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08.09.2015, 08:37

Neuer in Glasgow nicht der große Rückhalt

Müller und der Torriecher: "Zur Zeit läuft es besser"

Noch in Glasgow ging die DFB-Reisegruppe getrennte Wege. Der größte Teil flog im gecharterten (und nicht bestreikten) Lufthansa-Airbus über Frankfurt in die Zielorte, die Profis des FC Bayern machten sich indes im bereitgestellten Jet auf den direkten Weg nach München. Mit dabei Thomas Müller, der am Vorabend mit zwei Treffern und dem Assist zum 3:2-Siegtor durch Ilkay Gündogan der Matchwinner beim kuriosen Sieg über Schottland war.


Aus Glasgow berichtet kicker-Chefreporter Oliver Hartmann

Trifft zurzeit viele richtige Entscheidungen und fast nach Belieben: Thomas Müller.
Trifft zurzeit viele richtige Entscheidungen und fast nach Belieben: Thomas Müller.
© imagoZoomansicht

Für Müller, der derzeit auch in der Bundesliga (5 Saisontreffer) beinahe nach Belieben trifft, waren es die Tore Nummer sieben und acht in der laufenden EM-Qualifikation. Allein sechs Tore gelangen ihm in den jüngsten vier Spielen. "Thomas Müller hat ein wahnsinnig gutes Gefühl für Situationen und für Räume. Er schleicht sich dahin, wo kein Gegner steht. Das ist seine große Stärke", lobte Joachim Löw, "er denkt immer nur, wie kann ich ein Tor erzielen. Das zeichnet ihn aus, das kann man nicht lernen. Das ist eine Sache, die er im Blut hat. Er riecht, wohin der Ball kommt. Das ist Gold wert für uns."

Müller - Bälle - Entscheidungen

"Man muss versuchen, den Lauf mitzunehmen", sagte Müller. Beim ersten Treffer hatte er das Glück, dass sein an sich harmloser Linksschuss unhaltbar abgefälscht wurde. Beim 2:1 stand er goldrichtig und war reaktionsschnell mit dem Kopf zur Stelle, als Emre Cans Torschuss von Keeper David Marshall nur abgefälscht werden konnte. "Es ist schön, wenn die Bälle gut fallen und ich die richtigen Entscheidungen treffe", kommentierte Müller die Szene, und er fügte hinzu: "Manchmal läuft es besser, mal schlechter. Zur Zeit läuft es besser."

Fakt ist: Nach den meist schwerfälligen Vorstellungen in der vergangenen Saison hat der Weltmeister wieder in die Spur gefunden. Und auch wenn die Darbietung vor der stimmungsvollen Kulisse im Hampden Park spielerisch nicht so packend war wie der Schlagabtausch gegen Polen, so hatte man nie das Gefühl, die DFB-Ausahl könne die Partie noch aus der Hand geben. "Auch wenn sich 3:2 vielleicht knapp anhört, wir haben ein sehr souveränes Spiel gemacht", sagte Müller. Auch Löw war rundum zufrieden. "Wir hatten das Spiel im Griff. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, weil ich zu Beginn der Woche einige Dinge angesprochen habe, die wir korrigieren wollten. Es ist eine Stärke der Mannschaft, wie schnell sie Dinge umsetzt, wenn wir mal einige Tage zusammen trainieren", der Bundestrainer.

Neuer diesmal nicht der große Rückhalt

"Man hat jetzt in den beiden Spielen eine andere Nationalmannschaft gesehen", urteilte auch Torhüter Manuel Neuer, der diesmal nicht der große Rückhalt war, sondern bei beiden Gegentoren keine gute Figur machte. Die aber fielen letztendlich nicht ins Gewicht. Schon ein Unentschieden am 8. Oktober in Dublin gegen Irland bedeutet die sichere EM-Qualifikation, ebenso ein Sieg über Georgien am 11. Oktober in Leipzig. An der EM-Teilnahme des Weltmeisters gibt es praktisch keine Zweifel mehr, findet auch Müller: "Nach den beiden Auftritten glaube ich nicht, dass wir schwach spielen werden", sagte er über die anstehende Dienstreise nach Dublin: "Da treten wir mit breiter Brust auf."

Auch Löw hatte innerlich die EM-Qualifikation bereits abgehakt. "Die Ausgangsposition ist sehr gut. Natürlich bin ich überzeugt, dass wir das schaffen, dass wir durchkommen", sagte er vor der Abreise aus Schottland. Mut machte der Bundestrainer dem unglücklich agierenden Emre Can: "Er war zum ersten Mal bei uns dabei und hat gemerkt, dass das Tempo bei uns ein bisschen anders ist als bei der U21", befand der Bundestrainer, "er ist noch sehr jung. Ich denke schon, dass er Potenzial hat, so eine Position zu bekleiden bei uns."

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 08.09., 10:28 Uhr
Richtig stehen für den Lauf: Müller trifft munter weiter
"Er ist eiskalt", sagt WM-Held Mario Götze. "Er weiß genau wo die Bälle hinfallen", sagt Kapitän Bastian Schweinsteiger. Gemeint ist Thomas Müller, der beim EM-Qualifikationsspiel in Glasgow mit zwei Treffern den 3:2-Sieg der DFB-Auswahl gegen die Schotten perfekt gemacht hatte. Der Offensivmann des FC Bayern hat das richtige Gefühl, wann er wo stehen muss - und derzeit einen Lauf, wie er erklärt. 65 Länderspiele, 30 Tore - Thomas Müller rückt nicht nur in der ewigen DFB-Torjägerliste immer weiter vor, sondern bringt die DFB-Elf Frankreich ein ganzes Stück näher.
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© Getty Images/ imago

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08.09.15
 
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zum Thema

EM-Qualifikation - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Deutschland22:719
 
2Polen29:717
 
3Irland17:515
 
4Schottland14:1011
 
5Georgien5:146
 
6Gibraltar2:460

weitere Infos zu Löw

Vorname:Joachim
Nachname:Löw
Nation: Deutschland
Verein:Deutschland

weitere Infos zu T. Müller

Vorname:Thomas
Nachname:Müller
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München
Geboren am:13.09.1989