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13.11.2017, 13:02

Misstöne trotz des gelösten WM-Tickets - Trost für Seferovic

"Ein No-Go": Die Schweiz rätselt über das Pfeifkonzert

Die Schweiz hat ihre Nachprüfung in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft erfolgreich bestanden, wenngleich sich die Eidgenossen im Rückspiel am Sonntagabend gegen Nordirland (0:0) phasenweise quälen mussten. Das WM-Ticket ist sicher - und trotzdem endete die Qualifikation mit Misstönen: Das Publikum pfiff Stürmer Haris Seferovic bei dessen Auswechslung gnadenlos aus.

Seine Auswechslung löste ein Pfeifkonzert aus: Haris Seferovic.
© imagoZoomansicht

Starke neun Siege aus zehn Qualifikationsspielen - und doch musste die Schweiz wegen der 0:2-Niederlage in der entscheidenden Partie um den Gruppensieg in Portugal den Umweg Play-offs nehmen. Dieser gestaltete sich gegen Nordirland äußerst steinig, nach dem 1:0-Auswärtserfolg aus dem Hinspiel reichte ein 0:0 am Sonntagabend.

Dieses torlose Remis schmeckte dem Schweizer Publikum offensichtlich überhaupt nicht. Als Seferovic in der 86. Minute ausgewechselt wurde, setzte es für den ehemaligen Frankfurter ein gellendes Pfeifkonzert von den Rängen. Der Angreifer selbst fluchte leise und bedachte die Reaktion der Anhänger mit zynischem Beifall. Später verließ er kommentarlos das Stadion - mit Tränen in den Augen. "Wir wollten mit ihm feiern, aber wir mussten ihn trösten", erzählte Granit Xhaka.

Das Pfeifkonzert hallte bei den Schweizern natürlich nach. Es sorgte für jede Menge Unverständnis und Entsetzen, geschlossen stellten sich die Mannschaftskameraden hinter Seferovic. "Das ist eine Frechheit. Ich bin fassungslos", befand der kurz vor Schluss für Seferovic eingewechselte Schalker Breel Embolo. Auch Torhüter Yann Sommer schimpfte: "Die Pfiffe sind komplett unverständlich. Es ist ein absolutes No-Go, dass man einen eigenen Spieler auspfeift."

Effektivster Schweizer: Warum traf es trotzdem Seferovic?

Warum sich die Wut der Schweizer Fans in Basel ausgerechnet an Seferovic entlud, war vielen ein Rätsel. Zwar erwischte der Angreifer von Benfica Lissabon nicht seinen besten Tag, doch mit insgesamt vier Toren und drei Vorlagen war der Ex-Frankfurter in der WM-Qualifikation der Top-Scorer der Eidgenossen. "Es ist nicht einfach, nach einer solch guten Qualifikation mit Pfiffen vom Platz zu gehen. Das tut mir leid. Ich wünschte mir, dass einer wie er mehr Respekt erhält", betonte Kapitän Stephan Lichtsteiner.

Selbstverständlich beleuchteten auch die Medien den Fall: Die "Basler Zeitung" bezeichnete die Pfiffe als "peinlich", der "Tages-Anzeiger" nannte sie "befremdend" und urteilte: "Das Publikum hat nicht das Niveau der Mannschaft." Die "Neue Zürcher Zeitung" schrieb: "Das Ende mit Pfiffen warf fast noch mehr Fragen auf als die Leistung, Fragen nach der Akzeptanz der Mannschaft oder einzelner Mitglieder."

mam/dpa

 
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