Real: Juande Ramos wird Nachfolger
Schusters Ära ist zu Ende!
Ramos leitete sein erstes Training bereits um 17 Uhr. Sein Debüt steht am Mittwoch gegen Zenit St. Petersburg in der Champions League an. Nur zwei Stunden nach Schusters Entlassung stand er in den Startlöchern. "Diese Rekordzeit deutet darauf hin, dass die Weichen für den Trainerwechsel schon vor einiger Zeit gestellt worden waren", vermutete der staatliche Rundfunk RNE. Bei der Pressekonferenz wollte sich Mijatovic nicht zu den Gründen der Trennung äußern. "Wir haben den Vertrag mit Bernd Schuster im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Wir sind freundschaftlich und kollegial auseinandergegangen. Der Klub dankt Bernd Schuster für seine Arbeit", erklärte Mijatovic. Schuster war exakt 17 Monate lang Trainer der Königlichen, sein Vertrag lief noch bis Juni 2010.
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Eine Aussage Schusters am Montag, nach dem 3:4 gegen den FC Sevilla, soll wesentlich zu seiner Entlassung beigetragen haben. Schuster behauptete, angesprochen auf das Topduell beim FC Barcelona (Samstag, 22 Uhr), dass es "nicht möglich sei, in Barcelona zu gewinnen. Ich denke, es ist ihr Jahr. Wir werden versuchen, eine gute Show zu bieten, mehr können wir nicht tun", meinte der Europameister von 1980. Im spanischen Blätterwald ist davon die Rede, dass Schuster mit solchen Aussagen seine Entlassung provozieren wollte. Möglich sei aber auch, dass er als "Bauernopfer" für Präsident Calderon hinhalten musste. Gegen Sevilla hatten die Fans beim Pausenstand von 1:3 unüberhörbar den Rücktritt des Präsidenten gefordert.
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Schusters Nachfolger Juande Ramos ist beileibe kein Unbekannter in Spanien. Seine größten Erfolge feierte er als Trainer des FC Sevilla, mit den Andalusiern wurde er 2006 und 2007 UEFA-Cup-Sieger sowie 2007 Pokalsieger. Von dort aus wechselte der 54-Jährige dann zu den Tottenham Hotspurs, nach deren Fehlstart (zwei Punkte aus acht Spielen) er Ende Oktober entlassen wurde.
Bernd Schuster stand bereits seit Wochen unter Druck. Auf Spitzenreiter FC Barcelona beträgt der Rückstand inzwischen neun Punkte, Real liegt nur auf Rang fünf. In der vergangenen Saison feierten die Königlichen noch die Meisterschaft mit dem gebürtigen Augsburger, der am 9. Juli vergangenen Jahres offiziell als Nachfolger des Italieners Fabio Capello vorgestellt worden war. Als Spieler wurde der "blonde Engel" mit Real zweimal Meister. In Spanien war der 21-malige deutsche Nationalspieler bereits bei Deportivo Xerez (2001 bis 2003), UD Levante (2004 bis 2005) und dem FC Getafe (2005 bis 2007) tätig.
Das Unglück des Deutschen könnte für seinen Landsmann zum Glücksfall werden. Christoph Metzelder kam unter Schuster kaum zum Zuge und hofft nun auf seine Chance. "Für die Spieler, die nicht oft zum Einsatz gekommen sind, bedeutet die Verpflichtung eines neuen Trainers die Möglichkeit, neu zu beginnen", so der Innenverteidiger. "Für mich ist dies ein ziemlich wichtiger Moment. Ich hoffe, häufiger zum Einsatz zu kommen und meine Qualität beweisen zu können."
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