
In der Nordstaffel mussten die beiden Topteams Werder Bremen und der VfL Wolfsburg tatenlos zusehen, was die Konkurrenz macht. Das Spitzenspiel zwischen den zweitplatzierten Bremern und Spitzenreiter Wolfsburg fiel dem Wintereinbruch zum Opfer.
Unterdessen fuhr der ärgste Konkurrent der beiden Mannschaften einen Dreier ein und verkürzte den Abstand auf Werder auf zwei Zähler: Hansa Rostock, derzeit auf Rang drei, siegte beim Halleschen FC mit 4:2. Dabei ging Halle bereits nach acht Minuten durch einen Jokisch-Treffer in Führung, doch Köller (19.), Flath (21.) und Christiansen (33.) brachten Hansa bereits zur Pause einen komfortablen 3:1-Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel setzte Grube nach (62.), ehe Amari Schadensbegrenzung betrieb (71.). "Wir haben in Halle verdient gewonnen, auch wenn wir anfangs schwer in Spiel gefunden haben", zeigte sich Rostocks Trainer Roland Kroos zufrieden mit dem Ergebnis.
Noch wertvoller sind die drei Punkte angesichts der Ergebnisse der Verfolger: Der Tabellenvierte Osnabrück patzte beim 1:5 in Erfurt deutlich und auch die sechstplatzierten Kiezkicker von St. Pauli verloren bei Hertha BSC mit 0:2. Damit baute Hansa den Vorsprung auf die Lila-Weißen auf fünf Zähler aus, auf St. Pauli sind es sogar sieben Punkte.
Wind und Wetter konnten der West-Staffel nichts anhaben, hier wurden alle Partien planmäßig ausgetragen. Dabei musste der VfL Bochum im direkten Duell mit dem Spitzenreiter Schalke den Platz als erster Verfolger räumen. Die Bochumer verloren in Gelsenkirchen mit 1:4 und rutschten auf Rang vier ab. Harder (31., Handelfmeter) und Meyer (44.) brachten die Knappen in Front, ehe Tünte mit dem Anschlusstreffer nach der Pause noch einmal für Spannung sorgte (50.). Doch Sobottka (57.) und Ayhan (89.) ließen keine Zweifel mehr am zwölften Schalker Sieg aufkommen.
Während die Königsblauen auch weiterhin auf Rang eins liegen, hat sich Borussia Mönchengladbach zum ärgsten Verfolger gemausert. Die Fohlen gewannen ihr Duell bei Borussia Dortmund (8.) dank zweier Doppelpacks deutlich mit 4:0. Im ersten Durchgang netzte Leroy Mickels zweifach ein (14., 20.), nach der Pause markierte Jansen zwei Treffer in zwei Minuten (75., 76.). "Wir haben es nicht hinbekommen, unsere Dinge umzusetzen. Unserem Spiel fehlte durchgängig die erforderliche Kompaktheit ", analysierte Dortmunds Trainer Sascha Eickel die Fehler seiner Elf.
In der Südstaffel gab es gleich drei Spielabsagen, von denen die beiden Spitzenklubs VfB Stuttgart (1.) und Bayern München (2.) aber nicht betroffen waren. Dem Wintereinbruch fielen die Begegnungen zwischen dem 1. FC Nürnberg und Karlsruhe, Eintracht Frankfurt und Unterhaching sowie Freiburg und Mainz zum Opfer.
Der VfB und die Bayern ziehen unterdessen einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze. Die Stuttgarter gewannen ihre Partie gegen den FSV Frankfurt deutlich mit 5:0. Dabei konnten sich die Schwaben besonders bei Werner bedanken, der gleich drei Treffer zum Sieg beitrug (6., 45.+2, 64.). Außerdem trafen Yalcin (51.) und Lokemper (76.) für den VfB. Zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft zeigte sich Stuttgarts Trainer Ilija Aracic, der besonders die Zweikampfstärke und das Pressing lobte.
Der Bayern-Nachwuchs bleibt Stuttgart auf den Fersen und gewann sein Spiel gegen die Stuttgarter Kickers mit 2:0. Dabei hielt der Aufsteiger über 51 Minuten ein torloses Remis, doch dann schlug Friesenbichler per Foulelfmeter zu. In der Schlussphase markierte Dußler den Treffer zum 2:0-Endstand (82.). "Der Sieg war unter dem Strich, aufgrund des Ballbesitzes verdient, auch wenn es wirklich Bayern-Dusel war", gab Kickers-Coach Sven Hayer angesichts der spät eingeleiteten Niederlage zu Protokoll.
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