Die Jagd ist eröffnet. Der FC Bayern pirscht sich immer näher an den SC Freiburg heran. Nach dem 2:0-Sieg gegen Frankfurt haben die Bayern nur noch einen Punkt Rückstand auf den ersten Platz. Friesenbichler schoss das 1:0 für den FCB (32.), der durch Schöpf (90.) erst spät den Sack zu machte. Die Münchner sind nunmehr seit fünf Spielen ungeschlagen und bleiben auf Rang zwei, während Frankfurt in dieser ausgeglichenen Staffel eher nach unten als nach oben schauen muss.
Der SC Freiburg muss auch nach unten schauen, jedoch nicht ganz so weit. Der SC bleibt zwar Spitzenreiter, doch mit dem 1:1 gegen Mainz wurden erneut wichtige Punkte liegen gelassen. Der FSV dominierte die ersten 45 Minuten klar, agierte mit Pressing und schnellem Umschaltspiel. Die Führung fiel kurz nach der Halbzeitpause. Röser traf per Foulelfmeter für die Rheinhessen (49.). Im Anschluss spielte Freiburg besser nach vorne und gestaltete die Partie ausgeglichener. Knab erzielte per Volleyschuss aus gut 20 Metern den Ausgleich (60.). Danach hatten beide Mannschaften Gelegenheiten, zum Sieg zu kommen, doch letztlich blieb es beim Remis. Der Mainzer Trainer Stefan Sartori lobte sein Team nach dem Abpfiff: "Wir waren heute aggressiv in den Zweikämpfen und haben dem SC Freiburg das Leben schwer gemacht. Aufgrund der zweiten Hälfte, denke ich, können beide Mannschaften insgesamt mit der Punkteteilung gut leben."
Eine Punkteteilung, mit der besonders die Auswärtsmannschaft nicht gut leben kann, gab es in Kaiserslautern. Die "Roten Teufel" erkämpften sich in der Schlussminute ein 1:1 gegen den TSV 1860. Die Löwen agierten von Beginn an spielbestimmend und hatten eine deutliche Feldüberlegenheit. Kaiserslautern setzte mit Kampf dagegen und hielt so die Münchner lange vom Torerfolg ab. Erst eine Viertelstunde vor Ende traf Lüders nach schöner Kombination zum 1:0 für 1860. Mit der letzten Aktion des Spiels gelang Lautern doch noch der Ausgleich. Dorow verlängerte einen Eckball per Kopf zum 1:1 ins Tor (90.) - direkt danach war Schluss. "Über 75 Minuten waren wir die dominante Mannschaft, haben das Spiel beherrscht", analysierte Jürgen Jung, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Löwen. Nach dem verdienten Führungstreffer "haben wir aber die Bälle zu schnell verloren, sind hektisch geworden und haben mit der letzten Aktion des Spiels das 1:1 kassiert." Somit haben die Münchner aus drei Spielen gegen die Mannschaften auf den Abstiegsplätzen lediglich zwei Punkte geholt. "Das reicht halt nicht, um ganz vorne mitzuspielen", sagte Jung.
Der Karlsruher SC ist durch ein 2:0 bei der SpVgg Unterhaching an den Löwen vorbei gezogen und steht jetzt auf dem dritten Platz. Ulusoy (42.) und Schuster (68.) schossen die Tore zum zweiten Sieg in Folge. "Unterhaching war der erwartet schwere Gegner. Vor allem in den ersten 20 Minuten war ihr Spiel von hoher Qualität. Die Mannschaft hat geduldig auf schwerem Boden agiert und gezeigt, dass sie sich weiterentwickelt hat", sagte KSC-Coach Argirios Giannikis nach der Partie. "Die nächsten beiden Heimspiele werden schwer, aber wir wollen oben bleiben und werden alles versuchen, diese Chance zu nutzen und beide Spiele zu gewinnen", blickte Giannikis nach vorne. Die Karlsruher Gegner in den nächsten Partien heißen Fürth und Kaiserslautern.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | SC Freiburg | 23:8 | 21 |
| 2 | ![]() | Bayern München | 20:10 | 20 |
| 3 | ![]() | Karlsruher SC | 22:14 | 18 |
| 4 | ![]() | 1860 München | 16:11 | 18 |
| 5 | ![]() | 1. FC Nürnberg | 18:17 | 16 |
| 6 | ![]() | VfB Stuttgart | 15:12 | 15 |
| 7 | ![]() | SpVgg Greuther Fürth | 13:13 | 15 |
| 8 | ![]() | 1. FSV Mainz 05 | 21:19 | 14 |
| 9 | ![]() | Eintracht Frankfurt | 12:18 | 14 |
| 10 | ![]() | Waldhof Mannheim | 15:12 | 13 |
| 11 | ![]() | 1899 Hoffenheim | 10:17 | 9 |
| 12 | ![]() | SpVgg Unterhaching | 7:17 | 9 |
| 13 | ![]() | 1. FC Kaiserslautern | 8:17 | 8 |
| 14 | ![]() | 1. FC Saarbrücken | 12:27 | 7 |