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25.03.2016, 23:39

Tests am Freitag: Irland schlägt Schweiz

Frankreich feiert in Holland - Pleite für Portugal

Die nicht für die EURO qualifizierten Niederlande hatten sich am Freitag EM-Gastgeber Frankreich als namhaften Testgegner geholt und wären beinahe zu einem schmeichelhaften Unentschieden gekommen. Ebenfalls im Einsatz waren die Eidgenossen aus der Schweiz, die in Irland Schwächen offenbarten. Gekickt wurde auch in Portugal, wo Cristiano Ronaldo & Co gegen Bulgarien verzweifelten.

Ausgelassener Jubel: Frankreichs Antoine Griezmann (li.) freut sich über das 1:0.
Ausgelassener Jubel: Frankreichs Antoine Griezmann (li.) freut sich über das 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Karfreitag wehte ein Hauch von Europameisterschaft durch die Niederlande. Holland, das sich nicht für die EURO 2016 qualifiziert hat, bat EM-Gastgeber zum Härtetest und ging gehörig baden. Die Franzosen zeigten sich als mindestens eine Nummer groß für Oranje, das vor allem in der Abwehr nicht immer auf der Höhe war. Die Folge: Griezmann per direktem Freistoß (6.) ins Torwarteck und Giroud nach Eckball (14.) brachten die Franzosen rasch komfortabel in Führung. In der 14. Minute gab es dann auch eine Schweigeminute für den am Donnerstag verstorbenen Johan Cruyff, der als Spieler mit der Rückennummer 14 aufgelaufen war.

Danach rollte der Ball wieder, meist aber bei der Equipe Tricolore, die klar besser war, die Niederländer laufen ließ und weitere Chancen vergab (Griezmann, 19., 26.). Pech hatte zudem Sneijder, der wegen einer Oberschenkelblessur noch vor der Pause ausgewechselt werden musste (37.). Kurz nach dem Seitenwechsel fiel der durchaus überraschende Anschlusstreffer durch de Jong, der bei einer Freistoßflanke aus kurzer Distanz traf. Das Tor hätte aber nicht zählen dürfen, da es eindeutig mit dem rechten Unterarm erzielt wurde. Schiedsrichter Felix Zwayer sah es nicht - und zeigte auf den Mittelkreis (47.). Durch das 1:2 wurde die Partie etwas offener, wenngleich die Franzosen weiterhin viel mehr Struktur hatten und daher auch die bessere Mannschaft stellten. "Les Bleus" schalteten aber auch zu früh in den Verwaltungsmodus und bekamen dafür die Quittung: Bei einer Ecke stand Affelay sträflich frei und stellte auf 2:2 (86.). Das Remis wäre für die Niederlande äußerst schmeichelhaft gewesen, doch das Team von Laurent Blanc antwortete in meisterlicher Manier: Der Ball wurde schnell nach vorne getragen und landete bei Matuidi, der seine Farben erneut in Front brachte und den 3:2-Sieg sicherte (88.).

Irischer Blitzstart gegen die Schweiz

Blitzstarter: Irlands Clark (Mi.) bejubelt sein soeben erzieltes 1:0.
Blitzstarter: Irlands Clark (Mi.) bejubelt sein soeben erzieltes 1:0.
© Getty Images

Die Schweiz trat ohne ihren Kapitän Inler, der aufgrund mangelnder Spielpraxis von Nationaltrainer Vladimir Petkovic nicht nominiert worden war, in Irland an. Gegen die Boys in Green, die in der EM-Qualifikation gegen Deutschland satte vier Punkte geholt haben, hatten sich die Eidgenossen auf ein hartes Stück Arbeit eingerichtet - und es kam auch so. Die Schweiz, bei der mit Sommer (Tor), Schär, Klose, Rodriguez, Xhaka, Behrami, Mehmedi und Seferovic zahlreiche aktuelle oder ehemalige Bundesliga-Profis in der Startelf standen, wurde unmittelbar nach Anpfiff eiskalt erwischt: Bei einer Ecke landete der Ball bei Clark, der das Leder zum 1:0 über die Linie drückte (2.).

Erst nach einer Viertelstunde erholten sich die Gäste von dem Rückschlag und setzten selbst erste Akzente - Seferovic verzog gleich zweimal (14., 17.). Irland musste dann auch noch Doyle ersetzen, der sich nach einem Zweikampf mit Klose verletzte und nicht weitermachen konnte. Die Iren kompensierten den Ausfall allerdings gut und blieben auch wegen ihres Zweikampfverhaltens weiter am Drücker, sie hätten auch noch in Hälfte eins nachlegen können, Long scheiterte jedoch an der Querlatte (37.). In Durchgang zwei steigerten sich die Schweizer und erarbeiteten sich Feldvorteile, mehr aber nicht. Das Problem der Nati war eindeutig: fehlende Inspiration, keine zündenden Ideen und folglich keine Durchschlagskraft. So blieb es bei der knappen Niederlage in Dublin.

