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02.07.2017, 15:18

Nationalmannschaftsmanager über den Confed Cup

Bierhoff warnt: "Bezweifle, dass Toni sich Sorgen macht"

U-21-Europameister ist Deutschland schon, Confed-Cup-Sieger womöglich heute Abend - doch Oliver Bierhoff warnt davor, sich einlullen zu lassen. Der Nationalmannschaftsmanager über den Confed Cup und das "Runternudeln" der Etablierten nach der WM 2014.

U-21-Europameister, Confed-Cup-Finalist, aber...: Oliver Bierhoff wirbt um Realismus.
U-21-Europameister, Confed-Cup-Finalist, aber...: Oliver Bierhoff wirbt um Realismus.
© imago (2)Zoomansicht

So schnell kann sich die Meinung ändern. "Wir haben als Verantwortliche nicht 'Hurra' geschrien", erinnert sich Oliver Bierhoff an die Stimmung einige Monate vor dem Confed Cup, doch jetzt, kurz vor dem Finale gegen Chile am Sonntagabend (20 Uhr, LIVE! bei kicker.de), zieht der Nationalmannschaftsmanager ein durchweg positives Fazit.

Die Mannschaft? "Jeder hat seine Chance bekommen und auch genutzt. Es hat uns jeder überrascht - und überzeugt. Leon Goretzka hat das Turnier bei der A-Mannschaft besonders gut getan. Sandro Wagner oder Amin Younes haben vielleicht wenig gespielt, aber sie haben sehr starke Charakteristika gezeigt. Diese Mannschaft ist etwas Besonderes."

Die Organisation? "Für uns war das Turnier super hilfreich. Das Ergebnis ist in allen Punkten super. Die Stadien sind schön, auch innen, der Rasen war immer super, das Fazit ist absolut positiv. Wir haben Sotschi als Variante entdeckt und werden uns dort noch das ein oder andere anschauen. Aber wenn du ins Finale kommst, wo wir ja hinwollen, spielst du zwei Mal in Moskau. Wir möchten die Reisestrapazen runter halten, das Wichtigste sind kurze Wege."

"In anderen Ländern tut sich was, da müssen wir aufpassen"

Doch ein wenig sieht sich Bierhoff auch gezwungen, "auf die Bremse zu drücken". Ein deutsche B-Elf im Confed-Cup-Finale, eine ersatzgeschwächte U 21, die trotzdem Europameister wird - das veranlasst ihn nicht zu großer Euphorie. Die Erwartungshaltung besorgt Bierhoff "ein bisschen".

Wie Bundestrainer Joachim Löw ("U-21-EM und Confed Cup haben keine Aussagekraft") warnt er: "Argentinien, Brasilien, Frankreich, Spanien und Italien sind andere Kaliber. Wir haben hier gegen Australien und Kamerun gespielt, das müssen wir ein bisschen relativieren. Wenn jetzt viele sagen: Wir haben viele Spieler auf höchstem Niveau, es läuft super im deutschen Fußball, wir brauchen nichts mehr zu machen - da dürfen wir uns als handelnde Personen nicht blenden lassen. Die Situation ist beruhigend, aber wir müssen immer wieder neue Dinge angehen. Mein Bauchgefühl sagt mir: In anderen Ländern tut sich was, da müssen wir aufpassen."

"Man darf nicht einfach so runternudeln"

Die Mentalität nach dem WM-Triumph 2014 hat Bierhoff jedenfalls nicht gefallen. "Wir hatten schon das Problem, dass wir ein bisschen nachgelassen haben. Es muss eine Grundeinstellung da sein, man darf nicht einfach so runternudeln." Auch die geschonten, etablierten Nationalspieler müssten sich im WM-Jahr aufdrängen, "es gibt wenig Unantastbare", so Bierhoff. Aber: "Ich wage zu bezweifeln, dass der Toni Kroos sich jetzt Sorgen macht."

jpe/sid

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