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03.09.2018, 13:22

Barcelona-Spieler nicht für Spaniens Nationalelf nominiert

Alba ausgebootet: "Weiß nicht, warum ich nicht dabei bin"

Nach der verpatzten WM hat Spanien den Umbruch eingeleitet. Prominentestes Opfer des neuen Trainers Luis Enrique ist Barcelonas Linksverteidiger Jordi Alba. Eine Maßnahme, die kaum einer nachvollziehen kann. Und die ihm offenbar auch nicht erläutert wurde.

Jordi Alba
"Ich muss niemanden anrufen": Jordi Alba wird das Gespräch mit Luis Enrique nicht suchen.
© imagoZoomansicht

Vier WM-Spiele absolvierte Spanien, viermal stand Alba über die volle Spielzeit auf dem Platz (kicker-Durchschnittsnote 3,5). Im Aufgebot für die beiden Spiele in der Nations League gegen England (Samstag, 8. September) und Vize-Weltmeister Kroatien (Dienstag, 11. September) fehlt er nun komplett. Auch die WM-Teilnehmer Koke (Atletico) und Lucas Vazquez (Real Madrid) sind nicht dabei, genauso wie zunächst Iago Aspas (Celta Vigo). Der Angreifer, der beim 2:0 gegen Atletico Madrid ein Tor erzielte, wurde inzwischen für Diego Costa (fehlt aus familiären Gründen) allerdings nachnominiert.

Alba gab die Antwort auf seine Ausbootung ebenfalls auf dem Platz. Beim 8:2-Kantersieg Barcelonas gegen Huesca bereite er zwei Treffer vor und netzte selbst zum 7:2 ein. Auch in den ersten beiden Spielen wusste Alba zu überzeugen, von Formschwäche keine Spur. Und mit 29 Jahren gehört der 66-malige Nationalspieler auch noch lange nicht zum alten Eisen. "Ich weiß nicht wirklich, warum ich nicht dabei bin", sagte Alba am Sonntag. "Wenn ich schlecht spiele, erkenne ich das, und wenn ich gut spiele, dann auch. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als die Entscheidung zu respektieren." Diese habe er zwar nicht kommen sehen, ebenso habe er aber 2012 auch nicht erwartet, zur EM mitzufahren. "Ich wäre gerne beim Nationalteam dabei, aber das ist die Entscheidung des Trainers", so der Linksverteidiger.

Kein Kontakt zwischen Enrique und Alba

Und diese wurde ihm offenbar nicht persönlich mitgeteilt. Auf die Frage, ob er mit Enrique über die Nichtnominierung gesprochen habe, erklärte Alba: "Ich muss niemanden anrufen. Es ist eine Entscheidung, die er gefällt hat." Die Funkstille ist umso überraschender, da Enrique den FC Barcelona und Alba von 2014 bis 2017 trainiert hatte. Alba selbst habe aber mit niemandem auf professioneller Ebene ein Problem, wie er versicherte.

Über seine beiden Kontrahenten im Dress der Furja Roja verlor er kein böses Wort. "Diesmal sind Marcos Alonso und José Gaya im Aufgebot, und das sind zwei großartige Spieler." Die Nationalelf abgehakt hat er jedoch nicht: "Wenn ich meine Sache gut mache, habe ich die Chance, in den Kader zurückzukehren."


Spaniens Kader im Überblick

Tor: De Gea, Kepa, Pau Lopez
Abwehr: Carvajal, Azpilicueta, Albiol, Nacho, Ramos, Llorente, Inigo Martinez, Alonso, Gaya
Mittelfeld/Sturm: Busquets, Sergi Roberto, Rodri, Saul, Thiago, Ceballos, Isco, Asensio, Morata, Iago Aspas, Suso, Rodrigo

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