Stoyanov mutiert zu Portugals Albtraum

Gegen Bulgarien abschlussschwach: Cristiano Ronaldo (Mi.).
Gegen Bulgarien abschlussschwach: Cristiano Ronaldo (Mi.).
© Getty ImagesZoomansicht

In Portugal brannte sich am Abend Bulgariens Torhüter Stoyanov (Ludogorez Rasgrad) Cristiano Ronaldo & Co ins Gedächtnis. Der 28-Jährige Schlussmann wuchs gegen die Seleçcao über sich hinaus und führte die Südosteuropäer zu einem beachtlichen Erfolg. In der 19.Minute gingen die Bulgaren durch Marcelinho überraschend in Führung: Der eingebürgerte Brasilianer wurschtelte sich bei seinem Länderspieldebüt während eines Konters mit viel Glück gegen zwei Verteidiger durch und brachte den Ball dann auch noch irgendwie an Portugals Schlussmann Lopes vorbei - 1:0 (19.). Die Portugiesen reagierten auf den Rückstand mit wütenden Angriffen und kamen auch mehrfach zu vielversprechenden Abschlüssen, doch entweder ging der Ball vorbei oder eben Stoyanov stand im Weg.

Seine vielleicht größte Heldentat hatte der Keeper in der 67. Minute, als er einen berechtigten Hand-Elfmeter glänzend parierte - zum Leidwesen des sichtlich bedienten Cristiano Ronaldo. Auch danach drängten die Portugiesen unermüdlich auf den Ausgleich, hatten am Ende sogar elf Torschüsse zu verbuchen. An der Anzeigewand stand nach Schlusspfiff aber trotzdem ein nüchternes 0:1.

Bosnien steigert sich nach der Pause - Keine Tore in Armenien

Bosnien-Herzegowina wird bei der EM ebenso wie Luxemburg nur eine Zuschauerrolle haben. Beide Teams trafen sich am Abend zum Test, der in Hälfte eins lediglich zähe Fußballkost zu bieten hatten. Nach der Pause rissen sich die Bosnier aber am Riemen und fuhren einen 3:0-Sieg ein. Für die Tore sorgten Chanot (73., ET), Djuric (75.) und Pjanic (90.+2). Armenien und Weißrussland trennten sich zuvor torlos.

drm

25.03.16
 
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Nationalteams Freundschaftsspiele - 1. Spieltag

Mannsch. I Mannsch. IIErg.
Schweden - Estland1:1 (0:0)
 
Finnland - Schweden0:3 (0:1)
 
Malediven - Kambodscha3:2 (0:0)
 
Nepal - Sri Lanka1:0 (1:0)
 
Finnland - Island0:1 (0:1)
 
Bangladesch - Nepal0:0 (0:0)
 
Ver. Arab. Emirate - Island2:1 (1:1)
 
Ägypten - Jordanien0:1 (0:1)
 
Nicaragua - Honduras1:3 (1:0)
 
Ägypten - Libyen2:0 (1:0)
 
USA - Island3:2 (1:1)
 
Venezuela - Costa Rica1:0 (0:0)
 
Bahrain - Libanon2:0 (2:0)
 
USA - Kanada1:0 (0:0)
 
Mexiko - Senegal2:0 (0:0)
 
Guatemala - Honduras3:1 (2:1)
 
Usbekistan - Libanon2:0 (2:0)
 
Panama - El Salvador1:0 (0:0)
 
St. Kitts und Nevis - Bermuda3:0 (1:0)
 
Guyana - Surinam2:0 (1:0)
 
Ägypten - Burkina Faso2:0 (1:0)
 
Guatemala - El Salvador1:0 (1:0)
 
Nicaragua - El Salvador1:1 (1:0)
 
Nicaragua - Panama1:0 (0:0)
 
Irak - Syrien0:1 (0:1)
 
Ver. Arab. Emirate - Bangladesch6:1 (1:1)
 
Taiwan - Guam3:2 (1:2)
 
Grenada - Trinidad & Tobago2:2 (1:1)
 
Slowenien - Mazedonien1:0 (0:0)
 
Kroatien - Israel2:0 (2:0)
 
Rumänien - Litauen1:0 (0:0)
 
Gibraltar - Liechtenstein0:0 (0:0)
 
Polen - Serbien1:0 (1:0)
 
Salomonen - Papua-Neuguinea2:0
 
Singapur - Myanmar2:1 (1:0)
 
Malta - Moldawien0:0 (0:0)
 
Estland - Norwegen0:0 (0:0)
 
Griechenland - Montenegro2:1 (0:0)
 
Türkei - Schweden2:1 (1:0)
 
Dänemark - Island2:1 (0:0)
 
Ukraine - Zypern1:0 (1:0)
 
Tschechien - Schottland0:1 (0:1)
 
Italien - Spanien1:1 (0:0)
 
Wales - Nordirland1:1 (0:0)
 
Gabun - Sierra Leone2:1 (1:0)
 
Armenien - Weißrussland0:0 (0:0)
 
Luxemburg - Bosnien-Herzegowina0:3 (0:0)
 
Slowakei - Lettland0:0 (0:0)
 
Niederlande - Frankreich2:3 (0:2)
 
Irland - Schweiz1:0 (1:0)
 
Portugal - Bulgarien0:1 (0:1)
 
Aserbaidschan - Kasachstan0:1 (0:1)
 
Russland - Litauen3:0 (1:0)
 
Polen - Finnland5:0 (3:0)
 
Österreich - Albanien2:1 (2:0)
 
Ungarn - Kroatien1:1 (0:1)
 
Deutschland - England2:3 (1:0)
 
Salomonen - Papua-Neuguinea1:2 (1:1)
 
Thailand - Südkorea0:1 (0:1)
 
Rumänien - Spanien0:0 (0:0)
 
Andorra - Moldawien0:1 (0:1)
 
Liechtenstein - Färöer2:3 (0:2)
 
Ukraine - Wales1:0 (1:0)
 
Nordirland - Slowenien1:0 (1:0)