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20.01.2016, 14:39

Verbales Trainerduell in der Coppa Italia

Mancini kontra Sarri: "Er ist ein Rassist"

Ein Duell an der Seitenlinie, das offenbar nicht den üblichen Gepflogenheiten entspricht: Roberto Mancini hat seinen Trainerkollegen Maurizio Sarri nach dem Pokalduell von Inter Mailand beim SSC Neapel (2:0) als Rassisten bezeichnet. Sarri zeigte sich von den Anschuldigungen überrascht. Ihm droht dennoch eine lange Sperre.

"In England dürfte er nie wieder einen Fuß auf einen Platz setzen": Roberto Mancini über Maurizio Sarri (re.).
"In England dürfte er nie wieder einen Fuß auf einen Platz setzen": Roberto Mancini über Maurizio Sarri (re.).
© imagoZoomansicht

Inter Mailand war im Viertelfinale der Coppa Italia in Neapels stets stimmungsvollem San Paolo zu Gast. Doch die Stimmung unter den beiden Trainern war am Dienstag beim 2:0-Sieg der Lombarden offenbar mehr als vergiftet. Denn Mancini holte nach dem Schlusspfiff via RAI TV zu einer Verbalattacke gegen Sarri aus. Dieser habe ihn in der hitzigen Nachspielzeit, in der die beiden Fußballlehrer auf die Tribüne verwiesen worden waren, als "Schwuchtel" bezeichnet.

"Sarri ist ein Rassist, und solche Leute haben im Fußball keinen Platz", sagte Mancini, der sich nach Spielende auf dem Weg in die Kabine des Kontrahenten aufmachte. "Da hat er sich entschuldigt. Aber ich habe ihm gesagt, dass er in England nie wieder einen Fuß auf einen Platz setzen dürfte." Mancini trainierte von 2009 bis 2013 Manchester City.

Sarri wiederum zeigte sich von den Anschuldigungen überrascht. "Ich habe schon Schlimmeres auf einem Fußballfeld gehört", erklärte er: "Ich habe keinerlei diskriminierende Worte benutzt und habe nichts gegen Homosexuelle. Das Adrenalin während eines Spiels führt dazu, dass man schlechte Witze macht, aber das sollte nach dem Spiel kein Thema mehr sein. Ich habe mich bei Mancini entschuldigt, von meiner Seite aus ist alles in Ordnung."

Ob das auch für das Sportgericht gilt? Sollte die Richter dies als schwulenfeindliche Beleidigung einstufen, könnte Sarri für bis zu vier Monate gesperrt werden. Dies berichten italienische Medien.

aho/sid

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Ein Geniestreich von Stevan Jovetic ebnete Inter Mailand den Weg ins Halbfinale der Coppa Italia. Beim SSC Neapel drehte der Montenegriner den Ball aus über 20 Metern wunderbar um einen Gegenspieler in die Maschen - Pepe Reina war machtlos. Nach Dries Mertens' Schwalben-Platzverweis leitete Jovetic dann auch noch das 2:0 in der Nachspielzeit ein, das Adem Ljajic nach einem Sololauf erzielte.
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