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02.03.2016, 23:10

28. Spieltag: Leicester patzt trotz Zaubertor

Spurs verkrampfen - Klopps geglückte Revanche

Am 28. Spieltag in der Premier League musste Leicester City um die Tabellenführung bangen, durfte sie aber behalten. Denn: Nach dem Remis gegen West Bromwich Albion verkrampfte Tottenham Hotspur bei West Ham und verlor. Arsenal kann indes zu Hause nicht mehr gewinnen. Manchester United fuhr einen Arbeitssieg gegen Watford ein. Und Liverpool? Die Reds nahmen gegen ManCity erfolgreich Revanche. Derweil setzte Chelsea seine Aufholjagd fort und gewann auch bei Norwich City.

Alles im Griff: Tottenhams Harry Kane im Duell mit Angelo Ogbonna (re.).
Alles im Griff: Tottenhams Harry Kane im Duell mit Angelo Ogbonna (re.).
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Erstmals seit März 1964 wollte Tottenham Hotspur die Tabellenführung in England übernehmen. Dafür war ein Sieg bei West Ham United nötig. Doch die Spurs zeigten Nerven, wirkten arg gehemmt und gerieten dann auch noch in Rückstand. Antonio traf schon nach sieben Minuten mit einem wuchtigen Kopfball vom rechten Fünfereck in die Maschen und verzichtete danach auf einen extravaganten Torjubel. Am Wochenende hatte er noch mit einem an Homer Simpson angelehnten Torjubel für Wirbel gesorgt. Diesmal aber konzentrierten sich die Hammers gänzlich aufs Sportliche und durften am Ende einen 1:0-Erfolg bejubeln, der auch im Lager von Leicester City Freudenstürme ausgelöst haben dürfte, bleiben die Foxes doch damit Spitzenreiter der Premier League.

Beim FC Arsenal bahnt sich eine Heim-Krise an

Die Gunners können zu Hause scheinbar nicht gewinnen. Gegen Swansea litten die Gunners, bei denen Özil und Mertesacker zum Zug kamen, mal wieder unter Ladehemmung und ließen einige vielversprechende Chancen ungenutzt. Leidglich Campbell traf, und das technisch äußerst anspruchsvoll, in die Maschen (15.) Danach schlug aber die Stunde der Schwäne, die in Person von Routledge (32.) und Williams (74.) das Blatt zu ihren Gunsten wendeten. Durch die Niederlage verpasste es Arsenal, das nun seit drei Heimspielen auf einen Heimsieg wartet, in der Tabelle mit Tottenham nach Punkten gleichzuziehen.

Newcastle verliert Swansea aus den Augen

Swanseas Sieg dürfte vor allem den Fans von Newcastle United sauer aufgestoßen sein, zog damit ein direkter Konkurrent um den Liga-Verbleib davon. Zu allem Überfluss unterlagen die Magpies auch noch bei Stoke City mit 0:1. Matchwinner war der ehemalige Münchner Shaqiri mit seinem Treffer in der 80. Minute - Wollscheid kam über 90 Minuten zum Einsatz.

Klopps Revanche gegen City geglückt

Alles klar: Reds bejubeln das 3:0 von Roberto Firmino.
Alles klar: Reds bejubeln das 3:0 von Roberto Firmino.
© picture alliance

Am Sonntag unterlag der FC Liverpool im Finale des Capital One Cups in Wembley im Elfmeterschießen Manchester City und besiegelte damit die vierte Endspiel-Niederlage von Jürgen Klopp in Folge. Am Mittwoch hatten die Reds aber direkt die Chance zur Revanche - und nutzten diese: Im 100. Premier-League-Spiel von Schlussmann Mignolet sorgten Lallana per Flachschuss aus 25 Metern (34.), Milner nach Konter (41.) und Roberto Firmino nach feiner Kombination durchs Zentrum (57.) für ein klares 3:0, durch das sich die Liverpooler in der Tabelle auf Rang sieben verbesserten. ManCity wartet damit seit 13 Spielen in Anfield auf einen Sieg.

Mata glänzt als Freistoßkünstler

Marcus Rashford war zuletzt bei Manchester United in aller Munde. Der 18-Jährige hatte zuerst in der Europa League gegen Midtjylland (5:1) mit einem Doppelpack geglänzt und dann auch noch in der Liga gegen Arsenal (3:2).Louis van Gaal brachte den Youngster von Beginn an, gegen Watford blieb Rashford nun aber ohne Torerfolg. Dafür holte mit Mata ein Routinier die Kastanien aus dem Feuer. Der Spanier entschied ein eher schwaches Spiel mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern zu Gunsten der Red Devils.

