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01.03.2010, 12:55

16. Spieltag: Führungswechsel im Westen

VfB führt Frankfurt vor

Bei den A-Junioren haben im Norden und Süden mit Hansa Rostock und dem VfB Stuttgart die Topteams ihre Position unterstrichen. Hansa siegte gegen Erfurt und Stuttgart beeindruckte beim deutlichen Erfolg in Frankfurt. Im Westen hingegen musste Dortmund den Spitzenplatz räumen. Hier übernahm Bayer Leverkusen mit einem Sieg über Arminia Bielefeld den ersten Rang.

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Union stoppt Werder

Im Norden hatte Werder Bremen (2.) am Sonntag um 11 Uhr die Chance, den am Nachmittag spielenden Tabellenführer Rostock mit einem Sieg ordentlich unter Druck zu setzen. Doch gegen den Tabellenneunten Union Berlin hagelte es für die Werder-Elf eine herbe 0:3-Niederlage: Nach starkem Beginn der "Eisernen" markierte Grüneberg in der 17. Minute den Führungstreffer für die Berliner. Malinowski (69.) und Skrzybski (84.) machten mit ihren Treffern die vierte Niederlage der Bremer amtlich. "Dieses Spiel haben wir verdient verloren. Jeder zweiter Ballkontakt war weg, manchmal habe ich gedacht, dass 22 Berliner auf dem Platz standen", so ein enttäuschter Mirko Votava nach dem Abpiff.

Zweieinhalb Stunden später durfte Tabellenführer Hansa gegen Rot-Weiß Erfurt ran. Und die Elf von Trainer Michael Hartmann nutzte die Steilvorlage der Bremer: Jensen brachte Rostock nach neun Minuten in Front, Klak (64.) und Haydar Cekirdek (67.) bauten die Führung auf 3:0 aus. Der Anschlusstreffer von Giebel vier Minuten vor Schluss kam zu spät. Durch den Bremer Patzer haben die Rostocker damit einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den zweiten Rang. Allerdings steht für Bremen noch ein Nachholspiel auf dem Programm.

Staffel Nord/Nordost

Torreich ging es in Kiel zu: Hier hatte Holstein (8.) den Hamburger SV (6.) zu Gast. Bertram erzielte nach 18 Minuten das 1:0 der Hamburger. Doch diese Führung sollte nicht lange Bestand haben. Kurtaj schoss nur sechs Minuten später den Ausgleich und Schröder, Makome und Melfsen brachten die Kieler noch vor der Pause mit 4:1 in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte erneut Makome auf 5:1, ehe Lewerenz per Foulelfmeter der zweite HSV-Treffer gelang. Gamradt setzte sechs Minuten vor Schluss mit dem 6:2 den Schlusspunkt unter die Partie.


Wosz-Elf ärgert BVB

Einen Führungswechsel hat es im Westen gegeben: Borussia Dortmund, vor dem Spieltag der Spitzenreiter der Liga, musste sich gegen die stark aufspielenden Bochumer (3.) mit einem 1:1 begnügen. Adeoye schoss die mit acht Ausfällen stark ersatzgeschwächten Bochumer kurz vor dem Pausenpfiff in Führung. Lange sah es so aus, als würde die Wosz-Elf nach drei sieglosen Partien wieder einen Dreier mit nach Hause nehmen. Doch in der 83. Minute erzielte Ginczek den Ausgleich für den BVB. Sechs Minuten später sorgte der Torschtütze dann für Negativschlagzeilen: Wegen einer Tätlichkeit sah er vom Unparteiischen die Rote Karte. Wosz zeigte sich trotz des Unentschiedens begeistert von der Leistung seiner Mannschaft: "Das war das beste Spiel, seitdem ich Trainer beim VfL bin."

