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04.03.2016, 13:40

28. Spieltag: Atletico mit besseren Chancen als Real

Barças Elfer-Trick reloaded? - Mayoral nicht königlich

Der 27. Spieltag in der Primera Division fand erst sein Ende, da wirft der 28. Spieltag in La Liga schon seine Schatten voraus. Und die sind größer als gedacht: Nicht etwa wegen der Gegner, die Barcelona, Atletico und Real Madrid vor der Brust haben, sondern vielmehr wegen brisanter Randgeschichten. In Katalonien könnte man erneut an einen Elfmeter-Trick denken. Reals Youngster Mayoral fehlte beim Startelfdebüt indes der königliche Glanz.

Zidane wenig royal: "Wollen Zweiter werden"

Startelf-Debüt mit negativem Beigeschmack: Borja Mayoral wurde sein Premierentor verwehrt.
Startelf-Debüt mit negativem Beigeschmack: Borja Mayoral wurde sein Premierentor verwehrt.
© Getty ImagesZoomansicht

Zwölf Zähler trennen Real Madrid aktuell schon von Tabellenführer FC Barcelona, der an der Spitze einsam seine Kreise zieht. Am Samstag (16 Uhr) können die Blancos mit einem Dreier gegen Celta Vigo zumindest wieder auf neun Punkte verkürzen, ehe Barça am Sonntag nachlegen dürfte. Eine Kampfansage der sonst so angriffslustigen Königlichen gibt es nicht, derart wenig Hoffnung hat man im Real-Lager noch. "Wir sind aktuell Dritter, aber wir wollen Zweiter werden und uns weiter verbessern. Wir wollen uns Platz eins nähern, seien es zwölf oder 27 Punkte", schlägt Coach Zinedine Zidane ungewohnt leise, royale Töne an.

Zumindest zwei kleinere Lichtblicke gab es auf Seiten von Real beim 3:1 bei Levante unter der Woche: Vazquez wusste von Anfang an zu gefallen, der erst 18-jährige Mayoral schrammte bei seinem Startelf-Debüt unglücklich an seinem Premierentreffer vorbei. In der 38. Minute nahm der Angreifer das Leder kurz an und jagte es an den linken Innenpfosten, von wo es vom Rücken von Keeper Marino über die Linie trudelte. Beim Gang in die Kabine ließ sich Mayoral zu einer wenig königlichen Geste hinreißen: "Ich bat den Schiedsrichter darum, dass er mir das Tor gibt, doch auch wenn er mir sagte, er würde es mir geben, tat er das letztendlich doch nicht."

Cristiano hat mit allen gesprochen. Die Sache ist beigelegt.Real-Coach Zinedine Zidane zur portugiesischen Brandrede

Auch wenn ihm sein erstes Tor verwehrt blieb, hat Zidane den Aufsteiger auf dem Zettel: "Er besitzt Selbstvertrauen und Persönlichkeit." Das ist auch Superstar Ronaldo nicht abzusprechen, der nach seiner Brandrede gegen Levante zwar einen Elfmeter verwandelte, daneben aber auch etliche gute Einschussmöglichkeiten liegen ließ. "Cristiano hat mit allen gesprochen. Die Sache ist beigelegt. Wir wissen um seinen Stellenwert und wir stehen alle hinter ihm", stellte Zidane noch einmal klar. Weniger gilt das für James und Isco, die in einem echten Leistungsloch feststecken. Zumindest die wahrscheinliche Rückkehr von Bale nach längerer Verletzungspause macht Mut, Kroos (hütet mit einer Grippe das Bett) dagegen wird am Samstag definitiv ausfallen.

Blaugrana knackt 27 Jahre alte Real-Marke

24 Stunden nach Real greift auch Primus Barcelona am Sonntag (16 Uhr) ins Geschehen am 28. Spieltag ein. In Katalonien herrscht dieser Tage eitel Sonnenschein, sodass Trainer Luis Enrique nach dem ungefährdeten 5:1 bei Rayo Vallecano frohlockte: "Mir hat einfach alles gefallen." Kein Wunder, seine Mannschaft hat durch den krachenden Erfolg einen neuen spanischen Rekord aufgestellt. Mit 35 Spielen hintereinander ohne jede Niederlage luchste Barça Rivale Real eine 27 Jahre bestehende Bestmarke ab: In der Spielzeit 1988/89 hatte das Team von Leo Beenhakker 34 Partien in Folge nicht verloren. Als würde der aktuelle Saisonverlauf die Königlichen nicht schon genug wurmen.

Die katalanische Maschine läuft unaufhaltsam weiter.
Die katalanische Maschine läuft unaufhaltsam weiter.
© Getty Images

Das reicht der Blaugrana aber noch nicht, in den nächsten Wochen sollen auch zwei andere große europäische Ligen angegriffen werden. Im Jahr 1978 dominierte Nottingham Forrest die Premier League nach Belieben (40-mal unbesiegt), Juventus Turin hält mit 43 Spielen (26 Siege, 17 Punkteteilungen) ohne Niederlage den aktuellen europäischen Rekord. Das ist durchaus realistisch, außer ein Elfmeter kreuzt Messi & Co. entscheidend den Weg.

