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27.02.2016, 19:19

Serbien: Ilic und Vlahovic schreiben Geschichte

Roter Stern siegt im Jubiläumsderby

Roter Stern Belgrad spielt die beste Saison der Vereinsgeschichte und führt die Liga in Serbien mit einem satten Vorsprung von 27 Punkten an. Am Samstag stand nun das 150. "ewige Derby" bei Partizan an. Es war ein Spiel, in dem der Tabellenführer viel zu verlieren hatte, denn eine Niederlage ausgerechnet gegen den Dauerrivalen wäre wohl ein dicker Maluspunkt in einer an sich phantastischen Saison gewesen.

Er hat das Belgrader Derby entschieden: Hugo Vieira (2.v.li.).
Er hat das Belgrader Derby entschieden: Hugo Vieira (2.v.li.).
© imagoZoomansicht

Am Samstag stand für Roter Stern das vielleicht schwerste Spiel auf dem Programm: bei Erzrivale Partizan Belgrad. An Selbstbewusstsein fehlte es den Rot-Weißen jedoch nicht, kamen sie doch mit einer phänomenalen Serie von 20 Siegen in Folge im Gepäck an. Und auch weitere Statistiken unterstrichen die Dominanz des Rekordmeisters in der laufenden Saison. 22 Siege, zwei Remis, 68 Punkte und eine Tordifferenz von 69:17 sprechen eine klare Sprache - kaum eine Mannschaft dominiert ihre Liga derart. Dennoch wäre das alles aus Sicht der treuesten RSB-Anhänger Makulatur, würde man das Derby nicht gewinnen. Und dann war ja auch noch die Tatsache, dass man die letzten drei Stadtderbys bei Partizan verloren hatte.

Und auch diesmal machte es den Anschein, als würden die schlimmsten Befürchtungen wahr werden, denn das Team von Trainer Miodrag Bozovic, auch "Der Graf" genannt, geriet in Rückstand. Zunächst sorgten aber die Fangruppen in bereits gewohnter Manier für unschöne Szenen, indem eine Unmenge an Feuerwerkskörpern gezündet wurde. Das hatte zur Folge, dass die Partie kurzfristig unterbrochen werden musste. Als dann wieder Fußball gespielt wurde, entwickelte sich ein typisches Belgrader Derby, das durch Härte und viel Engagement glänzte. Chancen ließen auch nicht lange auf sich warten.

Gogoua schraubt sich hoch - Roter Stern antwortet rasch

Gogoua war es schließlich, der das erste Tor der Partie markierte. Der hünenhafte Ivorer schraubte sich nach 17 Minuten hoch und köpfte wuchtig zur Partizan-Führung ein. Die Freude darüber währte aber nur sieben Minuten, denn Luis Ibanes zwirbelte einen 20-Meter-Freistoß von rechts direkt ins kurze Eck - 1:1 (25.). Kurz darauf leitete der zukünftige Liverpooler Grujic den nächsten Treffer des Tabellenführers ein, und dieser konnte sich sehen lassen. Hugo Vieira traf per Flugkopfball zum 2:1 (33.).

Mit der Führung im Rücken zog sich Roter Stern weiter zurück und lauerte auf Konter, ließ die Zügel gegen ideenlose und immer wieder mit dem Schiedsrichter Glodjovic hadernde Schwarz-Weiße aber nicht locker. Eine zentrale Rolle spielte der Referee dann auch in der 75. Minute, als er Roter Sterns Kapitän Lukovic wegen eines taktischen Fouls mit Gelb-Rot vom Platz schickte. In der heißen Schlussphase, in der Partie immer wieder unterbrochen wurde - mehrfach wurden in beiden Lagern bengalische Feuer gezündet - warf Partizan noch einmal alles nach vorne, konnte die Niederlage im Jubiläumsderby letztlich aber doch nicht verhindern.

Was bleibt? Zwei Partizan-Spieler trugen sich zudem in die Geschichtsbücher ein: Der eingewechselte Dusan Vlahovic ist nunmehr mit 16 Jahren und neun Tagen der jüngste Spieler, der jemals in dem Belgrader Stadtderby zum Einsatz gekommen ist. Routinier Sasa Ilic (38) bestritt derweil schon sein 26. "ewiges Derby" - Rekord!

drm

 
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