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05.02.2016, 13:31

Spurs huldigen Alli - Wenger im Krisen-Modus

Leicester lacht den Hype weg - "Ich bin nicht Obama!"

Vor einem Jahr zwei Punkte Rückstand auf Platz 19, heute drei Punkte Vorsprung auf Platz zwei: Das Märchen von Leicester City ist einzigartig in der Premier-League-Geschichte. Kann der Fast-Absteiger der Vorsaison wirklich Meister werden? Der Trainer wehrt sich vor dem Topspiel beim Zweiten Manchester City noch - doch es gibt gute Gründe, dass sich das bald ändert. Die vier Meisterkandidaten vor dem 25. Spieltag.

Tor der Saison, Barça-Vergleiche: Leicester-Hype vor dem Spitzenspiel

Ein Fan von Leicester City klopft sich beim Sieg gegen Liverpool auf das eintätowierte Klub-Wappen
Im Rausch: Ein Fan von Leicester City klopft sich gegen Liverpool ekstatisch auf das eintätowierte Klub-Wappen.
© imagoZoomansicht

Leicester City kann Meister werden. Dieser Satz, für den man vor einem Jahr, als Leicester Letzter war, noch schief angeschaut worden wäre, kommt immer mehr Premier-League-Fans ungeniert über die Lippen. Claudio Ranieri, dem Trainer und glänzenden Moderator des Höhenflugs, jedoch noch nicht. "Ich würde gerne sagen: 'Yes we can!' Aber ich bin nicht Obama." Nur: Warum sollten sie nicht "können"? Leicester hat drei Punkte Vorsprung auf den Zweiten, erst zweimal verloren und spielte gegen Liverpool (2:0) teilweise Zauberfußball. Vardy bewarb sich für das "Tor der Saison", eine andere Passstafette erinnerte die TV-Experten sogar an den großen FC Barcelona. "Ruhig, ruhig, ruhig!", lacht Ranieri derlei Vergleiche weg.

Er weiß: Jener Zweite, Manchester City, ist der nächste Gegner, und der Vierte, Arsenal, der übernächste. Am Samstag (13.45 Uhr) kommt es zum vorläufigen Showdown in Manchester. Guardiolas Bald-Arbeitgeber hat zwar wieder einen fitten Aguero in den Reihen, der mit seinen Toren jederzeit den Unterschied machen kann. Mit FA Cup, Ligapokalfinale und Champions League (2200-km-Reise nach Kiew) stehen allerdings noch strapaziöse Termine in Citys Terminplan, mit denen Leicester nichts mehr zu tun hat oder niemals zu tun hatte. Der Tabellenführer bestreitet einfach Spieltag für Spieltag ein Ligaspiel - mehr nicht. So haben auch Vardy und Mahrez gute Aussichten, gesund zu bleiben.

19 Jahre, 22 Spiele, 7 Tore: Alli verzückt die Spurs

Dele Alli
Das vielleicht größte englische Talent seit Paul Gascoigne: Dele Alli von Tottenham Hotspur.
© picture alliance

Für Tottenham spricht im Titelrennen Dreierlei: die Form (fünf Pflichtsiege in Folge), die Tordifferenz (Topwert mit +25) und Dele Alli, das für immer mehr Beobachter größte englische Talent seit Paul Gascoigne. Als zentraler Mittelfeldspieler hat der 19-Jährige in 22 Spielen schon sieben Ligatore erzielt - das schaffte weder Lampard (5) noch Gerrard (1) vor seinem 20. Geburtstag. Gegen Tottenham spricht, und das ist ein ziemlich großes Contra, die anstehende Europa-League-Belastung. Der Donnerstag-Sonntag-Rhythmus hat schon so manchen Meisterkandidaten ausgebremst. Und auch Alli bereitet ein paar Sorgen: Beim 3:0 in Norwich klagte er kurz vor dem Wiederanpfiff über Schwindel, musste ausgewechselt werden und wurde unter der Woche eifrig durchgecheckt. Gegen Watford kann er am Samstagnachmittag (16 Uhr) aber wohl auflaufen.

"Immer das gleiche mit dir!" Kriegt Wenger die Kurve?

Schon wieder, Arsenal? Die Gunners scheinen mal wieder mühevoll daran zu arbeiten, eine große Titelchance zu verspielen. Nach vier Ligaspielen ohne Sieg und drei davon ohne Tor liegen sie plötzlich fünf Punkte hinter Spitzenreiter Leicester, sogar Erzrivale Tottenham ist vorbeigezogen. Und Arsene Wenger tut das, was er in solchen Zeiten stets zu tut pflegt: Er spielt den Negativlauf herunter ("Wir dürfen nicht schwarzsehen, denn unsere Leistung hatte in jedem dieser Spiele Qualität") - und präsentiert sich als schlechter Verlierer, selbst wenn er gar nicht verloren hat: "Es ist immer das gleiche mit dir!", rief er nach dem 0:0 in Southampton im Kabinengang Referee Lee Mason wütend zu. Woraufhin Southamptons Trainer Ronald Koeman angeblich einwarf: "Und es ist immer das gleiche mit dir! Ihr hattet zehn Chancen und habt keine genutzt. Warum gehst du ihn an?"

Am Sonntag (14.30 Uhr) ist Arsenal in Bournemouth beim seit vier Pflichtspielen ungeschlagenen Aufsteiger gefordert. Es ist vielleicht der richtige Ort für Özil & Co., um zu zeigen, dass sie ihre Nerven noch im Griff haben. Und auch wenn direkt im Anschluss (17 Uhr) Chelsea Manchester United empfängt: Der eigentliche "Super Sunday" folgt in einer Woche: Dann trifft Arsenal auf Leicester - und ManCity auf Tottenham. Ein solchen Titelkampf hat die Premier League lange nicht mehr erlebt.

jpe

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