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07.01.2016, 14:30

Liverpool und die Verletzungsmisere - Kommt Subotic?

Klopp kontert Allardyce: "Schön, dass er die Zeit hat"

Es geht Schlag auf Schlag beim FC Liverpool: Nach dem 1:0 im League-Cup-Halbfinale bei Stoke City steht am Freitag die 3. Runde im FA Cup bei Viertligist Exeter an, ehe am Mittwoch der Kracher in der Premier League gegen Spitzenreiter Arsenal folgt. Für Coach Jürgen Klopp bleibt keine Zeit zum Durchatmen, seinem verletzungsgeplagten Kader schon gar nicht. Der 48-Jährige fand aber vor seinem FA-Cup-Debüt dennoch Zeit, um die Schelte von Trainerkollege Sam Allardyce vom AFC Sunderland verbal zu kontern. Derweil wird über Neven Subotic spekuliert.

Jürgen Klopp
Konterte Trainerkollege Sam Allardyce und ging auf die Verletzungsmisere ein: Jürgen Klopp.
© imagoZoomansicht

Sunderlands Trainer Allardyce hatte Klopp nach dem 1:0 bei Stoke City wegen dessen Methoden kritisiert. Der 61-Jährige hatte behauptet, dass der ehemalige Dortmunder mit seiner Trainingsarbeit und seinen Vorstellungen selbst an den vielen Verletzungen im Liverpooler Kader die Schuld trage: "Das liegt an ihm, weil er von seinen Spielern Pressing mit hohem Tempo fordert." Es sei außerdem toll, dass die Profis diese Anweisungen überhaupt so lange ausgeführt hätten, nun aber mache es sich bemerkbar.

In der Tat ist bei den Reds die Plage ausgebrochen: Gleich zehn Spieler fehlen Klopp bei seinem Debüt im traditionsreichen FA-Cup - vor allem wegen Muskelverletzungen. Mit Martin Skrtel, Dejan Lovren, Mamadou Sakho und Kolo Touré muss der 48-Jährige derzeit gleich auf vier Innenverteidiger verzichten. Hinzu gesellen sich die frisch verletzten Philippe Coutinho (Oberschenkel, Pause bis Februar) und Dejan Lovren (Oberschenkel, rund zehn Tage). Deshalb wird auf der Insel bereits spekuliert, dass er seinen ehemaligen Schüler Neven Subotic noch im Winter vom BVB an den Mersey River locken will.

Klopp: "Ich freue mich für Sam"

Während Klopp selbst jüngst angemerkt hatte, dass er "für die Dinge verantwortlich" sei und die Medien ihn "auch für die Oberschenkelverletzungen verantwortlich machen" können, wollte er die neueste Breitseite von Allardyce nicht unkommentiert stehen lassen. Mit einem kräftigen "Puuhhh" verschaffte sich der Trainer zunächst Luft, legte die Stirn in Falten und konterte dann die Kollegen-Kritik in altbekannter Manier: "Ich freue mich für Sam, dass ein so erfahrener Manager die Zeit hat, über Liverpools Probleme nachzudenken."

Zudem gab Klopp Einblicke in seine derzeitigen Gedanken: "Ich genieße mein Leben, aber im Moment ist es mehr harte Arbeit als Freude. Ich weiß nicht, wer verfügbar sein wird. Wir werden trainieren und sehen, wer spielen kann. Wir müssen auf die Situation reagieren. Aber es ist schwierig, gute Spieler zu diesem Zeitpunkt zu finden."

Jürgen Klopp und Philippe Coutinho
Der nächste Ausfall: Jürgen Klopp muss aktuell auch auf Spielgestalter Philippe Coutinho verzichten.
© imago

Über die vielen Verletzten ergänzte der Reds-Coach: "In den meisten Fällen kennen wir die Gründe." Der Intensität seines Stils die Schuld zu geben, sei aber falsch: "Es ist völlig normales, durchschnittliches Rennen." Klopp habe gar keinen Stil kreiert. "Wie könnte ich? Ich bin kein Genie." Eine Verletzung zum falschen Zeitpunkt könne zum Problem für die gesamte Mannschaft werden, da andere Spieler in der Folge zu viel spielen müssten. "Aber das ist auch alles. Ich weiß, wie intensiv der Fußball hier ist."

Dahingehend macht ihm und seinen Spielern auch der angedeutete Terminstress zu schaffen: "Die Mannschaft, die spielt, will zu 100 Prozent gewinnen. Aber es wird ein Team sein, das nicht sehr oft zusammengespielt hat."

Urlaub?

Alles andere als ein deutlicher Sieg beim Viertligisten aus der Football League Two wäre trotzdem eine Blamage. Klopp warnte aber auch vor dem Underdog. "Ich weiß nicht viel über Exeter, die Kabinen sollen ziemlich klein sein", sagte er. "Die Spieler sind Profis, sie trainieren sehr viel. Wir müssen voll konzentriert sein."

Danach haben die Reds ganze fünf Tage Pause, ehe in der Premier League Tabellenführer FC Arsenal mit Weltmeister Mesut Özil an die Anfield Road kommt. "Vielleicht werden wir in den Urlaub fahren", sagte Klopp im Scherz über die "Verschnaufpause".

mag/sid

07.01.16
 

1 Leserkommentare

Gottfried1897
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07.01.2016 | 16:16

Prognose: Exeter besiegt Liverpool

Spiegel.de, 02.01.16: "Im FA Cup dürfte Viertligist Exeter City keine allzu hohe Hürde darstellen."

Goal[...]

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zum Thema

weitere Infos zu Subotic

Vorname:Neven
Nachname:Subotic
Nation: USA
  Serbien
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:10.12.1988

weitere Infos zu Klopp

Vorname:Jürgen
Nachname:Klopp
Nation: Deutschland
Verein:FC Liverpool