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VGler
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24.06.17, 14:51

Nettospielzeit

Naja, ist zumindest mal ein interessanter Gedanke. Gibt es in anderen Mannschaftssportarten ja auch. Wäre in einem nicht so wichtigen Turnier o.ä. (U-irgendwas-Meisterschaft oder ConfedCup !?!?) mal auszuprobieren. Die Frage wird halt auch sein, wie lange dauert dann ein Spiel Brutto? Das können dann ja ganz schöne Unterschiede sein. Eine weitere Frage wird sein, wie wird sowas in tieferen Klassen als die Profiligen zu realisieren sein.
Koggensmutje
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21.06.17, 08:58

@ whynot1963

Die parteiischen SRA (Vereinsvertreter, Eltern) im Amateurbereich sollen nur anzeigen, ob der Ball im Aus war. Für Abseits sind sie nicht zuständig, das machen unparteiische SRA (echte SR vom Verband). Egal, welche Art SRA an der Seitenlinie ist: Als "Haupt"-SR auf dem Platz muss ich mich nicht nach ihnen richten. Letztendlich liegt jede Entscheidung bei mir, und das gleiche würde für die Uhr gelten.
Ist aber vlt. tw. landesverbandspezifisch.

Und ja, wenn jeder Einwurf eine gestoppte Uhr zur Folge haben soll, und es mir obliegt, dass auch noch zu überwachen, fände ich das unnötig belastend. Ist ja nicht so, dass man auch in diesen kleinen Spielunterbrechungen nichts zu tun hätte (z.B. auf verdeckte Nicklichkeiten von Spielern und/oder auf eigenes Positionsspiel achten).
Und man stelle sich vor, was los ist, wenn der SR, der bei einem brutalem Foulspiel samt Platzverweis "in der Eile" (schnelle und klare Reaktion des SRs senkt die Chance auf Rudelbildung) nicht gut genug auf die Stopuhr drückt dann 20 Minuten später feststellt: "Verdammt, Uhr lief ja die ganze Zeit unsynchron, ich habe die Uhr angehalten als das Spiel lief und die Uhr lief, wenn's Unterbrechungen gab".

Sinnvolle Vereinfachungen gerne (1-Mann-Anstoss fand ich z.B. sehr gut. Was wurde damals bei einem Marcelinho-50-m-Tor diskutiert, ob das regelkonform war).
whynot1963
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20.06.17, 13:37

man sollte nicht alles so schwarz sehen

Ich hab mir nochmal die Beiträge hier durch den Kopf gehen lassen. Viele enthalten berechtigte Kritik. Trotzdem möchte ich auf ein paar Aspekte nochmal eingehen.

Zum einen wird gesagt, dass die Nettospielzeit in der Amatuerklasse nur schwer durchzusetzen wäre. Ist das allerdings nicht das gleiche wie die Abseitsregel ? Im Jugendbereich sind doch oftmals Eltern die Linienrichter, die bei der eigenen Mannschaft natürlich mal ein Auge zudrücken, wenn der eigene Mann (das eigene Kind) schon im Abseits steht. Trotzdem funktioniert das und wir sehen durchaus gute und faire Jugendspiele. Ich denke nicht, dass es in den Amateurklassen ein Problem wäre, einen "4. Schiedsrichter" zu finden, der für die Zeitnahme zuständig wäre. Wie machen das denn andere Sportarten wie Eishockey und Basketball ? Da scheint es ja zu funktionieren...

Die Werbeunterbrechungen bei einer Nettospielzeit werden wahrscheinlich ansteigen. Allerdings finde ich es extrem nervend, wenn ein Spieler der führenden Mannschaft sich kurz vor Schluß gefühlte Minuten auf dem Boden herumwälzt, weil der Gegenspieler in (angeblich ?!) berührt hat. Und wenn man die Reporter hört, dann ist das ein "cleverer Spieler, der so Zeit von der Uhr nimmt". Nunja, ob man das wirklich sehen will ?!...

Die Idee, ein Tor zu geben, wenn ein Spieler auf der Linie mit der Hand klärt, finde ich gar nicht so verkehrt. Ich halte die Schiedsrichter für vernünftig genug zu erkennen, ob ein Spieler auf der Linie oder am Elfmeterpunkt stand. Und ob noch jemand hinter ihm war oder nicht. Wenn ein Spieler auf der 5-Meter-Linie steht, der Torwart bereits ausgespielt ist, und er den Schuß des Gegners mit den Händen abblockt, dann ist für mich nachvollziehbar, dass dieser Spieler als auf der Linie stehend angesehen wird. Warum der regel also nicht eine Chance geben ?
whynot1963
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20.06.17, 13:36

man nähert sich an...

