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18.05.2009, 09:00

U17-EM: Das Endspiel gegen die Niederlande

Diese Elf will den Titel holen

Zum ersten Mal hat Deutschland das Finale einer U-17-Europameisterschaft erreicht. Gegner des Teams von Trainer Marco Pezzaiuoli (40) heute um 11 Uhr in Magdeburg ist die Niederlande, die im Halbfinale 2:1 gegen die Schweiz gewann.

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Die deutsche U17
Erstmals stellt der Deutsche Fußball-Bund einen Finalisten bei einer U-17-Europameisterschaft.
© imago Zoomansicht

Der kicker stellt die deutsche Elf vor, die beim 4:0 gegen England glänzte und die auch im Halbfinale die Startformation bildete.

Marc-André ter Stegen, Borussia M'gladbach, Torwart (14 Länderspiele/kein Tor): Stark im Eins-gegen-eins, musste 2009 in zehn Spielen erst ein Gegentor hinnehmen, beim 3:1 im ersten EM-Spiel gegen die Türkei. Seine Körpersprache und die Art, wie er seine Vorderleute anweist, erinnert stark an Oliver Kahn.

Bienvenue Basala-Mazana, 1. FC Köln, rechter Verteidiger (15/1): Schnell, marschiert oft nach vorne mit. Vielseitig, ist auf fast allen Defensivpositionen einsetzbar. Schoss im Halbfinale gegen Italien mit seinem ersten Länderspieltor das entscheidende 2:0.

Shkodran Mustafi, Hamburger SV, Innenverteidiger (13/3): Körperlich robust, kopfballstark, erzielte nach einer Ecke das Tor zum 3:1-Endstand gegen die Türkei. Kam aus Bebra zum HSV, wechselt nun zum FC Everton. Dort erhielt er einen Vertrag bis 2012.

Robert Labus, Hamburger SV, Innenverteidiger (9/1): Ebenso kopfballstark wie sein Nebenmann, köpfte nach einer Ecke das 1:0 gegen England im zweiten Turnierspiel (Endstand: 4:0). Wechselte vom Ortsrivalen FC St. Pauli zum HSV, weil er sich dort eine bessere Entwicklung verspricht.

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Marvin Plattenhardt, 1. FC Nürnberg, linker Verteidiger (14/-): Kann links alle Positionen spielen, schaltet sich oft mit nach vorne ein (bisher eine Torvorbereitung bei dieser EM). Außerhalb des Platzes ruhig, zurückhaltend.

Matthias Zimmermann, Karlsruher SC, zentrales defensives Mittelfeld (14/-): Aggressiv, diszipliniert, gutes taktisches Verhalten und variabel einsetzbar - er hat alles, was ein herausragender "Sechser" braucht.

Reinhold Yabo, 1. FC Köln, Mittelfeld (15/1): Der Kapitän, der absolute Führungsspieler. "Mein Wort hat Gewicht", sagt der Neffe von Anthony Baffoe, den alle nur "Ray" nennen, voller Selbstbewusstsein. Kam von Teutonia Niedermerz (bei Düren) 2001 nach Köln, wo er einen Jugendfördervertrag über fünf Jahre in der Tasche hat - die beiden letzten Jahre als Lizenzspieler. Laufstark, dynamisch, aber kein Zerstörer ("Ich will enge Situationen immer spielerisch lösen"). Schoss im Halbfinale gegen Italien mit seinem ersten Länderspieltor das erlösende 1:0.

Christopher Buchtmann, FC Liverpool, Mittelfeld (7/1): Mit einem Tor und vier Vorlagen ein heißer Kandidat für den "Golden Player", die Ernennung zum besten Spieler des Turniers. Hat einen tollen linken Fuß, schießt super Standards und ist an fast allen torgefährlichen Situationen beteiligt. Ging 2005 von Hannover 96 nach Dortmund, als im Januar 2008 der Wechsel nach Liverpool für den Sommer beschlossen wurde, schickte der BVB ihn weg ("Wir bilden keinen für andere Vereine aus"). Ging dann für ein halbes Jahr in seine Heimatstadt Hameln und wurde als 15-Jähriger mit der A-Jugend des SC Blau-Weiß Schwalbe Tündern Vize-Meister der Niedersachsenliga. Wird in der Liverpooler "Youth Academy" zum "left winger" ausgebildet. Lebt bei einer Gastfamilie in der Nachbarstadt Chester.

Kevin Scheidhauer, VfL Wolfsburg, Angriff (7/3): Ein großgewachsener, wuchtiger Stürmer, der sich trotz technischer Mängel auch im Eins-gegen-eins durchsetzt. Der gebürtige Leipziger schoss das erste deutsche Tor dieser EM und traf auch gegen England.

Lennart Thy, Werder Bremen, Angriff (16/8): Der torgefährlichste deutsche Spieler, sicher im Abschluss. Den stets gut gelaunten Stürmer, der in Frechen (bei Köln) geboren wurde und im ostfriesischen Norden aufwuchs, entdeckte der SV Werder in der Niedersachsenauswahl.

Mario Götze, Borussia Dortmund, Angriff (8/2): Ein Riesentalent: torgefährlich, sehr trickreich, mit toller Technik und ganz viel Spielintelligenz ausgestattet, kann auch als "Zehner" spielen. Super sein Tor zum 4:0 gegen England und seine Vorarbeit zum 2:0 im Halbfinale gegen Italien. Spielte am 27. März in einem Testspiel in Nordhorn 81 Minuten lang in Dortmunds Profiteam mit - und schoss beim 3:1-Sieg sogar ein Tor.

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18.05.2009, 09:00
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