Die Siegesserie des SC Freiburg ist beendet. Beim VfB Stuttgart kamen die Breisgauer nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Von Beginn an dominierte der VfB das Spielgeschehen und erarbeitete sich zahlreiche Chancen, die allerdings nicht genutzt wurden. Freiburg fand in den ersten 45 Minuten keinen Zugang zum Spiel, so dass es torlos in die Halbzeit ging. In der zweiten Hälfte bot sich zunächst ein ähnliches Bild. Stuttgart spielte nach vorne, doch diesmal sprang auch ein Treffer bei den Bemühungen heraus. Nach einem Foul an Berko gab es einen Strafstoß für den VfB, den Yalcin sicher zum 1:0 verwandelte (53.). Eine Viertelstunde vor dem Ende zog Gümüs von rechts in den Strafraum und baute die Führung aus. Die Stuttgarter zogen sich daraufhin zurück, wollten den Vorsprung über die Zeit retten. Diese Passivität nutzte der Tabellenführer. Ginter erzielte per Foulelfmeter den Anschlusstreffer (80.) und die Breisgauer drückten in den Schlussminuten auf den Ausgleich. Der fiel dann auch - Yalcin fälschte eine Freiburger Flanke ins eigene Tor ab (86.). Für SC-Coach Lars Voßler war das Remis "letztendlich verdient." "Die Stuttgarter hatten mehr Chancen, wir hatten mehr vom Spiel. Deshalb geht das Ergebnis am Ende in Ordnung." Durch den Punktverlust ergab sich für die Verfolger die Möglichkeit, näher an die Freiburger heran zu rücken.
Es war vor allem die Chance für den FC Bayern, den Abstand nach oben zu verringern. Doch auch die Münchner konnten ihr Spiel nicht gewinnen - gegen Greuther Fürth gab es ein 1:1. Damit beträgt der Abstand zur Tabellenspitze weiterhin drei Punkte. Die Franken bestimmten zu Beginn die Partie bevor der FCB an Sicherheit gewann und durch Weihrauch in Führung ging (22.). Die Spielvereinigung agierte weiter offensiv und wurde kurz vor Ende belohnt. Haas traf zum 1:1-Ausgleich. Die Münchner verpassten den vierten Sieg in Folge und verpassten somit die Möglichkeit zu Freiburg aufzuschließen.
Mit gleichen Voraussetzungen, drei Zähler Rückstand auf Freiburg, war der TSV 1860 München in das kleine Stadtderby gegen Unterhaching gestartet. Und am Ende stand auch das gleiche Ergebnis. Die Löwen holten beim 1:1-Remis einen schmeichelhaften Punkt und verpassten es damit ebenso den Rückstand auf die Freiburger zu verkleinern. Unterhaching bestimmte über weite Strecken die Partie, hatte die besseren Chancen und agierte insgesamt besser als die Löwen. Kurz vor der Pause erzielte Fischer im Alleingang den verdienten Führungstreffer für die Spielvereinigung. Die Löwen taten sich lange Zeit sehr schwer, auch weil einige Leistungsträger verletzt fehlten. Ein abgefälschter Freistoß von Pledl führte schließlich zum Endergebnis (84.). Obwohl die Münchner damit seit sieben Spielen unbesiegt sind, war Jürgen Jung, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, nicht zufrieden. "Es war eine sehr schwache Vorstellung unseres Teams, sowohl in spielerischer als auch in kämpferischer Hinsicht. Wir sind weit unter unseren Möglichkeiten geblieben."

Der FSV Mainz 05 hat hingegen aus seinen Möglichkeiten das Optimum herausgeholt. Obwohl die Rheinhessen gegen Nürnberg schnell mit 0:2 zurück lagen, siegte die Elf von Stefan Sartori am Ende noch mit 3:2 und überholte den Club in der Tabelle. Großmann (17.) und Matarazzo (29.) hatten die Franken in Führung gebracht. Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich in der 36. Minute. Der Nürnberger Dittrich wurde nach einer Notbremse vom Platz gestellt, den fälligen Strafstoß verwandelte Röser zum Anschlusstreffer. Fahrenholz glich noch vor der Pause aus (38.). Im zweiten Durchgang hielt vor allem Torhüter Patrick Rakovsky, der in dieser Saison bereits zwei Profi-Spiele bestritt, die Gäste im Spiel. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff war allerdings auch der starke Schlussmann machtlos. Bohl traf nach einem schnellen Angriff der Mainzer zum 3:2. "Nach dem 0:2 Rückstand nochmals so zurückzukommen und sich so ins Spiel rein zu beißen, spricht für die gute Moral innerhalb der Mannschaft. Auch wenn spielerisch insbesondere in der ersten halben Stunde nicht viel zusammen lief und die Nürnberger sehr stark aufspielten, kann man schlussendlich von einem verdienten Sieg sprechen", lobte Sartori sein Team.
Ebenfalls gelobt wurde der Nachwuchs des KSC nach dem glatten 5:0-Erfolg über Schlusslicht Saarbrücken. "Phasenweise haben wir heute vieles umgesetzt von dem, was wir uns vorgenommen hatten. Vor lauter Spielfreude darf man dennoch die Zielstrebigkeit nicht vermissen lassen. Jetzt gilt es in Unterhaching in vierzehn Tagen nachzulegen, um uns im oberen Tabellendrittel zu etablieren", sagte Trainer Giannikis nach dem Spiel. Für die Karlsruher war zur Pause eigentlich schon alles klar. Schick (14.), Schultz (21.) und Carl (45.) sorgten für den 3:0-Pausenstand. Nach dem Wechsel erhöhten Ulusoy (54) und Calhanoglu (64.) für den KSC, der mit diesem Erfolg auf Rang vier in der Tabelle vorrückte.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | SC Freiburg | 22:7 | 20 |
| 2 | ![]() | Bayern München | 18:10 | 17 |
| 3 | ![]() | 1860 München | 15:10 | 17 |
| 4 | ![]() | Karlsruher SC | 20:14 | 15 |
| 5 | ![]() | SpVgg Greuther Fürth | 11:11 | 14 |
| 6 | ![]() | Eintracht Frankfurt | 12:16 | 14 |
| 7 | ![]() | Waldhof Mannheim | 15:10 | 13 |
| 8 | ![]() | 1. FSV Mainz 05 | 20:18 | 13 |
| 9 | ![]() | 1. FC Nürnberg | 16:17 | 13 |
| 10 | ![]() | VfB Stuttgart | 14:12 | 12 |
| 11 | ![]() | 1899 Hoffenheim | 10:16 | 9 |
| 12 | ![]() | SpVgg Unterhaching | 7:15 | 9 |
| 13 | ![]() | 1. FC Kaiserslautern | 7:16 | 7 |
| 14 | ![]() | 1. FC Saarbrücken | 10:25 | 6 |