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20.07.2016, 13:55

England: Neuer Kodex soll Spieler zu besserem Verhalten zwingen

Grenze überschritten: Premier League verschärft Regeln

Am 13. August eröffnen Hull City und Meister Leicester City die neue Saison der Premier League. Spieler, Trainer und Funktionäre müssen sich zum Auftakt auf neue Regeln einstellen. Denn die Premier League, die English Football League und der Verband FA ziehen die Daumenschrauben an, um einen angeblichen Sittenverfall auf den Plätzen entgegenzuwirken.

Diego Costa
So nicht, Mister Costa! Chelseas Torjäger Diego Costa im Clinch mit einem Assistenten.
© picture allianceZoomansicht

"Wir haben in den vergangenen vier Spielzeiten festgestellt, dass Spieler und Offizielle mit ihrem Verhalten in bestimmten Bereichen eine nicht zu akzeptierende Grenze überschritten haben", heißt es in einem Statement auf der Website der Premier League.

Um dieses "inakzeptable Verhalten" einzudämmen, haben sich die drei für den englischen Profifußball maßgeblichen Autoritäten auf einen neuen Verhaltenskodex geeinigt - der härtere Strafen mit sich bringt. Demnach können Schiedsrichter ab sofort die Rote Karte ziehen, wenn Spieler sich ihnen gegenüber aggressiv verhalten und es dabei zu einem körperlichen Kontakt kommt. Auch für eine beleidigende Sprache oder abfällige Gesten gegenüber den Spielleitern sind Rote Karten vorgesehen. Wie die Premier League mitteilte, sollen zudem Verstöße gegen die neuen Regeln in den Coaching-Zonen "rigoros" geahndet werden. Auch Trainer müssen sich demnach ab sofort zügeln.

"Es ist unsere gemeinsame Position, dass diese Art von Verhalten nicht länger toleriert werden kann", wird Premier-League-Boss Richard Scudamore auf der Verbands-Website zitiert.

Zudem riskieren Spieler in Zukunft viel leichter eine Gelbe Karte, wenn sie ein "sichtbar respektloses Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern" an den Tag legen. Dazu gehört bereits lautstarkes Protestieren gegen eine Entscheidung, das Lamentieren Richtung Referee oder wenn sich ein Spieler von Angesicht zu Angesicht vor dem Schiedsrichter aufbaut. Auch körperlicher Kontakt, der nicht aggressiv erfolgt, zieht Gelb nach sich. Bei einer Rudelbildung um den Schiedsrichter muss ein Spieler zwingend Gelb bekommen. Zudem behält sich die FA in einem solchen Fall auch Teamstrafen vor.

Befürchtungen, wonach der neue Verhaltenskodex die Emotionen aus dem Spiel nehmen könnte, sieht Scudamore nicht. "Wir wollen weiterhin diese Leidenschaft sehen", sagte Scudamore, "doch die Spieler und Trainer müssen sich bewusst sein, dass es eine Grenze gibt, die nicht überschritten werden sollte."

jer

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12 Leserkommentare

Sonnenloewe
Beitrag melden
11.08.2016 | 12:47

Zitat: " Ihr habt ja Recht, mich ärgern Typen wie Everybody's Darling Thomas Müller auch, die jede, [...]
Rennkuckuck
Beitrag melden
11.08.2016 | 10:43

Rugby

Rugby ist ein positives Beispiel. Daran sollte sich auch der Fußball orientieren. Offensichtlich hat [...]
WernerP27
Beitrag melden
10.08.2016 | 22:16

Beim Rugby gehts auch

Wenn ich mir Rugby anschaue, sehe ich am liebsten wie die Schiris das machen und wie sich die Spieler [...]
kkjohannes
Beitrag melden
20.07.2016 | 23:55

@ FCCZ und CZ

... bzw. @ Fan und Realist ;-)

Ihr habt ja Recht, mich ärgern Typen wie Everybody's Darling T[...]
CZ-Realist
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20.07.2016 | 19:04

Richtiger Weg

Während des Spiels hat der Schiedsrichter die Spielleitung. Er ist auf dem Platz also der Chef! Das [...]

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