Den Punktverlust der Borussia nutzte Bayer Leverkusen: Ein knapper 1:0-Erfolg der Bayer-Elf gegen Arminia Bielefeld reichte bei stürmischem Wetter für die Tabellenführung. Lasogga erzielte nach 35 Minuten mit seinem 15. Tor in elf Spielen den "goldenen Treffer" der Partie. "Unter den Bedingungen war fußballerisch nicht mehr möglich. Aber es ist auch eine Qualität, sich auf solche Umstände einstellen zu können und das hat die Mannschaft gut gemacht", sagte der zufriedene Leverkusen-Trainer Sascha Lewandowski nach Abpfiff. Leverkusen ist damit punktgleich mit dem BVB, hat aber bei nur sieben Gegentreffern das bessere Torverhältnis. Zusätzlich hat der Bayer-Nachwuchs noch drei Nachholspiele ausstehen. Die erste Nachholpartie gegen Preußen Münster (13.) wird am Mittwoch ausgetragen.

Staffel West

Die Münsteraner haben am Wochenende im Derby gegen Rot Weiss Ahlen wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt. Gegen den Tabellensiebten ermauerte die Elf von Trainer Martin Kastner, die nach einer Gelb-Roten Karte für Hecker ab der 35. Minute in Unterzahl spielte, einen 1:0-Erfolg. Nach einem Foul im Sechzehner an Maddente verwandelte Julian Westermann den fälligen Strafstoß zum einzigen Treffer der Partie (60.). "Schöner Fußball sieht sicherlich anders aus. Dennoch haben wir ein Spiel, in dem wir mehr als eine Halbzeit in Unterzahl waren, durch geschicktes Verteidigen und starken Defensiv- Einsatz für uns entscheiden können", zeigte sich Kastner mit der Leistung seiner Elf zufrieden.


Stuttgart spielt meisterlich

Panagiotis Vlachodimos (Stuttgart) behauptet den Ball
Nicht nur am Ball sondern auch im Abschluss stark: Doppeltorschütze Panagiotis Vlachodimos.
© imagoZoomansicht

Der Südspitzenreiter Stuttgart hat seine Überlegenheit eindrucksvoll untermauter. Leidtragender beim 5:2-Erfolg der Schwaben war das Team von Eintracht Frankfurt. Janzer, Holzhauser per Foulelfmeter, Vlachodimos mit einem Doppelplack und Karatas hatten bereits in den ersten 45 Minuten die fünf VfB-Treffer erzielt. Alvarez gelang kurz vor dem Pausenpfiff lediglich der Ehrentreffer. Im zweiten Durchgang schalteten die Stuttgarter einen Gang zurück, sodass Alvarez mit seinem zweiten Treffer für den 2:5-Endstand sorgte. "In dieser Form ist Stuttgart der Topfavorit und heißer Kandidat für den Meisterschaftstitel. Heute standen sie als Mannschaft sehr kompakt, waren sehr lauffreudig, aggressiv und haben die Zweikämpfe angenommen", zeigte sich Eintracht-Coach Slaven Skeledzic beeindruckt vom Stuttgarter Spiel.

Staffel Süd/Südwest

Während Stuttgart bei 13 Punkten Vorsprung auf Rang drei die Meisterschaftsrunde so gut wie sicher hat, konnte auch der Tabellenzweite Mainz 05 seinen Vorsprung auf sechs Zähler ausweiten. Gegen den SC Freiburg (4.) schossen Saller (9.) und Hoilett (10.) die Mainzer früh in Führung. Russ erzielte zwar nur fünf Minuten später den Freiburger Anschlusstreffer, doch Sauter, der in der kommenden Woche zum Leistungstest der U19-Nationalelf geladen ist, machte mit dem Mainzer 3:1 alles klar (54.).

Die 05er profitieren zusätzlich davon, dass sich die TSG Hoffenheim (3.) nicht gegen den Karlsruher SC (6.) durchsetzen konnte. Dank Albrecht (9.) und Avdic lag der KSC bereits nach 12 Minuten mit 2:0 vorne. Nach dem Anschlusstreffer von Ammann (26.) stellte Cambeis (34.) den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Und auch Bellanaves Treffer zum Hoffenheimer 2:3 brachte den Sieg der Karlsruher nicht mehr in Gefahr. Damit rückt der KSC auf Rang drei vor, während Hoffenheim auf den fünften Platz abrutscht.

01.03.10
 
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