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18.10.2013, 13:50

Der Bundestrainer unterschreibt für zwei weitere Jahre

Löw: "Unser Ziel ist das Maximale"

Am Freitag um 10.22 Uhr war es so weit. Joachim Löw (53) setzte seine Unterschrift unter den Vertrag, ehe er sämtliche Mitarbeiter des DFB zum Frühstück im Foyer der Verbandszentrale einlud. Wie erwartet setzen der DFB und der Bundestrainer die Arbeit der vergangenen sieben Jahre fort, Löw neues Arbeitspapier ist bis zum 31. Juli 2016 datiert. "Heute ist ein schöner Tag für den DFB", sagte ein sichtlich zufriedener DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Autogramm: Bundestrainer Joachim Löw (re.) unterschriebt im Beisein von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach den neuen Vertrag.
Autogramm: Bundestrainer Joachim Löw (re.) unterschrieb im Beisein von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach den neuen Vertrag.
© Getty ImagesZoomansicht

Der Trend zur Fortführung der Zusammenarbeit sei "schon lange klar", so Niersbach. Beim Verband sei man "absolut überzeugt von der Arbeit des Bundestrainers", das innerbetriebliche Verhältnis im Nationalteam sei "ebenso professionell wie vertraulich. Das ist eine eingespielte Sache und eben keine eingefahrene", betonte Niersbach. Und das gute Miteinander zwischen Bundestrainer und Mannschaft "spielt sich in spektakulären Auftritten wider". Auf die Frage, ob Löws neuer Vertrag eine Ausstiegsklausel hat, sagte Niersbach: "Zur Tradition gehört, dass wir über Vertragsinhalte nicht sprechen, und ich finde es toll, dass das von der Öffentlichkeit auch so akzeptiert wird."

Ebenfalls bis 2016 werden Torwarttrainer Andreas Köpke (51) und Manager Oliver Bierhoff (45) an Löws Seite arbeiten. Assistenztrainer Hansi Flick (48) wird dagegen nur noch bis zur WM im kommenden Sommer in Brasilien in Löws Team sein. Vom 1. September 2014 an tritt sein Vertrag als Sportdirektor des DFB in Kraft, der über fünf Jahre abgeschlossen wurde.

Joachim Löw über . . .

. . . die Vertragsverlängerung:

"Ich werte diese Verlängerung als ein Zeichen gegenseitiger und großer Wertschätzung, die wir haben und sehe es als ein sehr positives Signal für diejenigen, die den Weg, den wir eingeschlagen haben, mitgegangen sind. Ich denke, wir alle gehen mit großer Motivation in die nächsten Monate. Wir spüren eine große Leidenschaft und sehen, dass die Entwicklung der Mannschaft noch nicht zu Ende ist. Wir sehen das Potenzial der Mannschaft. Deswegen haben wir uns entschieden, den Weg weiterzugehen."

. . . ob er den Vertrag unter allen Umständen erfüllen wird:

"Wenn wir nach der Vorrunde ausscheiden und ohne Punkt nach Hause fahren, dann wäre von beiden Seiten keine Basis mehr vorhanden. Aber solche Szenarien zu diskutieren, hat für mich wenig Sinn. Wir haben diesen Vertrag auch geschlossen, weil wir sagen: Nach der WM ist vor der EM. Wir sind voller Überzeugung, dass wir eine sehr gute WM spielen werden. Wir haben diesen Plan, bis 2016 weiter zu machen und das streben wir auch an."

. . . über die Suche nach einem neuen Co-Trainer:

"Konkret habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Ich werde mich damit in den nächsten Wochen beschäftigen. Das wird aber erst 2014 der Fall sein. Momentan drängt es nicht."

. . . ob der neue Co-Trainer eventuell schon zur WM mitfährt:

"Es wäre durchaus eine Überlegung wert. Es wäre denkbar, muss aber nicht sein, dass der neue Co-Trainer bei der WM schon im Team schon dabei ist."

. . . über die riesigen Erwartungen für die WM 2014:

"Natürlich ist es unser Ziel, in Brasilien das Maximale zu erreichen. Wir zählen aufgrund der letzten vier Jahre zum Favoritenkreis, und wir stellen uns auch diesem Druck. Auf der anderen Seite finde ich es gegenüber den anderen Nationen despektierlich, wenn ich lese, es zählt nur der Titel. Spanien hat die letzten drei großen Titel gewonnen. Brasilien bestreitet die WM im eigenen Land und hat den Confed Cup gewonnen. Ich könnte noch andere Mannschaften aufzählen, die eine immense Qualität haben. Und dann ist es nicht berechtigt zu sagen: Deutschland fährt zur WM und wird wie selbstverständlich den Titel holen."

2004 bis 2014: Vom "Co" zum Weltmeister - Und nun?
Löw: Stationen einer Ära
Jürgen Klinsmann, Joachim Löw
Der Taktiker

Unter seinem Vorgänger Jürgen Klinsmann fungierte Joachim Löw zunächst zwischen 2004 und 2006 als Co-Trainer des Nationalteams und war dabei vor allem für die Taktik zuständig, wie hier ersichtlich beim 1:1 gegen Brasilien im zweiten Spiel der Klinsmann-Ära.
© Getty Images

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. . . ob er mit dem, was er erreicht hat, total zufrieden ist:

"Zufriedenheit ist ein Wort, dass ich im Fußball aus meinem Wortschatz gestrichen habe. Selbst nach Spielen, bei denen man glaubt, dass alles funktioniert hat, sehe ich Ansatzpunkte, wo wir uns verbessern können. Nach der EM 2012 etwa habe ich mich als Trainer auch hinterfragt. Immer wieder hinterfrage ich mich mit meinem Team. Das passiert nach Niederlagen, aber auch nach Siegen."

. . . zum Thema Ausstiegsklausel:

"Wir arbeiten jetzt seit fast zehn Jahren zusammen. Normalerweise hätten wir nicht mal einen Vertrag gebraucht. So eng ist unser Verhältnis. Wir hätten das alles auch in einem Gespräch und per Handschlag regeln können."

. . . die Zusammenarbeit mit dem künftigen Sportdirektor:

"Ich freue mich sehr, dass Hansi die Aufgabe annimmt. Er ist für mich der engste Mitarbeiter. Wir haben in den vergangenen Jahren hervorragend zusammengearbeitet. Deswegen bin ich davon überzeugt, dass es nach 2014 eine sehr gute Zusammenarbeit wird. In dieser Konstellation wird es bei sich überschneidenden Themen oder Kompetenzen überhaupt keine Probleme geben. Wir kennen uns so gut und werden immer einen Weg finden, die Dinge zu regeln."

. . . was ihn in seiner Trainerkarriere noch reizen würde:

"Ich kann mir durchaus vorstellen, irgendwann noch einmal bei einem Verein zu arbeiten. Dazu macht mir mein Beruf zu viel Freude, ich denke nicht ans Aufhören."

18.10.13
 

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