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12.10.2014, 13:55

Löw sieht das 0:2 in Polen "nicht allzu dramatisch"

Bierhoff: "Wir sind zu Hause in der Pflicht"

Die Polen feierten das "Wunder an der Weichsel", die deutsche Nationalelf dagegen konnte nicht begreifen, warum vor allem das klare Chancenplus nicht zum erhofften Erfolg gegen Lewandowski und Co. gereicht hatte. "Da kamen 20 Szenen im polnischen Strafraum - und zwei bei uns", meinte Thomas Müller beim Studium der TV-Bilder. Die Abschlussschwäche sei "das Hauptthema bei uns", erklärte Bundestrainer Joachim Löw. Auch Debütant Karim Bellarabi konnte die Torflaute nicht beheben. Folgt gegen Irland die entsprechende Reaktion?

Mangelhafte Chancenverwertung: Thomas Müller kann es nicht fassen.
Mangelhafte Chancenverwertung: Thomas Müller kann es nicht fassen.
© picture alliance

Der Weltmeister befindet sich in der Gruppe D bei der EM-Qualifikation für Frankreich 2016 in der ungewohnten Verfolgerrolle, nachdem Polen der DFB-Auswahl die erste Qualifikationsniederlage seit dem damals allerdings bedeutungslosen 0:3 gegen Tschechien im Oktober 2007 beibrachte. "Die ganze Nation ist zufrieden und wird feiern. Wir haben Geschichte geschrieben, zum ersten Mal gegen Deutschland gewonnen, auch gegen den Weltmeister", ordnete Dortmunds Lukasz Piszczek das 2:0 ein. "Wir hatten den Hunger, das Unmögliche zu schaffen", unterstrich 2:0-Torschütze Sebastian Mila nach dem Kraftakt von Warschau.

Wir haben vor dem Tor nicht die richtigen Entscheidungen getroffen.Thomas Müller

"Wir hatten nicht viele Chancen, aber die haben wir genutzt", wusste Bayerns Robert Lewandowski um die Effektivität Polens, die der DFB-Auswahl völlig abging. 28 Chancen, keine genutzt. Einer, der einige Torabschlüsse hatte, war Karim Bellarabi. Der 73. Debütant in der Ära Löw spielte laut dem Bundestrainer "für das erste Länderspiel wahnsinnig agil und aktiv. Im Laufe des Spiels hat er es immer besser gemacht und er war auch gefährlich nach vorne."

Agil, aber glücklos: Karim Bellarabi.
Agil, aber glücklos: Karim Bellarabi.
© Getty ImagesZoomansicht

Zu einem Treffer freilich hat es nicht gereicht für den Deutsch-Marokkaner, der nach der Partie mit einem Verband am rechten Knöchel aus der Kabine kam. "Das ist nichts Wildes, ich kann am Dienstag gegen Irland spielen", sagte der Leverkusener, der von Toni Kroos gelobt wurde: "Er hat einen starken und erfrischenden Eindruck hinterlassen." Torwart Manuel Neuer fand es "schade, dass er seine Leistung nicht mit einem Tor gekrönt hat".

Bierhoff: "Wir sind zu Hause in der Pflicht"

Der 24-Jährige richtete den Blick aber gleich auf das nächste Spiel am Dienstagabend (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) auf Schalke: "Jetzt müssen wir gegen Irland gewinnen. Dabei ist ganz egal, wer die Tore schießt." Hauptsache, es fallen Tore, damit der derzeit als Vierter der Gruppe D geführte Weltmeister nicht zu sehr ins Hintertreffen gerät. Löw sieht die Pleite in Warschau sowieso "nicht allzu dramatisch" und auch überhaupt "keine großen Probleme in der Qualifikation". Doch gegen Irland, so stellt Teammanager Oliver Bierhoff fest, "sind wir zu Hause in der Pflicht".

Bilder zu den Niederlagen unter Löw
Die 17 Pleiten in der Ära Löw
Joachim Löw
Bundestrainer Joachim Löw

Die Ära Joachim Löw umfasst nun schon 115 Länderspiele, 114 Mal saß der 54-Jährige dabei auf der Bank der DFB-Elf, feierte zuletzt in Rio de Janeiro mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft seinen größten Erfolg. Doch nicht immer lief es so gut für die Nationalelf, die 17 Niederlagen in dieser Epoche verkraften musste - manche unbedeutend, andere wiederum sehr schmerzlich.
© Getty Images

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