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08.02.2016, 11:41

Protest gegen Ticketpreise "nur der Anfang"

Fan-Abzug macht Liverpool-Besitzer nervös

Fast ein Viertel der Zuschauer verließ am Samstag in der 77. Minute aus Protest gegen die neuen Ticket-Preise die Anfield Road. Danach kündigten die Fans des FC Liverpool weitere Aktionen an - jetzt werden die Klub-Besitzer nervös.

Liverpool-Fans am Samstag beim Heimspiel gegen Sunderland
"Ohne Fans ist Fußball nichts": Liverpool-Fans protestieren beim Heimspiel gegen Sunderland gegen die Ticketpreise.
© imagoZoomansicht

Es war ein beeindruckendes Schauspiel: Als der FC Liverpool am Samstag gegen den AFC Sunderland in der 77. Minute mit 2:0 führte, verließen plötzlich rund 10.000 der 44.179 Zuschauer von einem Schlachtruf begleitet ("Enough is enough, you greedy bastards") das Stadion. Und die Fans, darunter sogar Klub-Legende Jamie Carragher, hatten das erreicht, was sie sich zunächst einmal von ihrem Protest versprochen hatten: Aufmerksamkeit.

Die "gierigen Bastarde", damit sind die Klubbesitzer des FC Liverpool gemeint, die Fenway Sports Group. Ihnen legen die Fans zur Last, dass die Ticketpreise zur kommenden Saison teilweise massiv erhöht werden. Auf der neuen Haupttribüne sollen Tickets dann 77 Pfund kosten, gleichzeitig werden erstmals Dauerkarten die 1000-Pfund-Marke knacken.

Wir hätten einfach gerne das Gefühl, dass sie nicht über uns lachen.Liverpool-Fan Rob Gutmann

Was die Anhängerschaft aber besonders ärgert: Der Klub hatte die neue Preisstruktur ja nicht aus dem Nichts veröffentlicht, 13 Monate lang fanden Debatten mit Fan-Vertretern statt. Jetzt fühlen sich viele vor den Kopf gestoßen. "Wir sind mehr wert", schreibt Rob Gutmann, ein Anhänger, der am Samstag das Stadion verlassen hatte, beim "Guardian". "Ein 8,5 Milliarden Pfund schwerer TV-Geldregen hat es verdient, geteilt zu werden. Ich gebe Liverpool seit 30 Jahren als Dauerkartenbesitzer mein Geld. Wir hätten einfach gerne das Gefühl, dass sie nicht über uns lachen."

Spätestens seit Samstag tun sie das offenbar auch nicht mehr: Medienberichten zufolge sprachen die in Boston beheimateten Klub-Eigner am Sonntag eilig mit Offiziellen aus Vorstand und Management über die Preisstruktur. Die Bilder vom Samstag machen sie augenscheinlich nervös, im Verein rechnete niemand mit einer derartigen Reaktion.

Die Klub argumentiert: 45 Prozent der Tagestickets werden billiger

Die Argumentation der Macher: 45 Prozent der Tagestickets werden im Zuge der Neustrukturierung günstiger, bei 64 Prozent der Dauerkarten bleibt der Preis mindestens gleich, und bei einigen Spielen werden 1500 Tickets schon für neun Pfund (11,70 Euro) erhältlich sein. Die Fans halten mit den bevorstehenden Millionen aus dem TV-Vertrag dagegen und kündigten nach dem 2:2 gegen Sunderland an: "Das war nur der Anfang."

jpe

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08.02.16
 
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Barclays Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Leicester City47:2753
 
2Tottenham Hotspur45:1948
 
3FC Arsenal39:2248
 
4Manchester City47:2647
 
5Manchester United32:2241
 
6West Ham United38:2939
 
7FC Southampton33:2437
 
8FC Everton46:3435
 
9FC Liverpool32:3635
 
10FC Watford27:2733
 
11Stoke City24:3133
 
12Crystal Palace26:3032
 
13FC Chelsea33:3530
 
14West Bromwich Albion23:3229
 
15AFC Bournemouth29:4128
 
16Swansea City24:3327
 
17Newcastle United26:4424
 
18Norwich City28:4823
 
19AFC Sunderland30:4920
 
20Aston Villa20:4016