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31.10.2011, 14:54

A-Junioren: Hauptstadtduell geht an Hertha BSC

Auch in Bremen: HSV-Weste bleibt blütenweiß

Die A-Junioren des Hamburger SV beeindrucken weiter: Im prestigeträchtigen Duell bei Werder Bremen feierte der HSV den achten Liga-Sieg im achten Spiel. Energie Cottbus rang Hansa Rostock nieder und erweitert das Verfolgerfeld, das nach der Niederlage der zweitplatzierten Wolfsburger in Erfurt nun aber schon sieben Zähler Rückstand aufweist.

Manuel Farrona-Pulido (U 19 Hamburger SV)
Mit zwei Treffern Matchwinner gegen Werder Bremen: Manuel Farrona-Pulido, mit dem HSV weiter ohne Punktverlust.
© Getty ImagesZoomansicht

Tretschok-Elf feiert Derby-Sieg

Eröffnet wurde der Spieltag am Samstag mit dem Hauptstadtderby: Union Berlin empfing den großen Nachbarn Hertha BSC. Auf der Landkarte trennen die beiden Klubs knapp 30 Kilometer, in der Tabelle setzten sich die Herthaner durch einen Erfolg im Derby ab: Mit 2:0 hatte die Mannschaft von Trainer René Tretschok die Nase vorne und kletterte damit vorübergehend auf Rang fünf. Den dritten Hertha-Sieg in Serie leitete Brinsa mit dem frühen Führungstreffer ein (10.). Im zweiten Durchgang legte Borowski nach (57.), so dass in der Schlussphase keine Spannung mehr aufkam.

HSV schwimmt weiter auf der Erfolgswelle

So langsam wird es unheimlich: Auch nach dem achten Spieltag musste der Hamburger SV noch keinen Punktverlust hinnehmen. Neuestes Opfer der "Rothosen": der große Nordrivale Werder Bremen. Nicht nur die räumliche Nähe beider Vereine sorgte für Brisanz in diesem Spiel, das letzte Aufeinandertreffen lag erst wenige Wochen zurück. Im Achtelfinale des Junioren-Pokals musste sich Werder in Hamburg in der Verlängerung geschlagen geben (1:2). In der Liga sollte es nun auf heimischem Platz die Revanche geben, doch die misslang! Mit 3:1 behielten die Hamburger erneut die Oberhand, feierten einen verdienten Auswärtssieg. Die Weichen stellte Bergmann mit einem absoluten Traumtor: In der 27. Minute traf der Mittelfeldspieler spektakulär mit einem Fallrückzieher. Die Führung spielte den HSV-Junioren in die Karten, die mit Kontern zu Chancen und auch schnell zum 2:0 kamen: Drei Ballkontakte brauchten die Schützlinge von Trainer Otto Addo nach einem Ballgewinn am eigenen Sechzehner, dann war Farrona-Pulido in der 29. auf und davon und schob ein.

Die Bremer ließen sich nicht hängen und kamen im zweiten Durchgang durch Röcker nach schöner Vorarbeit von Busch zum 1:2-Anschlusstreffer. Doch die Hoffnung beim SVW währte nicht lange. Nach einem Ballgewinn von Sharifi ging es erneut ganz schnell. Über Bergmann kam der Ball zu Farrona-Pulido, der aus 13 Metern erneut sicher verwandelte und den 3:1-Sieg des HSV sicherstellte. Auch Werders Trainer Mirko Votava hatten die Elbestädter mit ihrer Vorstellung im Top-Duell überzeugt: "Wenn die zusammen bleiben, werden sich auch Meister werden. Das ist ganz klar."

Cottbus macht es spannend

Um den Anschluss an die Spitzengruppe kämpfte Energie Cottbus im Heimspiel gegen Hansa Rostock. Dabei schien es zunächst eine klare Sache für die Lausitzer zu werden, denn Lindner traf zweimal für die Cottbuser (22., 55.), die bis dahin defensiv sicher standen. Doch mit dem sicheren Erfolg vor Augen schlichen sich Nachlässigkeiten ein und Energie brachte die Gäste durch zwei elfmeterwürdige Fouls wieder ins Spiel. Uecker verwandelte innerhalb von nur drei Minuten zwei Strafstöße (62., 65.), plötzlich stand es 2:2. In der Schlussphase hatten beide Teams Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden. Das bessere Ende hatte Cottbus für sich: Philipp traf sieben Minuten vor dem Schlusspfiff zum 3:2-Sieg der Brandenburger, die damit auf Platz vier vorrücken und nur noch zwei Punkte hinter Hansa liegen.

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Erfurt mit Glück zum Sieg

"Wir sind im Training etwas deutlicher geworden und haben der Mannschaft verdeutlicht, dass wir langsam mal Ergebnisse brauchen. Die Mannschaft weiß, worum es geht." Mit diesen Worten beschrieb Erfurts Trainer Christian Preußer die Woche vor dem Gastspiel des hoch favorisierten VfL Wolfsburg in Thüringen. Und die klaren Worte zeigten Wirkung, auch wenn Preußer nach dem überraschenden 2:1-Sieg über die Wölfe zugeben musste: "Heute hatten wir endlich das nötige Glück auf unserer Seite und einen überragenden Torwart."

Denn die Erfurter hätten anhand der Wolfsburger Chancenfülle leicht höher zurückliegen können als nur 0:1 durch einen Kopfball von Güleryüz (33.). Reihenweise bekam RWE-Schlussmann Zipf, der für den rotgesperrten Stammkeeper Klewin im Kasten stand, Chancen sich auszuzeichnen. Der 18-Jährige hielt sein Team bis in die Schlussphase im Spiel, ehe es nach einem Foul an Torjäger Nietfeld Elfmeter für Rot-Weiß gab. Göbel verwandelte sicher zum schmeichelhaften 1:1 (78.), doch es sollte aus Sicht der Thüringer noch besser kommen: Ein Schuss von Scheffel wurde von Hansen abgefälscht und landete im VfL-Kasten (81.). Die Führung brachten die Erfurter mit etwas Glück auch noch über die letzten Minuten, in denen Wolfsburgs Eilbrecht noch Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels sah. Neuling RWE hat damit sechs Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, während Vorjahres-Meister Wolfsburg nach der ersten Saisonniederlage den Anschluss an Spitzenreiter HSV verliert.

Tabellenrechner Bundesliga

31.10.11
 
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