Vor vollen Rängen in der Kreissporthalle Lübbecke, in der sonst die Bundesliga-Handballer des TuS N-Lübbecke ihre Heimspiele austragen, gab es gleich zum Turnierstart am Samstag die erste Überraschung. Die Mühlenkreisauswahl, gebildet aus Spielern des Altkreises Lübbecke, bezwang gleich im ersten Spiel die Junioren des Hamburger SV mit 3:2. Nach einem weiteren Punktgewinn gegen den 1. FC Köln (3:3) behaupteten sich die krassen Außenseiter in der Vierergruppe A hinter Eintracht Frankfurt als Zweiter.
Der VfB Stuttgart legte zunächst einen mäßigen Start hin, war dann aber auf der Höhe, als es in den K.o.-Spielen zur Sache ging. Gegen die Mühlenkreisauswahl gab es im Achtelfinale einen knappen 2:1-Sieg. Im Viertelfinale fügten die Stuttgarter dann Frankfurt mit 3:2 die erste - und damit entscheidende - Niederlage zu.
Im Kampf ums Finalticket machte es der VfB dann deutlich: Trotz einer zwischenzeitlichen Zwei-Minuten-Strafe für Serkan Baloglu gab es gegen den Hamburger SV einen klaren 5:2-Sieg. Mit diesem Rückenwind ging Stuttgart dann in das Endspiel. Dort spielte der VfB dann ganz groß auf und gab dem 1. FC Nürnberg mit 6:1 das Nachsehen. Die Schwaben triumphierten damit zum dritten Mal nach 2003 und 2011 in Lübbecke.
Trotz der deutlichen Finalniederlage durfte Jonas Fries vom 1. FC Nürnberg sich am Ende als bester Scorer des Turniers feiern lassen. Er erzielte sechs Tore und bereitete dazu fünf weitere direkt vor. In der Torschützenliste war Fries am Ende gleichauf mit Prince Osei Owusu vom VfB Stuttgart. Als bester Torhüter des Turniers wurde Johannes Brückner vom VfL Osnabrück ausgezeichnet.
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