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14.02.2016, 23:16

25. Spieltag: Lazio startet mit Sieg, Dzeko rettet Roma

Zaza schockt ganz Neapel - Florenz ringt Inter nieder

Mit dem rechtzeitig fit gewordenen Sami Khedira tütete Juventus Turin im absoluten Spitzenspiel der Serie A gegen Neapel den 15. Ligadreier in Serie ein. Viel wichtiger aber: Nach dem schlechtesten Saisonstart der Geschichte mit nur einem Punkt nach drei Partien steht die Alte Dame wieder auf Rang eins. Im Verfolgerduell mit drei Platzverweisen setzte sich Florenz durch ein ebenso spätes wie glückliches Tor gegen Inter durch.

Rechtzeitig fit: Khedira beginnt überraschend

Allan gegen Sami Khedira
Doch mit dabei: Sami Khedira (hier gegen Neapels Allan) kurierte seine Adduktorenverletzung rechtzeitig aus.
© Getty ImagesZoomansicht

Das Duell zwischen Juventus Turin und SSC Neapel, Erster gegen Zweiter, hielt Italien am Wochenende des 25. Spieltags in Atem. Alleine die Fakten, dass Juve mit einer Serie von 14 Dreiern in Folge und Napoli mit acht Siegen am Stück ins Spiel gegangen waren, sprachen für sich.

Eine der brennendsten Fragen vor dem Duell: Kann Khedira nach seiner erlittenen Adduktorenverletzung aus dem Ligaspiel bei Chievo Verona (4:0) spielen? Die Antwort: Ja, die zusätzlichen Trainingsschichten in der Nacht und die Unterstützung von DFB-Arzt Dr. Müller-Wohlfahrt halfen dem Weltmeister, um von Beginn an auflaufen zu können. Sicherlich ein wichtiger Punkt für die Alte Dame, denn: In allen 15 Pflichtspielen mit dem im Sommer von Real Madrid gekommenen Khedira blieben die Bianconeri ungeschlagen (13 Siege, zwei Remis).

Zaza beschert Juve die Tabellenführung

Das 16. Pflichtspiel für Juventus Turin mit Khedira erwies sich am Samstagabend jedoch von Beginn an als schwere Prüfung: Neapel agierte defensiv äußerst sicher und setzte stets Nadelstiche, in der Schlussphase der ersten Hälfte entwickelten die Süditaliener sogar enormen Druck. Doch Bonucci mit einer meisterlichen Klärung vor Higuain (35.) und eine starke Parade von Buffon (38.) verhinderten die SSC-Führung. Die Leistung der Hausherren war indes auch beachtlich, denn neben der gewohnten Abwehrstärke initiierten auch Dybala & Co. immer wieder Torannäherungen. Die beste Chance verzeichnete Pogba in Minute 20, als er einen direkten Freistoß knapp am Tor vorbeischlenzte. Dennoch endete Abschnitt eins mit 0:0.

Juventus Turin
Etappenziel erreicht: Juventus Turin hat sich mit 15 Siegen in Serie Platz eins geschnappt.
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Die zweiten 45 Minuten begannen dagegen direkt turbulent: Insigne prüfte Buffon aus spitzem Winkel mit der Pike (46.). Auf der anderen Seite glänzte Pogba zunächst mit einer starken Ballannahme und einem klugen Zuspiel für den freien Dybala. Der 22-Jährige feuerte das Leder allerdings einen Meter übers Tor (63.). Insgesamt verweigerten beide Vereine aber zu hohes Risiko, ihnen war stets das Verteidigen wichtiger. Deswegen entwickelte sich am Ende ein höhepunktarmes Geplänkel - mit einer für Napoli äußerst bitteren Ausnahme: Joker Zaza kam nach einer finalen Kombination noch einmal ans Leder und feuerte den Ball - leicht abgefälscht - zum 1:0-Siegtreffer in die Maschen.

Die Serie-A-Siegesserie der Bianconeri hält nun schon unfassbare 15 Spiele an, während die der Süditaliener nach acht Partien endet. Doch viel schlimmer aus Sicht von Napoli: Die Tabellenführung muss an Rivale Juve, den Meister von 2012, 2013, 2014 und 2015, abgegeben werden - der Traum eines Titels nach Diego Maradonas Glanzzeit vor 23 Jahren erhielt einen herben Dämpfer.

Honda führt Milan zum Sieg über Genua

Am Sonntagnachmittag konnte sich der AC Mailand mit 2:1 gegen den CFC Genua durchsetzen, bei dem Augsburg-Leihgabe Tim Matavz in der Startelf stand. Nachdem ein Fernschuss-Kracher von Keisuke Honda von CFC-Keeper Mattia Perin noch aus dem Winkel gefischt wurde, führte die anschließende Ecke in der 5. Minute schon zur Milan-Führung. Nach einer eigenwilligen Eckenvariante hielt Honda den Ball knapp vor der Torauslinie im Spiel und flankte, am langen Pfosten konnte Carlos Bacca den Ball annehmen und jagte ihn hart, aber unplatziert in die Maschen. Der agile Honda selbst verdoppelte den Vorsprung nach gut einer Stunde, als er Perin mit einem Linksschuss aus rund 30 Metern überraschte, der als Aufsetzer rechts unten einschlug. Erst in der Nachspielzeit gelang den Gästen der Anschluss: Ein Matavz-Schuss wurde von AC-Schlussmann Gianluigi Donnarumma hoch abgewehrt, der zur Pause eingewechselte Cerci - erst im Januar von Milan nach Genua gekommen - schaltete am schnellsten und drückte die Kugel über die Linie. Eine Wende geben konnte er dem Spiel damit nicht mehr.

