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11.01.2016, 23:00

Real-Trikot des Franzosen wird wieder verkauft

"Filmreifes" Zidane-Debüt: Nur Bale ist ernüchtert

Während Vorgänger Rafael Benitez mit einem müden 0:0 gegen Sporting Gijon in seine kurze wie unglückliche Amtszeit gestartet war, heimste Reals neuer Coach Zinedine Zidane nach seiner perfekten Premiere reichlich Lob ein. Durch das 5:0 gegen Deportivo La Coruna schaffte es der Franzose gar in die königlichen Geschichtsbücher. Auch die Presse feierte den 43-Jährigen ab - nur Gareth Bale nicht. Und Real? Das verkauft wieder Zidane-Trikots.

"Art und Weise, die unter Benitez nie zu sehen war"

Bedankte sich nach seinem Hattrick bei Gareth Bale: Reals neuer Coach Zinedine Zidane.
Bedankte sich nach seinem Hattrick bei Gareth Bale: Reals neuer Coach Zinedine Zidane.
© imagoZoomansicht

Heiß erwartet war das Debüt von Zidane, das den Real-Fan von der ersten Sekunde an packte. "Es war ein filmreifes Debüt, in dem Zidanes Handschrift bereits zu erkennen war", schrieb die Marca. Und auch die AS stimmte in die Lobeshymne mit ein: "Real hat wieder Spaß am Fußball. Der erste Auftritt unter dem neuen Chef entsprach ganz dem Gusto der Madridistas." Genau in diesem Punkt erhoffte sich Präsident Florentino Perez nach der Entlassung von Benitez wohl eine Trendwende - und wurde nicht enttäuscht.

Die Königlichen erinnerten in Sachen Spielfreude wieder an das "weiße Ballett", in dem einst Zidane über den Rasen schwebte. "Die Zidane-Etappe beginnt mit einem eindrucksvollen Sieg, bei dem die Spieler wie neu geboren auftreten. Sie rannten, pressten und spielten auf eine Art und Weise, die unter Benitez nie zu sehen war", schrieb die Mundo Deportivo vielsagend. Und was sagte der dreimalige Weltfußballer selbst? "Unter den Spielern hat sich nichts geändert. Der Trainer hat sich geändert und das ist alles", wollte Zidane seinen Einstand nicht zu hoch hängen.

Modric ehrlich: "Der Trainer-Wechsel war gut für das Team"

Gratulierte dem dreifachen Torschützen: Luka Modric (l.) begrüßt den Trainer-Wechsel.
Gratulierte dem dreifachen Torschützen: Luka Modric (l.) begrüßt den Trainer-Wechsel.
© imago

Einige seiner Schützlinge dürften das anders gesehen haben, auch wenn es nur die wenigsten so klar formulierten. "Es ist traurig, Rafa nicht mehr bei uns zu sehen, aber das ist Fußball. Wenn die Dinge schlecht laufen, ist es immer der Trainer, der das bezahlt", erklärte etwa Luka Modric, der anfügte: "Ich muss ehrlich sein. Man muss nur das heutige Spiel sehen. Ich denke, der Trainer-Wechsel war gut für das Team."

In die gleiche Kerbe - wenn auch deutlich unterschwelliger - schlug auch Modrics Mittelfeldkollege Isco. Der 23-Jährige, der in den letzten drei Pflichtspielen unter Benitez keine einzige Minute mehr gespielt hatte, stand unter Zidane prompt in der Startelf. "Zufrieden mit dem Sieg und glücklich, den Fußball wieder genießen zu können", twitterte der spanische Nationalspieler hinterher. Nur Stunden später meldete sich Isco erneut zu Wort und erklärte ausdrücklich, dass die Aussage rein gar nichts mit der Entlassung von Benitez zu tun gehabt hätte.

Bale: "Der Abgang von Benitez ist eine Enttäuschung"

Wie lange hält die Liebe für Real? Gareth Bale hält nichts von Treueschwüren.
Wie lange hält die Liebe für Real? Gareth Bale hält nichts von Treueschwüren.
© imagoZoomansicht

Anders als ein großer Teil der königlichen Familie reagierte Gareth Bale, der mit seinen drei Toren eine Gala-Vorstellung hinlegte, ernüchtert auf die Neubesetzung an der Seitenlinie. "Der Abgang von Benitez ist eine Enttäuschung", sagte der Waliser dem Telegraph: "Ich hatte eine sehr gute Beziehung zu ihm, aber solche Dinge passieren im Fußball." Unter dem Spanier war der pfeilschnelle Linksfuß so richtig aufgeblüht, war in seinen 15 Einsätzen die personifizierte Torgefahr (neun Treffer, zehn Vorlagen).

Nun also mit Zidane, den Bale als "unglaublichen Spieler" adelte, allerdings damit auch unterschwellig seine Qualitäten an der Seitenlinie vorsichtig anzweifelte. Ein klares Bekenntnis zu den Blancos vermied er ebenfalls: "Momentan bin ich glücklich, ich genieße meinen Fußball. Aber du kannst nie sagen, was in der Zukunft passieren wird." In der Gegenwart zumindest schob sich Bale übrigens in der ewigen Real-Torschützenliste an seinem neuen Trainer vorbei: Für seine mittlerweile 51 Pflichtspieltreffer benötigte der 26-Jährige nur 108 Pflichtspiele, Zidane netzte in 227 Partien zweimal weniger ein.

Das dürfte dem französischen Weltmeister von 1998 nach seiner mehr als gelungenen Premiere aber egal gewesen sein. Gerade auch weil der deutliche Erfolg Zidane einen Eintrag in die königlichen Geschichtsbücher sicherte: Nur ein gewisser Manuel Fleitas Solich hatte in der Spielzeit 1959/60 einen noch spektakuläreren Debütantenball erlebt (7:1 gegen Real Betis). Darüber hinaus wurde Zidane vom Publikum frenetisch gefeiert, was die Marketing-Abteilung zu einer ungewöhnlichen Maßnahme veranlasste. Das aktuelle Trikot mit der Nummer 5 und dem Namen von "Zizou" ist ab sofort im Sortiment der Königlichen zu finden.

msc

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© imago

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weitere Infos zu Bale

Vorname:Gareth
Nachname:Bale
Nation: Wales
Verein:Real Madrid
Geboren am:16.07.1989

weitere Infos zu Modric

Vorname:Luka
Nachname:Modric
Nation: Kroatien
Verein:Real Madrid
Geboren am:09.09.1985

weitere Infos zu Isco

Vorname:Francisco Roman
Nachname:Alarcon Suarez
Nation: Spanien
Verein:Real Madrid
Geboren am:21.04.1992

La Liga Santander - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Atletico Madrid27:844
 
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4FC Villarreal26:1639
 
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7FC Sevilla26:2129
 
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17FC Granada20:3617
 
18Sporting Gijon16:2915
 
19Rayo Vallecano21:4315
 
20UD Levante14:3214

weitere Infos zu Zidane

Vorname:Zinedine
Nachname:Zidane
Nation: Frankreich
Verein:Real Madrid


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