Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
23.03.2015, 12:15

Rückkehr in die Nationalelf nach 588 Tagen

Gündogan: "Der Kreis schließt sich"

Vor dem Test gegen Australien und der EM-Qualifikationspartie in Georgien trifft die Nationalmannschaft in diesen Stunden in Frankfurt/Main zusammen. Ein besonderer Moment vor allem für Ilkay Gündogan: "Die Nominierung tut mir persönlich gut." Über 500 Tage musste er nach seiner schweren Rückenverletzung wieder auf eine Berufung zum DFB-Team warten.

Ilkay Gündogan
Zurück im Kreis der deutschen Elitekicker: Ilkay Gündogan am Montag auf der DFB-Pressekonferenz.
© Getty ImagesZoomansicht

Es ist nicht davon auszugehen, dass Bundestrainer Joachim Löw seinen Nominierungen für den Kader der deutschen Nationalmannschaft Kriterien wie Schicksalhaftigkeit zugrunde legt. Nicht einmal ein Weltmeistertrainer kann sich das erlauben. Selbstverständlich geht es streng nach Leistungsprinzip, auch wenn in der Einladung von Ilkay Gündogan ein Hauch von Unausweichlichkeit mitschwingt.

Am Mittwochabend wird der Dortmunder erstmals nach 588 Tagen wieder das DFB-Leibchen tragen, vielleicht auch nur das gelbe, das die Spieler beim Aufwärmen überziehen. Es wird im Test gegen Australien (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) sein und in Kaiserslautern. Dort, wo für Gündogan vor 586 Tagen eine Leidenszeit begann. Im Freundschaftsspiel gegen Paraguay erzielte der 24-Jährige im August 2013 den 1:2-Anschlußtreffer, ehe er in der 27. Minute gegen Lars Bender getauscht wurde. Verletzungsbedingt. "Die Diagnose damals hieß vier bis sechs Wochen Ausfallzeit", sagt Gündogan. 14 Monate wurden aufgrund einer Stauchung der Wirbelsäule daraus, erst im Oktober 2014 feierte er sein Pflichtspielcomeback für Borussia Dortmund.

Unser Ziel ist eine souveräne Qualifikation als Gruppenerster.Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zur EM-Quali

Seitdem hat Ilkay Gündogan Woche für Woche an alter Stärke zurückgewonnen. Er ist ein großes Teil im Puzzle, das den Dortmunder Aufschwung in der Liga erklärt. 84,12 Prozent Passquote zeugen von beeindruckender Sicherheit, 92 Ballkontakte pro Partie, drei Vorlagen und zwei Tore sind stummes Zeugnis dafür, dass Gündogan der kreative Kopf im Zentrum ist, den sie beim BVB lange vermisst haben.

Beim DFB sei das nicht anders gewesen, betont Oliver Bierhoff: "Ilkay und auch Holger Badstuber haben wir bei der WM vermisst. Und beide wären, so ist mein Eindruck im Austausch mit dem Trainerteam, in Brasilien dabei gewesen." Andere mussten in die Bresche springen - so auch Shkodran Mustafi, der das Podium bei der Pressekonferenz vor dem Test gegen Australien und dem EM-Qualifikationsspiel in Georgien (Sonntag, 21 Uhr, LIVE! bei kicker.de) komplettiert. "Wir haben alles in der eigenen Hand", sagt der Spanien-Legionär vom FC Valencia zur Situation in Gruppe D, wo das DFB-Team hinter Polen und Irland rangiert. "Unser Ziel ist eine souveräne Qualifikation als Gruppenerster", fordert Bierhoff. Auf die Frage nach dem holprigen Verlauf des zweiten Halbjahres 2014 erklärt der 46-Jährige, dass er mitbekommen habe, dass es durchaus Überlegungen hinsichtlich Spielsystem und Kaderzusammenstellung gebe.

Mehr Variabilität durch Gündogan und Badstuber

Mehr Variabilität geben die Rückkehrer Badstuber und Gündogan gewiss, auch wenn der Dortmunder "jetzt keine Ansprüche stellen will", aber auch deutlich formuliert, dass das DFB-Team angreifen muss: "Unser Anspruch ist ein anderer als Platz drei." Spätestens beim ersten gemeinsamen Training um 17 Uhr an diesem Montag, das Manuel Neuer wegen einer Regenerationseinheit in München verpassen wird, soll der Grundstein dafür gelegt werden. Und für Gündogan, der bereits eine Woche vor der Nominierung am vergangenen Freitag von Löw angerufen worden war, beginnt dann die Rückkehr auch sportlich. "Der Kreis schließt sich", sagt der Mittelfeldmann. Nun also auch beim DFB. Und es wird bis Mittwochabend noch strapazierend häufig der Halbsatz "ausgerechnet in Kaiserslautern" fallen.

Benni Hofmann

Video zum Thema
kicker.tv-Hintergrund- 23.03., 16:54 Uhr
Gündogan - zurück, wo alles begann
Ilkay Gündogan ist zurück - 588 Tage nach seinem letzten Auftritt mit dem Bundesadler auf der Brust steht er wieder im deutschen Aufgebot. Beim 3:3 gegen Paraguay in Kaiserslautern begann seine Leidenszeit. Und im gleichen Stadion wird er gegen Australien wohl sein Comeback feiern dürfen. Die Diagnose damals lautete vier bis sechs Wochen Pause - es wurde ein wenig länger. Nun ist Gündogan wieder da.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Gündogan

Vorname:Ilkay
Nachname:Gündogan
Nation: Deutschland
Verein:Manchester City
Geboren am:24.10.1990

weitere Infos zu Mustafi

Vorname:Shkodran
Nachname:Mustafi
Nation: Deutschland
Verein:FC Arsenal
Geboren am:17.04.1992


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun