Hansa Rostock steht nach einem deutlichen 4:0-Erfolg gegen Union Berlin weiterhin an der Spitze der Staffel Nord. Bereits nach sechs Minuten brachte Starke sein Team in Führung. Volkan Cedirdek erhöhte noch vor der Pause nach einem schönen Solo auf 2:0 (36.). Im zweiten Durchgang bewiesen Albrecht und der eingewechselte Klak ihr gutes Zusammenspiel: Zunächst leistete Klak die Vorarbeit und Albrecht verwandelte (69.), beim 4:0 fünf Minuten später war die Rollenverteilung dann umgekehrt. "Ich denke, wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, wird es auch schwer, uns von da oben wegzuholen", wagte Hansa-Coach Michael Hartmann nach Abpfiff eine Prognose.
Auch Werder Bremen gab sich im Derby gegen den Hamburger SV keine Blöße. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Kelbel allerdings zunächst den HSV in Führung (49.). Aktas (59.), Prießner (66.) und Fazlic per Foulelfmeter (73.) brachten letztlich den 3:1-Erfolg der Bremer. "Den Gegentreffer haben wir ganz gut verdaut. Das haben die Jungs heute sehr gut gemacht. Ich bin hoch zufrieden", war Werders Trainer Mirko Votava nach Abpfiff froh über den Sieg.
Im Tabellenkeller konnte sich Carl Zeiss Jena mit einem 4:0-Erfolg im thüringischen Derby gegen Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt über einen wichtigen Dreier freuen. Allerdings benötigten die Jenaer vor heimischem Publikum die Mithilfe der Gäste, um auf die Gewinnerstraße einzubiegen: Nach 29 Minuten verwandelte Lee einen Foulelfmeter zum 1:0. Nach der Pause erzielten Luge (46.), Kolb (61.) und Grob (88.) die Treffer zum deutlichen Sieg. Da TeBe Berlin gleichzeitig 0:1 in Hannover verlor, konnte Jena den Abstand zum rettenden Ufer auf zwei Zähler verkürzen.
Im Westen ist die Tabellenspitze am Wochenende enger zusammengerückt: Spitzenreiter Bayer Leverkusen kam gegen die SG Wattenscheid 09 nicht über ein torloses Remis hinaus. Neben den Punkten verlor Bayer auch zwei Spieler für das kommende Spiel bei Fortuna Düsseldorf: Lasogga sah gegen Wattenscheid die fünfte Gelbe Karte und Kreyer wurde in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. "Nach der schwachen Anfangsphase hat die Mannschaft mit mehr Mut und Druck zwar alles versucht, aber das Ergebnis ist letztlich nicht unverdient", musste Bayer-Coach Sascha Lewandowski nach Abpfiff eingestehen.
Borussia Dortmund konnte sich somit durch einen 2:1-Erfolg gegen Viktoria Köln auf drei Punkte an Bayer heranschleichen. Dabei taten sich die Schwarz-Gelben aber ziemlich schwer: Nach einer halben Stunde musste das Team von Trainer Peter Hyballa zunächst den Führungstreffer des Tabellenschlusslichts hinnehmen. Cengiz traf für die Kölner. Unzola sorgte dann vier Minuten vor dem Pausenpfiff für den Dortmunder Ausgleich. Im zweiten Durchgang zeigte Goalgetter Stiepermann, dass auf ihn Verlass ist, und schoss den BVB mit seinem 13. Saisontreffer zum knappen 2:1-Sieg (78.).
Der 1. FC Köln hat mit einem Sieg ebenfalls weiter zum Spitzenreiter aufgeschlossen. Der Abstand der Kölner zum ersten Rang beträgt allerdings noch fünf Zähler. Zunächst hatte beim Derby in Gladbach alles nach einem "Fohlen"-Sieg ausgesehen: Heise brachte die Hausherren nach 36 Minuten in Führung. Doch Kuczka erzielte kurz vor dem Schlusspfiff den Ausgleich und Radojewski markierte zehn Minuten vor Schluss den 2:1-Siegtreffer der Kölner. "Unsere schwache Chancenverwertung zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Es zeugt auch von Qualität, wenn man seine wenigen Chancen nutzt ", so der bitter enttäuschte Borussen-Coach Sven Demandt über die Kaltschnäuzigkeit der Kölner.
In der Südstaffel hat der Tabellenzweite Mainz 05 im Topspiel gegen den Spitzenreiter VfB Suttgart einen 3:0-Sieg eingefahren. Bereits in der 5. Minute brachte Sauter die Mainzer mit seinem dritten Saisontreffer auf die Gewinnerstraße. Schneider erhöhte noch vor der Halbzeit auf 2:0 (37.) und Sliskovic machte im zweiten Durchgang mit dem 3:0 dann alles klar. Zusätzlich musste der Stuttgarter Breier nach einer Roten Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung frühzeitig duschen gehen (79.). "Ein verdienter Sieg, bei dem wir spielbestimmend waren. Insgesamt war das eine tolle Leistung des Teams nach schwierigen Wochen", zeigte sich Stefan Sartori, der Coach der 05er, entsprechend zufrieden.
Der Karlsruher SC (3.) konnte in der Begegnung gegen Waldhof Mannheim einen Sieg einfahren und den Abstand auf die Mainzer bei vier Punkten halten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten läuteten Albrecht (32.) und Fixel (38.) innerhalb von sechs Minuten den Sieg ein. Ein Treffer von Avdic brachte vier Minuten vor Schluss den 3:0-Endstand. "Für die Waldhöfer sind Spiele gegen uns immer was besonderes, da geben die Mannheimer immer alles und unsere Jungs haben ja bekanntermaßen ein Motivationsproblem gegen Gegner vom Tabellenende", sah KSC-Coach Böhm die Leistung seiner Elf trotz Sieg kritisch.
Zum Frankenderby hatte Greuther Fürth am Sonntag den Nachbarn aus Nürnberg zu Gast. Und das Spiel zwischen den beiden Rivalen entwickelte richtig Derbycharakter: Azemi sorgte nach 23 Minuten für die Führung der Fürther, die Grundei allerdings bereits drei Minuten später ausglich. Im zweiten Durchgang wurde es dann hitzig: Zunächst sah Lechner nach einer Notbremse die Rote Karte (75.), dann gelang Klaus per Foulelfmeter der 2:1-Siegtreffer des Kleeblatts (86.). In der Schlussminute musste dann auch noch Grundei nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz. "Fürth hat gut gespielt, bei uns haben drei, vier nicht volle Form gehabt, das haben wir nicht kompensieren können", so Club-Trainer Lieberwirth zur Leistung seiner Elf.