
Angetrieben von U16-Nationalspieler Junior Ebot-Etchi stürmten die Berliner zum Titel. Erstes "Opfer" am Finaltag war der Nachwuchs des FC Bayern: Mit 5:2 setzte sich die Hertha gegen den Ersten der Vorrundengruppe 1 durch - drei Treffer gingen allein auf das Konto von Ebot-Etchi. Anschließend setzte sich das Team aus der Hauptstadt gegen Arminia Bielefeld durch (2:1), was in der Halle für Begeisterung sorgte: Die Bielefelder hatten nämlich zuvor die Lokalmatadoren der Mühlenkreisauswahl in einem teils hektischen Spiel aus dem Turnier geworfen, was den Arminen keine Sympathien einbrachte.
Nach einem klaren 4:1 über Borussia Dortmund im Halbfinale hatten die Berliner im Endspiel zunächst Probleme. Finalgegner Hannover 96 ging in Führung, doch Junior Ebot-Etchi sorgte mit einem Tor und einer Vorlage für die Wende. Am Ende hatte Hertha BSC mit 3:2 die Nase vorne und gewann den FreewayCup. Platz drei ging an den BVB aufgrund eines 3:2-Sieges über Werder Bremen im "kleinen Finale".
Neben Ebot-Etchi, der als bester Scorer (sieben Tore, zwei Vorlagen) und bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, nahm 96-Schlussmann Norman Quindt die dritte persönliche Auszeichnung - "bester Torwart" - mit auf die Heimreise. Und ein Rekord fiel auch noch: Borussia Dortmund schlug im Viertelfinale Mönchengladbach mit 9:2 - es war der höchste Sieg in der Turniergeschichte.
Bereits zum 13. Mal fand das Turnier in Lübbecke statt, zahlreiche heutige Profis mischten schon in der Kreissporthalle mit. Eine "All-Star-Auswahl" des FreewayCups könnte etwa so aussehen:
Tor: Neuer (Bayern München)
Abwehr: Beck (1899 Hoffenheim), Mertesacker (FC Arsenal), Hummels (Borussia Dortmund), Badstuber (Bayern München)
Mittelfeld: T. Müller (Bayern München), Reus (Borussia Mönchengladbach), Draxler (Schalke 04), K. P. Boateng (AC Mailand)
Angriff: Podolski (1. FC Köln), Hanke (Borussia Mönchengladbach)