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25.01.2016, 17:38

Liverpool vor dem Halbfinalrückspiel gegen Stoke

Klopp: "Finaleinzug würde mir nicht viel bedeuten"

Jürgen Klopp hat Wembley fest im Blick, seine Ersatzbrille macht es möglich. Nach dem wilden 5:4 in Norwich in der Liga will der FC Liverpool am Dienstag im Rückspiel des Ligapokal-Halbfinals gegen Stoke zur Abwechslung vor allem mal wieder gut verteidigen - auch wenn Klopp der Einzug ins Endspiel gar nicht so wichtig ist.

Jürgen Klopp nach dem 5:4 in Norwich
Da fehlt doch was: Jürgen Klopp muss gegen Stoke seine Ersatzbrille tragen - und sieht damit "wie ein Serienkiller" aus.

Die Reporter wollten es ganz genau wissen, und Jürgen Klopp gab bereitwillig Auskunft. Nein, er habe keine neue, sondern seine Zweitbrille auf. "Ich sehe damit ein bisschen wie ein Serienkiller aus." Nein, Stürmer Christian Benteke, der das alte Modell nach dem 5:4 in Norwich am Samstag versehentlich irreparabel beschädigt hatte, müsse sie nicht ersetzen. "Es war mein Fehler, und noch nie in meinem Leben musste jemand für einen meiner Fehler bezahlen."

Dann richtete sich der Blick endlich auf das, wofür die Reporterschar an diesem Montagnachmittag eigentlich an die Anfield Road gereist war: Klopp sprach über das Halbfinal-Rückspiel im Capital One Cup am Dienstagabend (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen Stoke City. Nach dem 1:0-Erfolg vor drei Wochen darf der FC Liverpool sehr real vom Finale am 28. Februar in Wembley träumen.

Ein 0:0 würde schon reichen, doch was heißt schon "schon"? Das 5:4 in Norwich zeigte einmal mehr, dass die Defensive Klopps Problemzone bleibt, allen voran bei gegnerischen Standardsituationen. Acht Gegentore nach Ecken sind Ligaminusrekord. "Wir wissen um das Problem", versichert Klopp. "Wir haben intensiv darüber gesprochen, nicht nur einmal, aber hoffentlich das letzte Mal. Es geht nicht ums System oder die Qualität der Standards, es geht um uns. Wir verteidigen die ersten Bälle gut, haben aber mit den zweiten oder dritten Probleme."

Klopps Empfehlung: Standardschwäche "ignorieren"

Seine unorthodoxe Empfehlung: "Jetzt, da wir darüber gesprochen haben, müssen wir das Problem ignorieren. Es darf nicht so sein: Standard, Ball kommt, und alle machen 30 Sekunden lang so..." - Klopp hält die Luft an - "...und warten, was passiert". Da müsse man cool bleiben. "Es ist noch nicht zu spät, dazuzulernen, aber jetzt wird es langsam Zeit."

Die personelle Situation macht das allerdings nicht wahrscheinlicher: Weil Winterneuzugang Steven Caulker sicher und Kolo Touré sowie Mamadou Sakho vielleicht ausfallen, muss wohl Dejan Lovren nach nur zwei Trainingseinheiten ein schnelles Comeback in der Innenverteidigung geben. Auch Rechtsverteidiger Nathanial Clyne ist noch fraglich, aber "ein knallharter Kerl", so Klopp. Hoffnung macht die "offensichtlich sehr gute Form" von Roberto Firmino (vier Tore in den letzten drei Ligaspielen) und ein Gegner, dessen spielstarker Stil Liverpool entgegenkommen dürfte.

"Ich habe noch nie von einem Zweitplatzierten im Carling Cup gehört"

Was würde Klopp das erste Finale als Liverpool-Trainer bedeuten? "Nicht viel, um ehrlich zu sein. Das ist nur ein Schritt. Man bleibt nur in Erinnerung, wenn man es gewinnt. Ich habe noch nie von einem Zweitplatzierten im Carling Cup gehört", sagt Klopp, wobei der Wettbewerb seit 2012 im Übrigen Capital One Cup heißt: "Oder weiß hier noch irgendjemand, wer vor vier Jahren Zweiter wurde? Ich glaube kaum." Es war Cardiff City, das hätte der eine oder andere Lokaljournalist wohl doch gewusst: Das Finale gewann Liverpool (3:2 i.E.).

jpe

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kicker.tv Hintergrund- 26.01., 15:24 Uhr
Klopp: Wembley ist ganz nah
Nach dem verrückten 5:4-Erfolg in Norwich samt Jubelsprint und kaputter Brille steht für Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool der nächste Auftritt an. Im Halbfinal-Rückspiel des Ligapokals geht es gegen Stoke City. Es sei großartig ein Finale zu gewinnen, meinte Klopp, nur dass man es dann auch gewinnen müsse. Nach der Niederlage gegen Wolfsburg mit dem BVB im DFB-Pokalfinale 2015 weiß Klopp, wovon er redet. Die Chancen aufs Endspiel in Wembley, wo Lokalrivale Everton warten könnte, sind nach dem 1:0-Auswärtssieg im Hinspiel gut.
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