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11.03.2016, 18:43

Primera Division, 29. Spieltag: "San Iker" adelt Navas

Arbeloa ätzt gegen Piqué - Atletis "Straßenfußball"

Der Kampf um die Meisterschaft ist in der Primera Division vor dem anstehenden 29. Spieltag eigentlich entschieden. Triple-Sieger Barcelona kann sich vor dem Getafe-Spiel auf Rekorde und andere Nebenschauplätze konzentrieren. Interessant ist, was dahinter passiert: Real Madrid und Atletico liefern sich ein heißes Fernduell, Sevilla und Villarreal kreuzen direkt die Klingen.

Rückt zurück ins unwiderstehliche "MSN"-Trio: Barcelonas Neymar.
Rückt zurück ins unwiderstehliche "MSN"-Trio: Barcelonas Neymar.
© Getty ImagesZoomansicht

Äußerst entspannt kann Spitzenreiter FC Barcelona das Wochenende angehen, am Samstagnachmittag (16 Uhr) wartet Kellerkind Getafe (nur ein Punkt auf Abstiegsrang 18). Mit der Rückkehr des zuletzt Gelb-gesperrten Neymar ist das hungrige "MSN" (bereits über 100 Saisontore) wieder auf Kanonenfutter aus. Und Madrids Vorstadtklub schickt sich ebenfalls an, solches zu werden: Vor dem Remis gegen Sevilla am letzten Spieltag (1:1) hatte Getafe sieben Spiele hintereinander krachend verloren (2:16 Tore). Im Camp Nou ist für die Gäste bekanntlich außer einer Abreibung wenig zu holen, das mussten in jüngerer Vergangenheit auch Celta Vigo (1:6) und der FC Valencia (0:7) einsehen.

Angesichts des wohl sicheren 37. Spiels in Folge ohne Niederlage können sich die Verantwortlichen ruhigen Gewissens um die Zukunft kümmern. Die Planungen für den Umbau des Camp Nou nehmen so langsam Konturen an, mit dann 105.000 Sitzplätzen soll die aktuelle Kapazität gar um 6000 Sitzschalen gesteigert werden. Beauftragt wurde dafür das japanische Architekturbüro Nikken Sekkei, das auch im Sinne des 1957 erbauten Fußballtempels eine "einzigartige Lösung" gefunden haben soll.

Neymar und Busquets bleiben: "Weil sie glücklich sind"

Auch an der sportlichen Zukunft wird fleißig gebastelt: In einem spanischen Fernsehinterview erklärte Robert Fernandez, einer der technischen Direktoren der Katalanen, dass die angeblich von Pep Guardiolas Manchester City heiß umworbenen Neymar und Busquets in Barcelona bleiben werden. Warum? "Weil sie hier einfach glücklich sind." Auch ein Abgang von Dani Alves sei aus der Luft gegriffen und für den kommenden Sommer intern überhaupt kein Thema. Anders sieht es in Sachen Youngster Samper aus, der definitiv verliehen werden soll, um Spielpraxis zu sammeln. Auch dem wechselwilligen Bartra, der von Barças Ex-Kapitän Puyol beraten wird und spanischen Medien zufolge in England und auch Deutschland (unter anderem bei Schalke 04) hoch im Kurs stehen soll, legt man wohl keine Steine in den Weg.

"Simeone lässt mich machen, was ich will"

Noch immer sportliche "Sorgen" hat Atletico Madrid, das am Samstagabend (20.30 Uhr) in den 29. Spieltag eingreift. Die Rojiblancos, die bei nur vier Zählern Vorsprung den heißen Atem von Stadtrivale Real im Nacken spüren, haben La Coruna vor der Brust. Glaubt man der Statistik, dürfte das kaum ein Problem werden. Denn: Deportivo ist sowas wie ein Lieblingsgegner von Atleti, die Siegchancen stehen mit Blick auf die letzten acht Vergleiche richtig gut (6/2/0). Auch die Rückkehr des von einer Knöchelverletzung genesenen Ferreira-Carrasco spielt Coach Diego Siemone in die Karten.

Nach Verletzung direkt wieder mittendrin: "Straßenfußballer" Yannick Ferreira-Carrasco.
Nach Verletzung direkt wieder mittendrin: "Straßenfußballer" Yannick Ferreira-Carrasco.
© Getty Images

Der Belgier gab in Valencia sein Comeback, kam 20 Minuten vor Schluss rein und markierte direkt den 3:1-Endstand. Sein Geheimnis? "Simeone lässt mich machen, was ich will - solange ich das gut mache. Er fordert mehr Tore, mehr Vorlagen - was entscheidend für unseren Erfolg ist. Ein Spieler kann immer mehr bringen." Geschwindigkeit und starke Dribblings habe er von klein auf gelernt. "Mein Stil kommt daher, dass ich schon immer auf der Straße gespielt habe." Weder auf Asphalt noch auf dem Rasen spielt Fernando Torres am Wochenende eine Rolle, ein schmerzendes rechtes Knie setzt ihn außer Gefecht.

Bayer-Schreck in Sevillas Festung

Erst am Sonntagnachmittag (16 Uhr) steigt dann das heiße Rennen um Rang vier. Um den Champions-League-Qualifikationsplatz streiten sich zwei aktuelle Europa-League-Teilnehmer: Villarreal liegt derzeit noch acht Punkte vor Sevilla. Das könnten die Andalusier mit einem Heimsieg aber ändern - und das ist alles andere als ausgeschlossen. Im Ramon Sanchez Pizjuan zogen in dieser Saison bereits der FC Barcelona (1:2), Real Madrid (2:3), Juventus Turin (0:1) und Bilbao (0:2) den Kürzeren.


