Mit einer tollen Leistung hat Bayer Leverkusen noch den 0:2-Rückstand aus dem Halbfinal-Hinspiel wettgemacht und den Finaleinzug geschafft. Der West-Meister hatte schon früh gute Chancen durch Top-Torjäger Lasogga und Schwadorf, doch erst zwei Ecken sollten den Erfolg bringen: In der 29. Minute setzte Petsos das Leder nach einer zu kurzen Abwehr in die Maschen, eine Minute vor der Pause traf Schwadorf zum 2:0. Der VfB hatte dem großen Chancenplus Leverkusens nicht viel entgegenzusetzen. Nur bei einem Müller-Freistoß war Torwart Carpentier, der den Ball an die Latte lenkte.
Nach der Pause blieb Bayer 04 am Drücker und machte durch Steffen, der ein beherztes Solo überlegt anschloss, das 3:0 (66.). Damit war die Lewandowski-Elf schon auf Finalkurs. Alles klar machte Riedel in der 86. Minute, der bei einem Konter uneigennützig von Schwadorf bedient wurde und zum 4:0-Endstand traf.

Klare Sache also im Endeffekt für Bayer, dramatisch wurde es hingegen im zweiten Halbfinale. Nach der 0:1-Hinspiel-Niederlage in Rostock war Mainz 05 im Heimspiel gefordert. Und die FSV-Junioren suchten entsprechend den Vorwärtsgang. Ein ums andere Mal wurde es durch Sliskovic, den besten Torschützen der Rheinhessen, gefährlich, ohne dass etwas Zählbares heraus kam. Da auf der Gegenseite auch Weilandt aus 14 Metern knapp verzog, ging es torlos in die Pause.
Das sollte sich jedoch schnell ändern, als Gopko in der 55. Minute von links in den Strafraum zog und überlegt einschob. Als Grimaldi eine Bell-Flanke zum 2:0 ins Tor lenkte, schien Mainz klar im Vorteil. Beste Chancen wurden in Serie vergeben: Sliskovic scheiterte an Torwart Müller, Gopko zielte freistehend daneben, und erneut Sliskovic traf aus wenigen Metern nur den Pfosten. Diese Ungenauigkeiten sollten sich rächen, denn Hansa gab sich nicht geschlagen.
Zolinski, der mit einem Flachschuss vom Strafraumrand zum 1:2-Anschluss traf (85.), leitet eine heiße Endphase ein, die er aber nicht mehr auf dem Platz erlebte: Kurz nach seinem Tor musste er mit Gelb-Rot vom Platz. Doch auch in Unterzahl drängte Rostock auf den Ausgleich. Albrecht scheiterte noch an Towart Vogl, doch im Nachschuss jagt Fikic das Leder mit einer tollen Direktabnahme aus 25 Metern knallhart in die Maschen!
Mit dem 2:2 zieht Hansa Rostock ins Finale ein, in dem die Ostseestädter am Sonntag, den 27. Juni, in Leverkusen auf Bayer 04 treffen.