Florenz dreht das Spiel gegen Inter im Pingpong-Stil

Am Sonntagabend fand dann zum Abschluss des Spieltags das Verfolgerduell zwischen dem AC Florenz und Inter Mailand statt. Die Gäste aus der Lombardei konnten auf Stürmer Mauro Icardi zurückgreifen, dessen Einsatz lange aufgrund einer Magenverstimmung unsicher geblieben war. Doch den besseren Start erwischte die Fiorentina, für die Federico Bernardeschi früh an Samir Handanovic scheiterte, der wenig später auch gegen Josip Ilicic das bessere Ende für sich behielt. Alex Telles musste für Inter noch auf der Linie klären, dann gingen überraschend die Nerazzurri in Führung: Durch einen Steilpass auf den durchstartenden Rodrigo Palacio wurde die Abwehr ausgehebelt, die folgende Hereingabe nahm der völlig freie Marcelo Brozovic direkt und feuerte den Ball aus acht Metern hoch unter die Latte (26.).

Der Treffer zeigte Wirkung, erst nach einer Stunde hatte Florenz eine Antwort parat. Eine Flanke von der rechten Angiffsseite beförderte Borja Valero per Flugkopfball zum 1:1 in die Maschen. Inter spekulierte auf Abseits, während andere AC-Spieler sich in der verbotenen Zone befanden, lief der Torschütze passend ein.

In der Folge stand Alex Telles im Mittelpunkt: Zunächst bekam er den Ball im eigenen Strafraum an die Hand, ein Elfmeterpfiff blieb aber aus (63.). Eine hektische Schlussphase läutete der Brasilianer dann mit einem ungeschickten Zweikampf gegen Bernardeschi ein, der mit Gelb-Rot bestraft wurde. In der Nachspielzeit kam Florenz dann tatsächlich noch zum nicht unverdienten Siegtreffer: Einen Zarate-Flachschuss konnte Handanovic nur nach vorne abklatschen, zweimal prallte der Ball in Pingpong-Manier im Fünfer hin und her, dann sprang er von der Brust von Khouma Babacar über die Linie.

Noch nicht der Schlusspunkt, denn Zarate handelte sich nach Zeitspiel und einer handfesten Diskussion mit Jeison Murillo noch einen Platzverweis ein - ebenso wie nach dem Schlusspfiff noch Inters Geoffrey Kondogbia, der den letzten Pfiff von Schiedsrichter Paolo Silvio Mazzoleni mit sarkastischem Applaus quittierte. Durch den Erfolg sichert Florenz Platz drei, während Inter nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen nun den Lokalrivalen AC Milan im Nacken hat.

Lazio ballert sich den Frust von der Seele

Felipe Anderson (links) und Stefano Mauri
Felipe Anderson (links), Stefano Mauri & Co. fuhren für Lazio Roma einen klaren 5:2-Sieg ein.
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Vor den beiden Topspielen (Juve vs. Napoli, Florenz vs. Inter) griff zunächst am Donnerstagabend Lazio ins Geschehen ein. Und nach drei Spielen ohne Treffer schossen sich die Biancocelesti gegen Schlusslicht Hellas Verona beim 5:2 den Frust von der Seele. Den Torreigen eröffnete Alessandro Matri allerdings erst kurz vor der Pause (45.). Nach Wiederbeginn erhöhten Stefano Mauri (50.) und Felipe Anderson (69.) auf ein scheinbar komfortables 3:0. Doch binnen sieben Minuten machten es Leandro Greco (72.) und der Ex-Münchner Luca Toni (79.) noch einmal spannend, ehe Balde Diao Keita (82.) und Antonio Candreva per Strafstoß (90.) letztlich für ein deutliches Ergebnis für Lazio sorgten, das mit dem Erfolg auf Platz sieben der Tabelle sprang.

Für einen Weltmeister ging die Durststrecke aber weiter: Weltmeister Miroslav Klose, der - erst in der 80. Minute eingewechselt - auch in seinem 14. Einsatz dieser Serie-A-Saison ohne Tor blieb.

Dzeko rettet die Roma

Die Roma kam am Freitagabend noch einmal mit einem blauen Auge davon und setzte die Konkurrenz aus Florenz und Mailand im Kampf um den Champions-League-Qualifikationsplatz wieder unter Druck. Die Hauptstädter gewannen dank eines späten Doppelpacks von Edin Dzeko (84.) und Mohamed Salah (85.) mit 3:1 beim Drittletzten Capri. Zuvor hatte Lucas Digne die Giallorossi mit einem tollen Linksschuss in Führung gebracht, ehe ein Fehler des Ex-Stuttgarters Antonio Rüdiger den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Kevin Lasagna einleitete. Für die von Luciano Spalletti trainierten Hauptstädter bedeutete der Sieg den vierten Dreier in Serie.

kon

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© imago

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14.02.16
 
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zum Thema

Serie A TIM - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Juventus Turin46:1557
 
2SSC Neapel53:2056
 
3AC Florenz44:2449
 
4AS Rom47:2747
 
5Inter Mailand31:2245
 
6AC Mailand37:2743
 
7Lazio Rom34:3436
 
8Sassuolo Calcio29:2935
 
9FC Empoli30:3434
 
10FC Bologna29:3133
 
11AC Chievo Verona30:3331
 
12FC Turin33:3331
 
13Atalanta Bergamo23:2729
 
14Udinese Calcio21:3827
 
15US Palermo27:4226
 
16CFC Genua 189325:3025
 
17Sampdoria Genua36:4325
 
18Frosinone Calcio26:5122
 
19FC Carpi23:4319
 
20Hellas Verona21:4215