Rund 850 Zuschauer hatten sich im Dietmar-Hopp-Stadion eingefunden, um den Halbfinal-Kampf zwischen Hoffenheim und Cottbus zu sehen. Und das Publikum wurde nicht enttäuscht: Bereits in der 13. Minute übernahm die Heimelf das Kommando und hatte durch Terrazzino die erste Chance der Partie. Doch der 18-Jährige schoss über das Tor, und auch Claudio Bellanave war mit seinem Schuss aus spitzem Winkel gegen Energie-Keeper Latendresse-Levesqu nicht erfolgreich. Nach weiteren Hoffenheimer Tormöglichkeiten war es eine Minute vor dem Pausenpfiff Terrazzino, der nach Vorlage von Lensch den Ball im Netz versenkte.
Auch im zweiten Durchgang blieb 1899 spielbestimmend und erhöhte durch einen Freistoß von Groß auf 2:0 (61.). Da die TSG in der Folge allerdings verpasste, durch einen weiteren Treffer für die Entscheidung zu sorgen, machte es Energie mit dem Anschlusstreffe noch einmal spannendr: Bubalovic schoss den Ball zum 2:1 ins linke Eck und startete ein Aufbäumen der Cottbusser. Erst in der Schlussminute gelang es erneut Groß, für klare Verhältnisse zu sorgen. Nach guter Vorbereitung durch Lensch brauchte der 18-Jährige, der auch schon fünf Partien für die Profis absolviert hat, nur noch zum 3:1 ins leere Tor einschieben. "Das haben sich meine Jungs verdient", freute sich Streichsbier nach dem Spiel auf das Finale am 15. Mai.

Einen deutlichen Sieg hat Hertha BSC Berlin gegen den VfL Bochum eingefahren: Zwar gehörte die erste Chance des Spiels Haufe auf Seiten der Bochumer, doch der erste Treffer war den Berlinern vorbehalten. In der 33. Minute markierte Djuricin per Heber das 1:0. Fünf Minuten später traf Scheffler nach Zuspiel von Brecht freistehend zum 2:0-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Bochum mehr Offensivdrang, ließ den Berlinern damit aber auch mehr Raum für ihr Kombinationsspiel. Das nutzte Djuricin: Bereits in der 51. Minute baute der österreichische U19-Nationalspieler die Führung der Hauptstadtkicker auf 3:0 aus. In der 68. Minute traf Scheffler zum 4:0 und sorgte damit endgültig für den Zusammenbruch des Gästespiels. Die entstehenden Räume wusste besonders Djuricin zu nutzen: Nach einem weiten Abschlag von Subke erzielte der 17-Jährige das 5:0 (77.) und setzte wenig später mit einem Heber über Bochums Keeper Görres mit dem sechsten Hertha-Tor den Schlusspunkt.
"Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat hier sehr diszipliniert gespielt, in der Abwehr gut gestanden und vorne die Tore gemacht. Wenn man sich anschaut, dass hier fast komplett noch der jüngere Jahrgang spielt, kann man mehr als zufrieden sein. Hier wächst etwas zusammen", freute sich Hertha-Coach René Tretschok über die Leistung seiner Elf. Sein Gegenüber und früherer Teamkollege Dariusz Wosz musste da mehr Kritik üben: "Wir hätten heute 90 weitere Minuten spielen können und doch kein Tor erzielt. Mich ärgert vor allem die Art und Weise, wie wir gespielt haben. Alles was wir in den letzten Wochen trainiert und auch in der Meisterschaft umgesetzt haben, hat heute leider nicht funktioniert!"
Das Endspiel zwischen Hertha BSC Berlin und der TSG Hoffenheim findet im Rahmen des Pokalfinals am 15. Mai in Berlin statt. Um 15.30 Uhr wird die Partie zwischen den beiden Juniorenteams angepfiffen, um 20 Uhr treffen dann die Profis von Werder Bremen und Bayern München aufeinander.