PSG-Trainer setzt Buffon auf die Bank

Tuchels unerfüllter Transferwunsch - Areola vorerst Nummer 1

Frankreich - News - 11.09. 10:45

Thomas Tuchel hat sich wohl für Alphonse Areola als Stammtorhüter entschieden und gleichzeitig den Pariser Transfer-Sommer durchaus kritisch bilanziert.

Zum ersten Mal Ersatz: Gianluigi Buffon. © imago

Der Start verlief gut, war aber so auch zu erwarten. Nach vier Spielen steht Serienmeister Paris Saint-Germain jetzt schon fast ohne Konkurrenz an der Tabellenspitze; Thomas Tuchel hat als neuer Cheftrainer bislang alle fünf Pflichtspiele inklusive eines Titels (Supercup; 4:0 gegen Monaco) gewonnen.

Dennoch äußerte sich der ehemalige BVB-Coach in einem Interview mit "RMC Sport" durchaus kritisch - bezogen auf den Transfersommer. Nicht "zu hundert Prozent zufrieden" sei er mit der Ausbeute, "um ehrlich zu sein". Einen defensiven Mittelfeldspieler hätte Tuchel gerne noch gehabt, doch "das offene Geheimnis" löste sich nicht auf.

Stattdessen bekam Tuchel Eric Maxim Choupo-Moting , Juan Bernat, Thilo Kehrer und Gianluigi Buffon. Die Juve-Ikone stand zum Auftakt dreimal zwischen den Pfosten, musste nach einem durchwachsenen Auftritt in Guingamp (3:1) allerdings zweimal in Folge auf der Bank Platz nehmen - und wird da erst mal bleiben.

"Ich habe mich entschieden", erklärte Tuchel. "Die Entscheidung ist nicht endgültig, aber ich habe Alphonse gesagt, dass er meiner Meinung nach in der Pole Position als Nummer eins steht." Buffon sei deswegen aber nicht der Ersatzmann, zumal "Gigi kein Spieler für die Bank ist", doch vorerst vertraut Tuchel eben dem Eigengewächs, das gegen Deutschland glänzte . "Er kommt aus dem Ausbildungszentrum. PSG ist alles für ihn. Und er will sich unbedingt bei PSG beweisen. Dies ist eine Situation, die respektiert und genutzt werden muss."

Buffons Rolle innerhalb der Mannschaft schadet das Reservistendasein aber keinesfalls, glaubt Tuchel zumindest. "Er hat großen Einfluss auf das Team. Derzeit ist er auf der Bank, weil Alphonse Spielpraxis braucht. Buffon könnte es sich auf der Bank gut gehen lassen, doch so ist er nicht. Er ist präsent, kommuniziert viel und hilft immer dem Team."

mkr

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