Leicester strauchelt, bleibt aber vorn

Andy King
Sein Dank galt Ryad Mahrez: Andy King bejubelt seinen Treffer.
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Leicesters Coach Claudio Ranieri weiß auch, dass mit jedem Spieltag, an dem sich seine Truppe an der Tabellenspitze rumtreibt, der Druck steigt. Und so versuchte er zuletzt die Aufmerksamkeit ein bisschen auf die anderen Teams zu richten. Seiner Meinung nach seien die Spurs der Favorit: "Alle sprechen über Leicester, niemand über Tottenham." Doch die Story der Füchse ist einfach besser und so wird das wohl erfolglos bleiben. Allerdings geriet die Tabellenführung nach dem Remis am Dienstag gegen West Bromwich Albion tatsächlich in Gefahr. Die Foxes mussten bangen - mehr aber auch nicht, denn am Mittwoch spielte die Konkurrenz für sie.

Gegen West Brom sah es ohne den verletzten Kanté schon früh gar nicht gut aus, denn die Gäste gingen schnell in Führung. Ein Pass in die Schnittstelle der Abwehr ließ vor allem Huth nicht gut aussehen. Der ehemalige deutsche Nationalspieler ließ sich im Zweikampf von Rondon abkochen, und der Venezuelaner ließ Keeper Schmeichel keine Chance (11.). Wie man Meister werden könnte, zeigte nach einer halben Stunde Drinkwater. Sein eigentlich recht harmloser Schuss aus gut 25 Metern wurde von Olsson abgefälscht und landete dann mehr als sehenswert und mit viel Glück in der linken Triangel.

Mahrez bereitet per Hacke vor

Mit einem echten Kunstwerk verabschiedete sich Leicester in die Pause. Von der linken Seite passte Albrighton einmal quer übers Feld in den Strafraum. Dort legte Mahrez per Hacke aus halbrechter Position ab. Aus zwölf Metern schoss King schließlich in die lange Ecke ab (45. +1). Weltklasse. Es war ganz offensichtlich der Abend der schönen Tore, denn auch West Brom hatte noch einen auf Lager: Gardner erzielte per direktem Freistoß aus gut 20 Metern, wieder genau oben links rein, den Ausgleich zum 2:2-Endstand.

Diesmal blieb der späte Jubel wie beim 1:0-Last-Minute-Sieg gegen Norwich aus. Dabei gab es reichlich Gelegenheiten. Während am Samstag nur 13 Torschüsse zu Buche standen, waren es gegen West Brom 22. Vardy und Okazaki trafen per Kopf dabei nur Aluminium. Die Punkteteilung könnte am Ende also noch sehr weh tun.

Chelsea startet kleine Serie - Kenedy trifft nach 39 Sekunden

Kenedy
Schnellstes Tor der Saison: Chelseas Kenedy jubelt schon nach 39 Sekunden.
© imago

Die Aufholjagd von Chelsea ging derweil auch gegen Norwich weiter. Bereits in der ersten Minute traf Kenedy per schönem Flachschuss aus 20 Metern. Die Stoppuhr zeigte 39 Sekunden. Damit ist es das schnellste Tor der laufenden Saison. Kurz vor der Pause erhöhte Diego Costa. Nach einem Pass von Traoré überwand der Angreifer Keeper Ruddy mit viel Gefühl zum 2:0. Völlig zurecht reklamierte Norwich auf Abseits, ohne Erfolg. Dennoch wurde es nochmals spannend. Nach schöner Vorarbeit von Hoolahan, verkürzte Redmond aus spitzem Winkel zum 1:2 (68.). Letztlich reichte es für die Blues, immerhin ja noch amtierender Meister, aber zum dritten Sieg in Serie - erstmals seit April 2015.

tru/drm

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 03.03., 09:51 Uhr
Klopps Revanche geglückt: "Wichtiges Zeichen"
Am Sonntag hatte Liverpool das Finale des Capital One Cup gegen Manchester City noch sehr dramatisch verloren. Drei Tage später gab es in der Premiere League schon die Chance auf Revanche und die wurde genutzt. Die Reds gewannen gleich mit 3:0 und Coach Jürgen Klopp zeigte sich danach hochzufrieden, verteilte viel Lob und wertete die Partie als "wichtiges Zeichen für die Jungs".
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02.03.16
 
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Barclays Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Leicester City51:3157
 
2Tottenham Hotspur49:2254
 
3FC Arsenal44:2851
 
4Manchester City48:3147
 
5Manchester United37:2647
 
6West Ham United42:3146
 
7Stoke City30:3342
 
8FC Liverpool41:3641
 
9FC Southampton35:2840
 
10FC Chelsea42:3839
 
11FC Everton49:3638
 
12FC Watford29:2937
 
13West Bromwich Albion29:3636
 
14Crystal Palace31:3733
 
15AFC Bournemouth32:4432
 
16Swansea City27:3730
 
17AFC Sunderland34:5324
 
18Norwich City31:5324
 
19Newcastle United27:5024
 
20Aston Villa22:5116