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Aber: Villarreal reist mit einer ganz breiten Brust zu den Sevillanos, neben dem abgezockten 2:0 gegen Bayer Leverkusen in der Europa League (zweimal stach Bakambu) war man vor der verpatzten Generalprobe gegen Las Palmas (0:1) zehn Pflichtspiele in Serie unbesiegt (4/6/0). Sevilla hat seinerseits nach dem 0:0 in Basel scheinbar sein Pulver vorsorglich aufgehoben.

Casillas adelt "phänomenalen" Navas

Schätzt seinen Nachfolger sehr: Iker Casilas (l., mit Keylor Navas).
Schätzt seinen Nachfolger sehr: Iker Casilas (l., mit Keylor Navas).
© Getty ImagesZoomansicht

Abgerundet wird die 29. Runde von Real Madrid, das bei Aufsteiger UD Las Palmas am Sonntagabend (20.30 Uhr) besser keine Punkte liegen lassen sollte. Zu prestigeträchtig ist der direkte Vergleich mit Lokalrivale Atletico, darüber hinaus soll die Liga in den kommenden Wochen dafür dienen, sich für das große Ziel (Undecima, der elfte CL-Titel) in Form zu bringen. Ein großer Rückhalt dabei ist Schlussmann Navas, der mit seinen bärenstarken Leistungen (bereits 15-mal zu Null) den geplatzten Transfer von de Gea vor der Saison vergessen macht.

Das rief auch einmal mehr Vorgänger Casillas auf den Plan, der auf Facebook Fanfragen beantwortete und über den Costa Ricaner sagte: "Ich halte ihn ehrlich gesagt für phänomenal, er überrascht mich nicht. Ich hatte die Möglichkeit und das Glück, mit ihm ein ganzes Jahr zu verbringen", outete sich "San Iker" einmal mehr als Navas-Fan. In der Königklasse, wo die Blancos unter der Woche ins Viertelfinale einzogen, ist der 29-Jährige noch unbezwungen.

Rückt Zidane Perez auf die Pelle?

Kein Wunder also, dass Real laut dem vereinsnahen Radiosender "Cadena Cope" Navas' Vertrag erneuern will. Nicht aber in Sachen Laufzeit (noch bis 2020), sondern vielmehr die Bezüge. Von de Gea zumindest spricht in der spanischen Hauptstadt derzeit niemand mehr. Des Weiteren ist der Radiosender sicher, dass Zidane ab der kommenden Spielzeit nach englischem Vorbild zusätzlich Teammanager wird. Heißt: "Zizou" dürfte sich in Eigenregie (natürlich nicht ohne das letzte Wort von Präsident Florentino Perez) um Kaderplanung und Transferaktivitäten kümmern.

Für Aufsehen sorgten derweil die Aussagen von Ur-Madridista Arbeloa, dessen Zeit in der spanischen Hauptstadt im Sommer abläuft. In einem großen Interview mit "La Galerna" erklärte der Abwehr-Routinier: "Mir bleiben drei Monate bei Real und ich werde versuchen, sie bestmöglich zu nutzen. Ich würde mich gerne mit einem Titel verabschieden." Der 33-Jährige kommt in der laufenden Saison erst auf sechs Einsätze, sammelte dabei enttäuschende 338 Spielminuten.

Ich kenne seine Familie, und den Respekt, den er für meine nicht gezeigt hat, den habe ich für seine.Real-Routinier Arbeloa über Gerard Piqué

Deutlich mehr Wirbel machten Arbeloas Worte über Intimfeind Piqué: "Es ist mittlerweile besser, dass wir an dieser Stelle nichts mehr zu dieser Situation sagen. Ich könnte der Welt jetzt erklären, warum ich kein Freund von Piqué bin. Vielleicht würde er dabei nicht besonders gut wegkommen, aber ich kenne auch seine Familie, und den Respekt, den er für meine nicht gezeigt hat, den habe ich für seine." Das dürfte gesessen haben. Es würde schon verwundern, wenn Piqué, der sich seit längerer Zeit bereits immer wieder mit dem Madridismo anlegt, darauf nicht noch eine passende Antwort findet.

msc

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© picture alliance/Getty Images/imago

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weitere Infos zu Arbeloa

Vorname:Alvaro
Nachname:Arbeloa
Nation: Spanien
Verein:West Ham United
Geboren am:17.01.1983

weitere Infos zu Piqué

Vorname:Gerard
Nachname:Piqué
Nation: Spanien
Verein:FC Barcelona
Geboren am:02.02.1987

weitere Infos zu Ferreira-Carrasco

Vorname:Yannick
Nachname:Ferreira-Carrasco
Nation: Belgien
Verein:Atletico Madrid
Geboren am:04.09.1993

La Liga Santander - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Barcelona84:2275
 
2Atletico Madrid45:1267
 
3Real Madrid83:2863
 
4FC Villarreal35:2353
 
5FC Sevilla43:3148
 
6Athletic Bilbao47:3747
 
7Celta Vigo41:5145
 
8SD Eibar41:4137
 
9FC Malaga28:2836
 
10Real Sociedad San Sebastian37:4035
 
11Real Betis Sevilla27:3934
 
12FC Valencia33:3434
 
13Deportivo La Coruna37:4233
 
14Espanyol Barcelona29:5532
 
15UD Las Palmas31:4230
 
16Rayo Vallecano39:6127
 
17FC Granada30:5427
 
18FC Getafe27:5127
 
19UD Levante27:5224
 
20Sporting Gijon30:5124