Den freien Nachmittag nach leichtem Regenerationstraining am Dienstagmorgen hatten sich die DFB-Junioren auch verdient, nachdem sie in den zehn Tagen zuvor zwischen Trainingsplatz, Behandlung, Schulraum, Fitnessstudio und Hotel gependelt waren. Die Freizeit konnte man auch als "Belohnung" für die konzentrierte Vorstellung gegen Island am Montagabend sehen. "Das war eine klare Steigerung zu unserem ersten Auftritt, endlich haben wir auch spielerisch überzeugt", freute sich Böger gegenüber "dfb.de". Steigerungsfähig war nur die Chancenverwertung: "Daran müssen wir noch arbeiten."
Zwei Spiele, zwei Siege - außer dem deutschen Team hat beim Turnier in Slowenien niemand mehr eine weiße Weste vorzuweisen. Das Halbfinalticket buchte außer der Böger-Elf, die bereits als Gruppensieger feststeht, auch noch keiner. "Die vorzeitige Qualifikation ist schön", meinte der DFB-Trainer, dennoch wolle man das abschließende Gruppenspiel gegen Frankreich am Donnerstag (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker online) angehen, "als würde es noch um etwas gehen".
Da wird Böger Aussagen wie die von Pascal Itter gerne vernehmen: "Es war unser Anspruch, mindestens das Halbfinale zu erreichen. Aber es ist auch unser Anspruch, jedes einzelne Spiel zu gewinnen", gab der Nürnberger zu Protokoll.
Etwas länger als erwartet musste am Montagabend im Übrigen Siegtorschütze Marc Stendera. Der Grund: Anlaufschwierigkeiten bei der Dopingprobe. Als er diese um 21.30 Uhr schließlich beendet hatte, waren seine Mannschaftskollegen schon lange im Hotel.
| Mannsch. I | Mannsch. II | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Niederlande U 17 | - | Polen | 0:0 (0:0) | |
Belgien | - | Slowenien | 3:1 (1:1) | |
Island | - | Georgien U 17 | 0:1 (0:0) | |
Deutschland U 17 | - | Frankreich U 17 | 3:0 (0:0) | |