Ich finde einen Teil der Regeln gar nicht schlecht. Dass man auf Nettospielzeit umstellt, haben ja schon andere Sportarten vorgemacht. Und da klappt es ja ganz gut. Immerhin wird so Zeitschinden nicht mehr belohnt, zumindest nicht so extrem wie derzeit.

Auch dass man den Strafstoß jetzt direkt verwandeln muss, wie bei einem Elfmeterschießen, finde ich gut. Dann hört endlich die unsägliche Diskussion auf, ob ein Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen ist.

Einzig die Einwurfregel hätte ich noch gerne reformiert. ich finde es paradox, dass man ständig über Handspiele diskutiert, dann aber den Einwurf per Hand ausführen lässt. Was spricht dagegen, ihn wie einen Eckball per Fuß ausführen zu lassen ? So werden Einwürfe in Strafraumnähe doch gleich viel gefährlicher.

Mir ist klar, dass jede Mdeaille 2 Seiten hat, und jede Regeländerung sicher auch irgendwelche Nachteile mit sich bringt. Aber generell finde ich die vorgelegten Regeländerungen einen Schritt in die richtige Richtung. Bin gespannt, wann was davon umgesetzt wird...
yoxxx
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20.06.17, 10:53

cefix64 und andere

Danke Leute, echt.
Nachdem ich mich - mal weider - beschwert habe - dass - mal wieder - nur das alte Ich- hab-Recht - nein- ich-Gezicke stattfindet, ist in der zweiten Welle dieses Threads tatsächlich sowas wie Reflexion unmd Austausch passiert. Und ein paar schone aspekte zutage befördert worden.Freut mich sehr.
@cefix: was du bezgl. Handspiel auf der Linie bedenkst, ist dem Wie geschuldet, nicht den Ob.
Sicher gibt es in der Praxis immer Grenzfälle (wenn nicht die ganze Regel zu kompliziert ist, wie akuell das Abseits), aber das sollte kein Argument sein. Es gibt übrigens was ganz Ähnliches im Basketball: Da zählt ein Ball als im Korb, wenn er weggefischt wurde, während er sich bereits in der Sinkbewegung befindet. Das ist bei der Geschwindigkeit des Balls und bei flachen Flugkurven mindestens genauso schwer zu entscheiden wie deine Besipiele, aht sich aber als praktikabel erwiesen.
cefix64
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20.06.17, 09:19

Virtuelle Tore

Für die Netto-Spielzeit braucht es keine Regeländerung. Schon jetzt wäre es der Schiri-Gilde nicht verboten, die Leerlaufzeiten auszustoppen, und danach die 30 Minuten die effektiv gespielt werden sollten als Richtschnur für die Nachspielzeit zu nehmen. Man mache das offiziell in den oberen Klassen und wo Kapazität da ist freiwillig in den unteren Klassen, dann wird witerhin nach einheitlichen Regeln gespielt.

Was mich aber vielmehr fasziniert, ist die Idee mit den virtuellen Toren. Früher musste der Ball ins Netz, das war "Tor". Konnte ich jedem erklären, der zum ersten Mal Fussball sieht. Jetzt stoppt ein Spieler mit der Hand den Ball auf der Linie, trotzdem Tor! Was sich sooo gerecht anhört, führt zu weiteren Problemstellungen. Was ist, wenn der Spieler 40 cm 'vor der Linie' steht? Oder sich im Flug befindet, also gar nicht auf der Linie stehen kann? Brauchts dann einen Torlinienschiedsrichter, der die Füsse auf der Torlinie überwacht? Müsste man nicht gerechterweise auch dann Tor geben, wenn ein Spieler (von hinten) gefoult wird, der mit Ball aufs leere Tor zu läuft?
Das geht auch noch Hand in Hand mit der Idee, wegen Schiribeleidigung könnts Tor-abzüge geben. Da ich virtuelle Minustore nicht mag, sollte man doch lieber der anderen Mannschaft ein virtuelles Tor zusprechen, sonst geht ein Spiel noch -1:0 aus. Frage an den Kicker: Kann ein Schiedsrichter mit den "erzielten" Toren dann auch die Torjägerkanone erhalten?
Aber ganz im Ernst, wenn diese Tür offen ist, wirds sehr schnell Leute geben, die noch viel bessere Ideen haben zur Vergrösserung der Spannung virtuelle Tore zu vergeben. Vielleicht, wenn bei einem Freistoss aus einer Entfernung von 32m oder mehr, der Ball zwischen die nach oben verlängerten Pfosten des Tores getroffen wird ;-)
Timme1993
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19.06.17, 16:08

Netto-Spielzeit schlecht vermarktbar

Ich höre zwar von vielen, dass sie Werbeeinblendungen bei Spielunterbrechungen für bedenklich halten (diese gibt es nebenbei bemerkt schon jetzt mit geteiltem Bildschirm, z.B. von Sportwettenanbietern, Chips- und Biermarken), aber scheinbar fällt niemandem auf, dass damit auch riesige Vermarktungsprobleme von Konferenzschaltungen verbunden sind.