Bereits 13 Elfmeter bekam man in der Liga zugesprochen, nur sechs davon zappelten am Ende im Netz. In allen Wettbewerben sind es in der Saison 2015/16 bereits 18, nur die Hälfte wurden verwandelt. Neymar traf vier von acht, Messi drei von sechs und Suarez nur zwei von vier. Weil aber auch ein Fehlschuss, wie der von Suarez bei Levante (beim Stand von 3:1), die Serie nicht gefährdet, reagiert man darauf ohne große Aufregung. "Offensichtlich ist es ein Aspekt, den wir verbessern müssen, aber mich beunruhigt das kaum, wenn das passiert, wenn die Spiele schon entschieden sind", hält sich Enrique mit Kritik vornehm zurück.

Das Thema mit den Elfmetern kommt schon komisch rüber, aber uns beeindruckt das ehrlich gesagt wenig.Andres Iniesta zur Elfmeter-Seuche

Auch Mittelfelddirigent Iniesta kümmert der Fakt, dass Barcelona in Sachen Elfmeterverwertung das schlechteste Team in ganz (!) Europa ist, nur sehr rudimentär. "Das Thema mit den Elfmetern kommt schon komisch rüber, aber uns beeindruckt das ehrlich gesagt wenig." Einer der wenigen gelungenen Aktionen vom Punkt war der vieldiskutierte Elfmetertrick von Messi und Suarez vor einigen Wochen. Vielleicht denkt MSN ja angesichts der Probleme vom Punkt noch einmal darüber nach.

Hält Griezmanns Höhenflug weiter an?

Seine Formkurve zeigt steil nach oben: Atleti-Angreifer Antoine Griezmann.
Seine Formkurve zeigt steil nach oben: Atleti-Angreifer Antoine Griezmann.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Gegensatz zu Barcelona würde eine solche Quote den ärgsten Verfolger Atletico Madrid in arge Bredouille bringen, fällt den Rojiblancos das Toreschießen doch ohnehin schon schwer genug (nur 39 Saisontreffer, Barça und Real haben bereits derer 74). Am Sonntagabend (20.30 Uhr) gastiert Atleti beim kriselnden FC Valencia, wo die Hoffnungen erneut auf Angreifer Griezmann ruhen dürften. Zwischen dem 11. und dem 20. Spieltag hatte der Franzose ein Hoch, erzielte alleine 9 seiner 14 Saisontore.

Zwischenzeitlich aber schwächelte der 24-Jährige, blieb in fünf Spielen ohne jeden Treffer. Zum besten Zeitpunkt aber platzte der Knoten wieder: Im Derby erzielte Griezmann das goldene Tor gegen Real, auch unter der Woche gegen Ex-Klub San Sebastian (3:0) netzte er wieder ein. Nichtsdestotrotz sind die Titelhoffnungen deswegen nicht gewachsen, acht Punkte ist Barcelona bereits enteilt. Aber: Gerne würde die Mannschaft von Trainer Diego Simeone den zweiten Platz behalten, um die Zornesröte im Gesicht von Real-Boss Florentino Perez über den Sommer genießen zu können.

Das Restprogramm gibt Anlass zum Optimismus, mit Athletic Bilbao wartet am 34. Spieltag nur noch ein Kontrahent aus den Top 7 der Liga. Und auch die Hintermannschaft um Diego Godin & Co. ist ein wichtiger Eckpfeiler, seit mittlerweile 494 Minuten ist Atleti ohne jedes Gegentor. Zurecht also wurde der Uruguayer in die European-Sports-Media-Elf (in der auch der kicker seine Stimmen abgibt) des Monats Februar gewählt, darunter auch vier Katalanen (Piqué, Busquets, Messi und Suarez) - und keiner aus dem "anderen" Madrid.

msc

Tabellenrechner Primera Division
 
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La Liga Santander - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Barcelona78:2272
 
2Atletico Madrid42:1264
 
3Real Madrid81:2760
 
4FC Villarreal33:1953
 
5FC Sevilla39:2945
 
6Athletic Bilbao44:3644
 
7Celta Vigo40:5142
 
8SD Eibar40:4036
 
9Real Sociedad San Sebastian37:3935
 
10Real Betis Sevilla26:3634
 
11FC Valencia33:3334
 
12FC Malaga27:2833
 
13Deportivo La Coruna37:3933
 
14Espanyol Barcelona28:5431
 
15UD Las Palmas30:4030
 
16FC Getafe27:4527
 
17Rayo Vallecano38:6026
 
18FC Granada29:5326
 
19Sporting Gijon30:5024
 
20UD Levante26:5221