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30.03.2016, 13:01

Bundestrainer zieht "wichtige Erkenntnisse" aus den Testspielen

Löws Risiko zahlt sich aus

Mit einem deutlichen 4:1-Sieg gegen Angstgegner Italien hat sich die deutsche Nationalelf für das 2:3 gegen England einige Tage zuvor rehabilitiert. Bundestrainer Joachim Löw konnte nochmal wichtige Erkenntnisse vor seiner Kadernominierung für die Europameisterschaft in Frankreich gewinnen. Der 56-Jährige werde die beiden Begegnungen nun in Ruhe auswerten und die kommenden Wochen genau beobachten.

Joachim Löw
Daumen hoch: Bundestrainer Joachim Löw konnte dem Auftritt seiner Schützlinge gegen Italien zufrieden sein.
© imagoZoomansicht

In überzeugender Art und Weise hat der Weltmeister unter Beweis gestellt, dass er doch Testspiele kann. Einige Tage zuvor war bei der Niederlage gegen England die Diskussion aufgekommen, dass der letzte Einsatzwille gefehlt hatte. Das war gegen Italien nicht zu sehen, Deutschland spielte engagiert, diktierte das Spiel und stand defensiv stabil. "Heute haben wir insgesamt clever gespielt, gut verteidigt und gute Angriffe nach vorne gezeigt", freute sich auch Löw nach der Partie. "Es war ein ganz wichtiger Sieg, auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war", unterstrich Marco Reus, der in der 61. Minute eingewechselt wurde. "Heute war es ein gutes Zeichen auch an uns. So schnell kann es gehen im Fußball."

Durch das am Ende deutliche 4:1 hat die DFB-Elf erstmals seit 1995 wieder gegen die "Squadra Azzurra" gewonnen. "Es ist wichtig, dass die Mannschaft das Gefühl hat, dass sie auch Italien schlagen kann", sagte der Bundestrainer auf der Pressekonferenz nach der Begegnung, fügte aber hinzu: "Aber für die EM spielt das Ergebnis heute nicht die ganz wichtige Rolle. Wenn es um alles geht, werden die Italiener sicher anders auftreten."

Löw stellte neben einigen personellen Veränderungen gegen den Angstgegner auch das taktische System um. Gegen England agierte die DFB-Elf im gewohnten 4-2-3-1, gegen Italien spielte der Weltmeister defensiv mit einer Fünferkette und den beiden Sechsern Toni Kroos und Mesut Özil. "Ich wollte mal was anderes probieren. Es war ein Risiko, aber wenn nicht in so einem Spiel, wann dann?", so der 56-Jährige. Das Risiko sollte sich auszahlen und speziell Özil fand sich in der für ihn ungewohnten Position gut ein. Beide Sechser haben es laut dem Bundestrainer "hervorragend gemacht".

"Mario hat sich das verdient"

Eine Last fällt ab: Mario Götze jubelt über seinen Treffer, Vorbereiter Thomas Müller ist erster Gratulant.
Eine Last fällt ab: Mario Götze jubelt über seinen Treffer, Vorbereiter Thomas Müller ist erster Gratulant.
© imagoZoomansicht

Neben den beiden defensiven Mittelfeldakteuren spielte sich auch ein Offensivmann in den Vordergrund: Mario Götze erzielte das zwischenzeitliche 2:0 und zeigte großen Spielwitz. Bei seinem Torjubel war durch die Allianz-Arena fast zu hören, welche Last dem Bayern-Spieler, der beim FC Bayern unter Pep Guardiola nach seiner Verletzung meistens nur auf der Bank Platz nehmen muss, vom Herzen gefallen ist. "Mario hat sich das verdient und hart erarbeitet. Ich hoffe, dass ihm das Selbstbewusstsein gibt für die nächsten Wochen", sagte Löw.

Einen speziellen Spieler wollte der Weltmeister-Trainer nach der Begegnung nicht herausheben, vielmehr lobte er die gesamte Mannschaft für einen sehr "disziplinierten und konzentrierten" Auftritt.

Die nächsten Wochen sind sehr wichtig

Nun wolle Löw erst einmal die beiden Spiele in Ruhe aufarbeiten, doch er betonte, dass "es schon wichtige Erkenntnisse gab". Am 17. Mai wird der Coach seinen vorläufigen Kader für die Europameisterschaft in Frankreich vom 10. Juni bis 10. Juli bekanntgeben. Spätestens zwei Tage nach dem Testspiel am 29. Mai in Augsburg gegen die Slowakei muss er dann schließlich die endgültigen 20 Feldspieler und drei Torhüter benennen, die die Reise mit antreten. Ein Gerüst steht natürlich schon, doch speziell die Wackelkandidaten müssen sich in den kommenden Wochen über ihre Vereine empfehlen. "Natürlich hängt es jetzt noch in starkem Maße von dem ab, was in den nächsten Wochen passiert", betonte Löw. "Heute hat man schon gesehen, dass einige um ihren Platz gekämpft haben."

mst

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 30.03., 08:46 Uhr
"Ein gutes Zeichen": DFB-Elf gibt Antwort gegen Italien
Das Spiel gegen England, die 2:3-Niederlage nach 2:0-Führung, schwang auch nach der Partie gegen Italien noch mit. Gerade erst hatte die DFB-Elf erstmals seit fast 21 Jahren eine italienische Auswahl bezwungen, beim 4:1 dazu noch sehr deutlich. Die historische Dimension musste in den ersten Reaktionen der Akteure aber nicht herhalten: Shkodran Mustafi sah in dem Auftritt eine "Antwort" auf die Darbietung gegen England und die anschließende Kritik, Toni Kroos blieb kritisch vor allem in Bezug auf die Schlussphase. Und auch Marco Reus hatte England im Blick, als er mit einem Lächeln anmerkte: "So schnell kann's gehen."
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weitere Infos zu Löw

Vorname:Joachim
Nachname:Löw
Nation: Deutschland
Verein:Deutschland

Vereinsdaten

Teamname:Deutschland
Gründungsdatum:01.01.1900
Anschrift:Deutscher Fußball-Bund (DFB)
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Postfach 71 02 65
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