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22.09.2017, 00:23

6. Spieltag: Spitzenspiel zwischen Atletico und Sevilla

"Alarmierend": Wie meistert Real die königliche Krise?

Am 6. Spieltag gibt es für Real Madrid keine Ausreden: Die ansonsten erfolgsverwöhnten Königlichen müssen inmitten einer handfesten Krise (erst zwei Siege) beim punkt- und torlosen Schlusslicht Deportivo Alaves definitiv gewinnen. Stadtrivale Atletico erwartet zuvor den starken FC Sevilla zum Spitzenspiel, am Abend feilt Lionel Messi schon an der zweistelligen Torausbeute. Der FC Barcelona muss dafür auch nicht weit reisen.

Atletico: Die Woche der guten Nachrichten

In Spanien spricht man dieser Tage vorzugsweise über den Triumphzug des FC Barcelona und die Krise von Real Madrid, weniger aber über Stadtrivale Atletico. Dabei liefern die Colchoneros eigentlich reichlich Gründe: Das brandneue Wanda Metropolitano erhielt den Zuschlag für das Champions-League-Finale 2019, dazu gelang bei der schon länger geplanten Rückholaktion von Diego Costa der Durchbruch. Auch sportlich überzeugte das Team von Diego Simeone zuletzt, bereits zum fünften Mal in Folge stürmte Atletico am Wochenende die andernorts gefürchtete Festung San Mames in Bilbao (2:0). Mit dieser Bilanz stellt der Hauptstadtklub alle Liga-Rivalen in den Schatten.

Angreifer Antoine Griezmann, der schleppend in die neue Spielzeit gekommen war, glänzte als doppelter Vorbereiter. Die Rojiblancos sind also gerüstet für das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten FC Sevilla, das am Samstag (13 Uhr) den 6. Spieltag einläutet. Die Andalusier mischen auch unter dem neuen Trainer Eduardo Berizzo ganz oben mit, stellen mit 13 von 15 möglichen Punkten aktuell sogar den ärgsten Verfolger von Spitzenreiter Barça. Trotzdem ist Atletico die erste echte Bewährungsprobe für den Coach, die bisherigen Gegner hießen Espanyol, Getafe, Girona, Eibar und Las Palmas.

Der Nimbus ist zerstört - und Real außer Form

Beide Teams zählen zu jenem Pool der 35 Mannschaften aus acht verschiedenen Ländern, die in den vergangenen 73 Spielen vergeblich auf ein torloses Real Madrid hofften. Dass die Rekord-Serie der Königlichen (gemeinsam mit dem FC Santos) beim 0:1 gegen Real Betis am Mittwoch ein Ende nahm, ist aktuell das geringste Problem bei den Blancos. Wenn der Rückstand auf Erzrivale Barça nach fünf Ligaspielen schon sieben Zähler beträgt und Real keines von drei Heimspielen gewann (das gab es letztmals im April 2011), darf den Königlichen eine handfeste Krise attestiert werden.

Platzt bei Cristiano Ronaldo und Real Madrid am 6. Spieltag der Knoten?
© imagoZoomansicht

"Es ist ein ärgerlicher, besorgniserregender und alarmierender Beginn, denn es ist seltsam, dass diese Heimspiele so ausgehen, wo die Gegner ansonsten doch mit anderen Ergebnissen vom Bernabeu abgereist sind", rätselte ein bedienter Ramos nach dem 0:1 gegen Betis. Die Gründe für die Flaute sind vielschichtig, die vereinsnahe "Marca" nannte unter anderem die Personal-Entscheidungen von Trainer Zinedine Zidane, die Verletztenmisere und die Abschlussschwäche. Ein Beweis: 65 Schüsse insgesamt und 23 auf das Tor gab Real in den drei Heimspielen gegen Valencia, Levante und Betis insgesamt ab. Mit der mageren Ausbeute von nur drei Treffern.

Brasiliens Stürmer-Legende Ronaldo, inzwischen Botschafter für die Königlichen, bot sich deshalb schon als Alternative an. "Wenn etwas passiert, werde ich mich in Form bringen", schlug der 40-Jährige scherzhaft vor. Passieren darf beim nächsten Auftritt Reals am Samstag (16 Uhr) bei Alaves definitiv nichts. Der Pokalfinalist der vergangenen Saison startete historisch schlecht, ohne Punkt und Tor stand in der langen LaLiga-Historie nach fünf absolvierten Partien noch nie eine Mannschaft da.

Messi kratzt an der Zweistelligkeit

Probleme, die den FC Barcelona gerade überhaupt nicht kümmern. Den Neymar-Abgang und die beiden Clasico-Niederlagen im Supercopa haben die Katalanen problemlos verkraftet, 17:2 Tore und die volle Ausbeute von 15 Punkten sprechen eine deutliche Sprache. Hauptverantwortlich dafür ist der übliche Verdächtige - Lionel Messi. In seiner neuen, alten Rolle als Mittelstürmer blüht der Argentinier auf, knipste in fünf Spielen schon stolze neunmal.

In bestechender Form: Lionel Messi.
© imago

Besonders die Kaltschnäuzigkeit des Argentiniers beeindruckt, von seinen letzten zwölf Schüssen auf das Tor landeten acht (!) im Netz. Ist der katalanische Nachbar FC Girona, der die Blaugrana am Samstagabend (20.45 Uhr) empfängt, das nächste Opfer? Am Dienstag schenkte Messi Eibar beim 6:1 satte vier Tore ein...

mam

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