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15.11.2018, 16:21

Umstrittenes Abschiedsgeschenk für Scudamore

Fans entsetzt: Klubs zahlen Premier-League-Boss Millionen-Bonus

Unter Geschäftsführer Richard Scudamore wurden die Premier-League-Klubs reich - jetzt zahlen sie ihm zum Abschied einen Riesen-Bonus. Die Fans sind entsetzt.

Richard Scudamore (r.) im Mai mit Pep Guardiola
Gratulant: Richard Scudamore (r.) im Mai mit ManCity-Meistercoach Pep Guardiola.
© imagoZoomansicht

Als Richard Scudamore 1999 zur Premier League stieß, brachten deren TV-Rechte gerade rund 253 Millionen Euro pro Saison ein. Wenn er die Organisation im Dezember nach 19 Jahren verlässt, sind es rund 1,94 Milliarden Euro.

Nicht zuletzt deshalb hatte Chelsea-Vorstand Bruce Buck alle anderen 19 Premier-League-Klubs gebeten, zum Abschied je 250.000 Pfund (ca. 283.000 Euro) für den 59-Jährigen lockerzumachen, obwohl dieser in seinem Amt zuletzt angeblich ohnehin schon etwa 2,83 Millionen Euro pro Jahr verdiente.

Und weil Buck, wie am Donnerstag bekannt wurde, mit seinem Gesuch durchweg Erfolg hatte, spendieren ihm die Premier-League-Klubs nun "als Anerkennung für seine herausragende Arbeit" ein Abschiedsgeschenk über fünf Millionen Pfund (5,66 Mio. Euro), das ihm über drei Jahre ausgezahlt wird.

Bei den Fans herrscht Kopfschütteln. "Die Premier-League-Klubs haben gegenüber Fangruppierungen stets erklärt, dass sie ihre Etats im Voraus planen und deshalb keinerlei Extra-Geld aus ihrem extrem lukrativen TV-Deal herumliegen haben", teilte die Fan-Organisation "Football Supporters' Federation" mit.

Und plötzlich können die Klubs "einfach in die Sofaritze greifen"

Während die Anhänger mit "Spielverlegungen zugunsten der TV-Sender" leben müssten oder Probleme hätten, Auswärtsfahrten zu finanzieren, zeige sich nun, "dass die Klubs einfach in die Sofaritze greifen und von jetzt auf gleich 250.000 Pfund locker machen können", schreibt die FSF weiter. Sie lehne diesen "golden handshake" mit Nachdruck ab.

Scudamore, auf den Susanna Dinnage (51) vom Medienunternehmen "Discovery" folgen wird, hatte zuletzt gesagt, sein Amt habe "zu viel Spaß gemacht, um es einen Job zu nennen". Und besser bezahlt als die meisten anderen Jobs war es auch.

jpe

 
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