Eine gemeinsame Pause ließe sich durch die unterschiedlichen Spielverläufe kaum vorhersagen, überall wären eigene Moderatorenteams notwendig und die Werbeeinnahmen in der Halbzeitpause würden gleichermaßen mit den weniger gebündelten Fernsehzuschauern fallen.

Sportlich gesehen, finde ich die Netto-Spielzeit als Gegenbewegung zu Zeitschinderei und Schauspielerei sehr sinnvoll. Teilweise kann man das Theater der "Profis" aber auch einfach stark reduzieren, wenn der Schiri sofort gelbe Karten bei Gemecker zückt und ebenso offensichtliche Schauspielerei verwarnt bzw. per Netto-Nachspielzeit quittiert (wie z.B. Cakir im CL-Rückspiel zwischen Real und Atletico).
Mr.Monk
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19.06.17, 14:58

Werbung

Unterbrechungen gabs schon immer-warum wird denn keine Werbung gezeigt wenn sich Lewandowski am Boden wälzt oder jemand mit einem Wadenkrampf behandelt wird. Nur weil die Zeit nicht angehalten wird? Wohl eher weil es sich nicht lohnt.Selbst wenn- ob ich nun "verletzte" Spieler anschauen muss oder Werbung ist mir auch egal.

RTL zeigt ja selbst Werbung *während* eines F1 Rennens, die hätten das während einer Fussballunterbrechung ja schon längst eingeführt wenns sinnvoll wäre.
wombat66
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19.06.17, 14:56

diese eine Regel des Zeitschindens...

... macht Sinn, sie auszuprobieren. Wer immer selbst den Ball am Fuß hatte und Freude an dem Sport findet, sollte diesem Vorschlag eine Bewährung geben. Es ist auch ein Zeichen an unsere Jüngsten, die immer wieder am Fernseher oder im Stadion verfolgen können, was alles möglich ist mit einem Einwurf, Eckball, Auswechslung,.. an Verzögerung möglich ist. Das geht mittlerweile bis runter in die E - Jugend. Das kann nicht im Sinne des fairen Sportgedankens sein. Selbstredend macht es auf jeden Fall Sinn im (hoch-) bezahlten Profibereich allen Mannschaften die gleichen Bedingungen zu verschaffen.
Es wäre interessant zu beobachten, wie lange ein gefoulter Spieler nun auf dem Rasen sich aufrappeln möchte; wieviel Extra - Meter ein auszuwechselnder Spieler noch im Stande ist, zu laufen; welche Schuhe noch vor einem Eckball zu binden sind;... Ich hatte diese Diskussionen vor Jahrzehnten schon aufgeführt und war eher für eine Netto - Spielzeit von 2 x 35 min.
Es funktioniert im Basketball, Eishockey, Handball, Wasserball, ... und, siehe da, die Spiele bleiben ebenfalls spannend. Auch sollte der Abpfiff erst bei Ball im Aus/Tor erfolgen.
Denkt einfach mal in die Richtung: Nicht mehr aufregen, wie lange sich ein südeuropäschier Mitspieler der Rasenpflege betätigt, sondern Mitfiebern, was in den reinen letzten 30 Sek. alles passieren kann...
GuenterNetzer2
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19.06.17, 14:55

Nettospielzeit

Es ist doch vollkommen klar, das mit der Einführung der Nettospielzeit auf eine zügige Spielfortsetzung bei Unterbrechungen geachtet werden muss. So wie es die Schiedsrichter im Profibereich schon seit ca. 20 Jahren machen um die Nettospielzeit zu erhöhen. Früher lag die nämlich weit unter dem heutigen Wert und wurde erst seit ca. 20 Jahren gesteigert. Eine Aktion die wahrscheinlich die wenigsten mitbekommen haben. Diese Entwicklung beginnt im übrigen ungefähr mit dem Anstieg der Zuschauerzahlen. Ich glaube schon das die Regelhüter das wissen und auch wissen, das es umkehrbar ist.

Sonst macht das natürlich keinen Sinn. Auch Timeouts haben im Fussball nichts zu suchen.
Das Spiel wäre nicht mehr so leicht zu manipulieren, das Spiel würde einfach nur besser.

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