1981 U-20-WM, im gleichen Jahr U-19-EM und 1992 U-17-EM waren die bisherige Ausbeute. Ohne die gesamte Nachwuchsarbeit des DFB und der Vereine an einem einzigen aktuellen Erfolg messen zu wollen, deuten die letzten Leistungen der verschiedenen Jugendauswahl-Teams doch darauf hin, dass die neu eingeschlagene Strategie erste Früchte trägt. Nicht erst seit Matthias Sammer als sportlicher Vordenker des DFB für mehr Effizienz in der professionellen Struktur eintritt, hat ein Umdenken stattgefunden.
Auch die vor Jahren überarbeiteten Statuten für Profi-Klubs erforderten bereits eine vielfach gesteigerte und damit wirkungsvollere Jugendförderung. Der Sieg am Samstag mag ein weiterer Ansporn für alle Beteiligten sein, in der Ausbildung von Technik und Taktik, in der Schulung von Physis und Psyche die Anstrengungen noch einmal zu forcieren. Erstaunlich, dass aus den früheren siegreichen U-Teams kein einziger den Weg als Stammspieler in die A-Nationalmannschaft gefunden hatte. Nur Falkenmayer, Ricken, Wohlfarth und Zorc wurden immerhin vereinzelt berufen. Die Sieger 2008 so zu fördern, dass sie wirklich mal zu einer Verstärkung für Jogi Löws Truppe werden, ist eine der wichtigsten Aufgaben für alle Beteiligten.
In diesen Wochen holen sich die Klubs den Feinschliff für den Saisonstart. Die Reihe von Tests mögen allen Trainern wichtige Erkenntnisse vermelden, denn sie wissen exakt um den Stand der Vorbereitung. Kritiker und Fans jedoch sollten nicht allzu sehr in Euphorie oder Verdruss verfallen, wenn sie die Ergebnisse und den Spielverlauf bewerten. Sieg oder Niederlage in dieser Phase ist nicht mit der rauen Wirklichkeit der Meisterschaft zu vergleichen. Dass die Bayern folglich nach zwei Spielen gegen zukünftige Bundesliga-Kontrahenten gerade mal ein dürftiges Unentschieden geschafft haben, sollte niemanden verwundern. Erst am 15. August gegen den HSV beginnen die Tage der Wahrheit.