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15.05.2012, 08:43

Deutschland trifft im U-17-Finale auf die Niederlande

Noch ohne Gegentor: Itter sieht deutsche U 17 in der Favoritenrolle

Es ist mehr als nur die Revanche für die 2:5-Niederlage im letztjährigen Finale. Die Konstellation Deutschland gegen die Niederlande entwickelt sich zu einem Dauerduell auf höchstem europäischen Niveau. Zum dritten Mal in vier Jahren stehen sich am Mittwoch (LIVE! ab 18 Uhr bei kicker.de) die Junioren beider Länder im Finale der U-17-Europameisterschaft gegenüber.

Halbfinaljubel - gelingt der U 17 um Kapitän Leon Goretzka nun auch der große Wurf?
Halbfinaljubel - gelingt der U 17 um Kapitän Leon Goretzka nun auch der große Wurf?
© imagoZoomansicht

Aus Ljubljana berichtet Michael Pfeifer


Zwischenstand: 1:1. 2009 gewannen die deutschen Talente bei den Titelkämpfen im eigenen Land 2:1 nach Verlängerung. Mario Götze und Marc-André ter Stegen, zwei der damaligen Titelträger, stehen aktuell im erweiterten Aufgebot der A-Mannschaft vor der EURO in Polen und der Ukraine. Im vergangenen Jahr triumphierten die Niederländer. Die freilich bei der darauffolgenden Weltmeisterschaft in Mexiko sieglos ausschieden, während sich Deutschland immerhin als WM-Dritter verabschiedete.

In Ljubljana können die deutschen Talente also wieder in Führung gehen im kontinentalen Wettstreit mit den Niederländern. Und diesmal "gehen wir wohl als Favoriten ins Endspiel", glaubt Nürnbergs Pascal Itter, schließlich ist die deutsche U 17 seit 29 Spielen ungeschlagen (28 Siege), "und wir sind im Turnier noch ohne Gegentor". Außerdem besiegte die DFB-Auswahl das Oranjeteam vergangenen Herbst in einem Testspiel 2:0. "Es ist also machbar", sagt Niklas Süle, "wenn wir weiter so konzentriert spielen, können wir jeden schlagen." Zumal "die Niederländer sicher mehr mitspielen als zuletzt Polen", vermutet Kapitän Leon Goretzka, "dadurch ergeben sich auch für uns wieder mehr Räume".

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Nach einer Schrecksekunde im Halbfinale kann auch Marc Stendera im Endspiel dabeisein, der Frankfurter hatte sich bei einem Tackling kurzzeitig die linke Schulter ausgekugelt. "Das war im ersten Moment ein starker Schmerz, ich hätte schreien können", erinnert sich Stendera, "aber dann ist das Gelenk wieder reingesprungen, und ich konnte weiterspielen."

Hoher Besuch: Niersbach, Sammer und Sandrock kommen

Den Stellenwert dieses Endspiels und der Nachwuchsförderung generell unterstreicht derweil hoher Besuch: Für das Finale hat sich die DFB-Spitze mit Präsident Wolfgang Niersbach, Generalsekretär Helmut Sandrock und Sportdirektor Matthias Sammer in Ljubljana angesagt. Auch UEFA-Präsident Michel Platini wird vor Ort sein.

Am Tag nach dem Halbfinale war im deutschen Lager Regeneration angesagt, auch für den Kopf: Den Nachmittag nutzten die Talente zu einem Stadtbummel durch Ljubljana. Ab heute gilt die volle Konzentration der Vorbereitung aufs Finale. Mit einer Video-Analyse des niederländischen Spiels und einer gezielt darauf abgestimmten Trainingseinheit.

15.05.12
 
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