Karriere im Zeitraffer

Marcel Halstenberg war lange nicht auf dem Radar, ehe er mit 26 Jahren in London gegen England (0:0) sein Debüt für den DFB gab. Denn bisher spielte er in den U-Mannschaften des Verbandes keine Rolle, erst mit einer Umschulung bei Borussia Dortmund und mit dem Wechsel zu RB Leipzig nahm seine Karriere rasant an Tempo auf.

Marcel Halstenberg
Im Eiltempo zur WM nach Russland? Marcel Halstenberg darf zumindest träumen.
© imagoZoomansicht

Marcel Halstenberg hat in den letzten Jahren eine Karriere im Zeitraffer hingelegt. Dem Debüt in der Bundesliga vor einem Jahr folgten in dieser Saison sein erstes Spiel in der Champions League, ehe er am Freitagabend in Wembley für Deutschland debütierte. Der 26-Jährige war mit sich zufrieden, schließlich gab es auch von Bundestrainer Joachim Löw ein Lob.

"Er hat seine Sache gut gemacht. Das war etwas ganz Besonderes hier in Wembley, aber er hat es ohne Nervosität gelöst. Ich bin absolut zufrieden, das war ein sehr ansprechendes Debüt", lobte Löw seinen 1,87-Meter-Mann auf der linken Defensivseite.

Halstenberg selbst gab sich betont abgeklärt, was sich schon nach drei Minuten zeigte, als er Jake Livermore tunnelte. "War cool, mal einen durchstecken zu können", sagte er im Interview mit DFB.de. "In der ersten Halbzeit gingen einige unsere Angriffe über meine Seite, das lief schon ganz gut. Ich meine, ich darf mit meiner Leistung zufrieden sein."

Halstenberg: "Eine geile Truppe"

Die Mannschaft habe ihn gut aufgenommen. "Das Team ist locker drauf, sehr entspannt, eine geile Truppe", bilanzierte Halstenberg. Über seine WM-Chancen zerbricht er sich derzeit noch nicht den Kopf, denn ein halbes Jahr sei im Fußball eine lange Zeit. Sein größter Konkurrent auf der linken Seite dürfte der derzeit verletzte Jonas Hector sein, der unter Löw zuletzt meist die linke Abwehrseite besetzte.

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David Wagner hat die Idee

Dass er überhaupt von Russland träumen darf, verdankt er womöglich seinem ehemaligen Dortmunder Coach David Wagner. Denn eigentlich war Halstenberg einst Offensivspieler, ehe der jetzige Coach von Premier-League-Aufsteiger Huddersfield ihn hinten links aufstellte. Danach ging es schnell aufwärts. Dem Wechsel nach St. Pauli 2013 folgte im Sommer 2015 der Transfer zu Ligakonkurrent Leipzig. Ein Jahr später schaffte er den Aufstieg und bei Halstenberg reifte die Gewissheit, dass es bei ihm auch für die höchste deutsche Spielklasse reicht.

Seine Stärken? "Die Sachen, die ich mache, mache ich mit Verstand. Offensiv versuche ich mich mit viel Wucht einzuschalten. Und ich versuche, Pässe in die Spitze zu spielen", sagt er selbst über sein Spiel. "Er ist physisch sehr stark, kopfballstark, hat eine sehr gute Offensivkraft", findet Löw. Assistenztrainer Marcus Sorg ergänzt: "Er bringt ein gutes Gesamtpaket mit. Er hat eine gute Geschwindigkeit und er hat eine gute Technik mit dem linken Fuß."

tru

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 11.11., 10:13 Uhr
"Kein Spiel, das vom Hocker reißt"
Während Marcel Halstenberg nach dem Spiel zufrieden war - schließlich gebe es schlechtere Orte für ein Länderspieldebüt als das Wembley-Stadion -, gaben Mats Hummels und Bundestrainer Joachim Löw zu, dass speziell die zweite Halbzeit der Partie in England chancenarm und wenig aufregend war.
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weitere Infos zu Halstenberg

Vorname:Marcel
Nachname:Halstenberg
Nation: Deutschland
Verein:RB Leipzig
Geboren am:27.09.1991


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