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01.12.2016, 21:03

Real-Coach dämpft vor dem Clasico die Erwartungen

Zidane "überrascht" Alonso - Wolfsburg im Hinterkopf

Als sich Real-Präsident Florentino Perez im Januar 2016 für Zinedine Zidane als Nachfolger von Rafael Benitez entschied, glaubten nicht wenige an eine Übergangslösung. Der Franzose aber bewies bislang das Gegenteil, hat einen spanischen Rekord aufgestellt und die Champions League gewonnen. Zuversicht und Demut sind vor dem Clasico am Samstag (16.15 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in Barcelona groß. Auch der VfL Wolfsburg spielt dabei eine Rolle.

Kennen und schätzen sich: Xabi Alonso (l.) und Real-Coach Zinedine Zidane.
Kennen und schätzen sich: Xabi Alonso (l.) und Real-Coach Zinedine Zidane.
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Die Zahlen von Zidane sind schlichtweg beeindruckend: Aus bislang 32 Ligaspielen unter seiner Leitung holte Real Madrid 83 Zähler (2,59 pro Spiel). Kein Trainer in Spanien (kein Mourinho, kein Guardiola, kein Ancelotti) hat jemals mehr Punkte zu diesem Zeitpunkt auf der Habenseite verbuchen können. Auch die Champions League holte der dreimalige Weltfußballer (1998, 2000, 2003) im Sommer in die spanische Hauptstadt. Nun soll mal wieder der Ligatitel her, was derzeit durchaus realistisch erscheint. Die Königlichen liegen sechs Zähler vor Barcelona, schon am Samstagabend könnte der Vorsprung auf den Dauerrivalen neun Punkte betragen.

"Mein Trikot schenke ich meiner Mutter"

Auch im Pokal läuft es für die Blancos rund. Am Mittwochabend fertigte eine B-Elf Cultural Leonesa mit 6:1 ab. Mit dabei: Zidanes ältester Sohn Enzo, der bei seinem ersten Einsatz mit seinem ersten Schuss sein erstes Profitor erzielte. "Ich bin sehr glücklich über mein Debüt, mein Tor und den Sieg. Mit den Besten der Welt zu trainieren, ist sehr wichtig. Man kann immer dazulernen und bekommt Hilfe von ihnen. Es ist ein Traum, der jetzt offiziell ist. Aber das ist erst der Anfang", erklärte der 21-Jährige und fügte an: "Mein Trikot schenke ich meiner Mutter, die immer für uns da ist." Und was sagt sein Vater? "Wenn ich von meiner Arbeit absehe, bin ich selbstverständlich ein sehr stolzer Vater. Aber ich bin auch als Trainer stolz auf sein Tor und seine Leistung", so Coach Zidane.


"El Clasico" am Samstag ab 16.15 Uhr live auf DAZN (Vorberichte ab 15.30 Uhr)

Wir müssen im Clasico nichts anders machen als sonst auch, wir folgen der Idee unseres Trainers.Reals Abräumer Casemiro

Auch für Mittelfeld-Abräumer Casemiro war der Spaziergang im Pokal ein besonderer. "Ich bin der glücklichste Mensch des Abends, weil ich nach zwei Monaten endlich wieder das machen durfte, was ich am meisten liebe. Der Trainer weiß, dass er auf mich zählen kann", sagte der Brasilianer hinterher. Jetzt erwarte sein Team "zweifellos eines der schwierigsten Spiele" der Saison. Aber: "Wir müssen im Clasico nichts anders machen als sonst auch, wir folgen der Idee unseres Trainers." Damit fahren die Königlichen seit geraumer Zeit schließlich ganz gut. Ob Casemiro auflaufen wird, ließ Zidane indes offen.

Zidane: "Wir denken nicht an unseren Vorsprung"

Mit 22 Spielern begann der Franzose am Donnerstagmittag die Vorbereitungen, dabei fehlten die verletzten Toni Kroos, Alvaro Morata und Gareth Bale. Auch Danilo und Fabio Coentrao trainierten nur individuell. Damit - und mit "möglichen Konsequenzen, die das Spiel mit sich bringen könnte" - will sich Zidane aber nicht aufhalten: "Wir denken nicht an unseren Vorsprung und daran, dass er möglicherweise nach dem Spiel noch größer sein könnte. Woran wir denken, ist die Vorbereitung auf dieses Spiel." Um ein wenig den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen, schraubte der 44-Jährige die Erwartungen runter. "Ich bin der Meinung, dass es ein wichtiges Spiel ist, aber kein entscheidendes."

Neben drei Punkten ist Real außerdem auf der Jagd nach einem der ganz großen Vereinsrekorde. Das 6:1 im Pokal bedeutete nämlich gleichzeitig die 32. Begegnung ohne Niederlage! An die letzte Pleite können sich also wohl nicht mehr alle Anhänger der Königlichen erinnern. Diese datiert vom 6. April 2016, als Zidanes Schützlinge in Wolfsburg (0:2) baden gingen.

Eine Pleite in Barcelona wäre wohl deutlich schmerzhafter. Auch im Sinne der Rekordjagd, bei der Zidane bereits Lehrmeister Carlo Ancelotti (31 Spiele ohne Niederlage mit Real) überflügelt hat. Nun wackelt die Bestmarke von Leo Beenhakker aus der Spielzeit 1988/89 (34 Pflichtspiele in Folge ungeschlagen).

Alonso: "Er hat großen Anteil an der momentanen Dominanz"

Standen sich bei der WM 2006 noch auf dem Feld gegenüber: Zinedine Zidane (l.) und Xabi Alonso.
Standen sich bei der WM 2006 noch auf dem Feld gegenüber: Zinedine Zidane (l.) und Xabi Alonso.
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Selbst wenn sich Zidane nicht in die Geschichtsbücher eintragen darf, hat er sich schon jetzt Respekt verdient. Bayern-Star Xabi Alonso beispielsweise (von 2009 bis 2014 bei Real) erklärte jüngst im Interview mit dem spanischen Radiosender "Onda Cero": "Er überrascht mich. Er gewann innerhalb von sechs Monaten 'La Undecima' und steht mit der Mannschaft gerade solide mit sechs Punkten Vorsprung an der Spitze der Liga. Ob man's einsehen will oder nicht: Er hat großen Anteil an der momentanen Dominanz."

Dass der Mittelfeld-Stratege Zidane demnächst nacheifern könnte, hält Alonso nicht für ausgeschlossen. Sein Vertrag in München läuft kommenden Sommer aus: "Ich mache mir über meine Zukunft noch keine Gedanken. Ob ich eines Tages Trainer werde? Das möchte ich nicht ausschließen. Ich habe großen Respekt davor, denn es ist nicht einfach, eine Truppe von 25 Spielern zu führen und jeden einzelnen zufriedenzustellen. Aktuell ist das kein Thema für mich, aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt."

msc

 
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weitere Infos zu Enzo

Vorname:Enzo Alan
Nachname:Zidane Fernández
Nation: Frankreich
Verein:Deportivo Alaves
Geboren am:24.03.1995

weitere Infos zu Xabi Alonso

Vorname:Xabier
Nachname:Alonso Olano
Nation: Spanien
Verein:Bayern München
Geboren am:25.11.1981

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Vorname:Carlos Henrique
Nachname:Casemiro
Nation: Brasilien
Verein:Real Madrid
Geboren am:23.02.1992

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Vorname:Toni
Nachname:Kroos
Nation: Deutschland
Verein:Real Madrid
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