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11.06.2014, 17:57

Nummer eins wird bis zum Turnierstart wohl fit

Köpke: "Neuer ist voll belastbar"

Es wird langsam ernst für die deutsche Nationalmannschaft - und dementsprechend bereitet sich die DFB-Elf auch vor. Da das erste Gruppenspiel gegen Portugal am Montag um 13 Uhr brasilianischer Zeit über die Bühne geht, trainierte das DFB-Team heute bereits zur Anstoßzeit. Auf der Pressekonferenz stand deswegen zwar kein Spieler, dafür aber Bundestorwarttrainer Andreas Köpke und Teampsychologe Dr. Hans-Dieter Hermann Rede und Antwort. Die gute Nachricht vorweg: Manuel Neuer ist wieder voll im Training.

Manuel Neuer
Vollgas für Portugal: Manuel Neuer trainiert mit Torwarttrainer Andreas Köpke.
© getty imagesZoomansicht

Deutschlands Nummer eins ist endlich wieder da: Manuel Neuer absolvierte nach seiner Schulterverletzung am Mittwoch das Mannschaftstraining der DFB-Auswahl. "Er ist auf einem richtig guten Weg", sagte Köpke bei der Pressekonferenz am Mittwoch im WM-Camp in Santo André. Nach seiner im DFB-Pokalfinale Mitte Mai erlittenen Blessur seien Neuer und die Teamführung "absichtlich kein überhöhtes Risiko eingegangen".

Dass Neuer also am Montag gegen Portugal im Tor stehen wird, daran gibt es kaum noch Zweifel. Er werde zu 100 Prozent belastbar sein, sagte Köpke. "Daran wird er sich auch messen lassen." Neuer hatte sich beim 2:0-Sieg im Pokal-Endspiel gegen Borussia Dortmund einen Kapseleinriss am rechten Schultereckgelenk zugezogen. Er verpasste danach die WM-Testspiele des deutschen Teams gegen Kamerun (2:2) und Armenien (6:1).

Seitdem ackerte der Bayern-Keeper für das Comeback und die WM. Laut Köpke habe er in Brasilien teilweise zweimal täglich trainiert, um Vertrauen zu seiner Schulter zu gewinnen. "Somit sind wir auch guter Dinge für das erste WM-Spiel", erklärte Köpke. "So wie es sich rauskristallisiert, haben wir bis jetzt alles richtig gemacht", sagte der DFB-Torwartcoach.

Wir fühlen uns sehr wohl im Camp, das ja überraschenderweise auch fertig geworden ist.Torwarttrainer Andreas Köpke

Doch selbst im Falle eines Falles ist das Vertrauen in seinen Vertreter groß. Zwar habe Roman Weidenfeller eine "andere Art und Weise zu spielen als Manuel". Er habe sich aber im fußballerischen Bereich verbessert, deswegen habe Köpke auch keine Bedenken. Grabenkämpfe unter dem Torwarttrio, dem ja auch Ron-Robert Zieler angehört, seien im Übrigen nicht zu befürchten. "Keiner lässt sich hängen, sie treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen, mit einem respektvollen Umgang untereinander."

Hermann: "Der Kopf muss mitkicken"

Kühlen Kopf bewahren, das gilt bei der WM in Brasilien im wahrsten Sinne des Wortes. Das Turnier im hitzigen Südamerika ist eine Herausforderung besonderer Art, sowohl körperlich als auch mental. "Die Thematik ist die Luftfeuchtigkeit, über Wetter und Klima mache ich mir wenige Gedanken", sagte Teampsychologe Dr. Hans-Dieter Hermann. "Wir versuchen die Bedingungen zu optimieren, dass auch der Kopf mitkickt." Man müsse "die Energie des Landes und die Freude mit aufnehmen".

Dass die Nationalspieler bei ihm auf der Couch liegen würden, dem widersprach Hermann. "Wir nutzen die Sportpsychologie zur Steigerung und Optimierung - und nicht dafür, weil einer Probleme hat und mit schwierigen Dingen nicht fertig wird. Man dürfe sich das nicht "so klinisch vorstellen. Ich habe ein Zimmer, und jede halbe Stunde kommt ein anderer zu mir", erklärte er. Gespräche würden etwa am Buffet oder beim Joggen stattfinden. Im Kopf spiele die Anstoßzeit eine Rolle. "Die Spieler sind andere Zeiten gewohnt, an denen ihre Leistungsabgabe erfolgt. Sie müssen sich nun darauf einstellen, dass um 13 Uhr die Zeit ist, wann sie ihre Leistung abrufen müssen", sagte Hermann.

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